Freitag, 20. Oktober 2017

[Buchrezension] Selbstgemacht im Glas - Zum Einkochen, Mitnehmen & Verschenken

Ihr Lieben,

wer hier hin und wieder mal mit liest, der weiß, dass ich total gerne Marmelade/Konfitüre und Chutney einkoche. Bei Marmelade ist das so eine Sache, denn ich esse selbst kaum Marmelade. Aber es macht mir so großen Spaß, sie zu kochen. Ich finde es einfach immer faszinierend, wenn man aus Lebensmitteln plötzlich etwas ganz anderes zaubert. Und bei Konfitüre hat man dann noch den großen Vorteil, dass man jederzeit etwas Kleines zum Verschenken zu Hause hat. Genauso ist es bei Chutney, mit dem Unterschied, dass ich Chutneys durchaus gerne selbst esse und eher aufpassen muss, dass etwas zum Verschenken übrig bleibt.
Vor diesem Hintergrund ist es wohl kaum verwunderlich, dass ich mich total über das Rezensionsexemplar von "Selbstgemacht im Glas - zum Einkochen, Mitnehmen & Verschenken" von Nikolaus Tomsich gefreut habe. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Brandstätter Verlag.

Meine eingemachten Leckereien

Das Buch "Selbstgemacht im Glas"

Es gibt ja einige Bücher mit dem Thema "Gruß aus der Küche", die auch viele Tipps für Leckeres im Gläser beschreiben. Wodurch sich dieses Buch von den anderen unterscheidet? Man lernt zusätzlich, wie man richtig einkocht und so Lebensmittel haltbar macht. Und genau damit beginnt das Buch auch, mit einer Übersicht über die verschiedenen Arten, Lebensmittel haltbar zu machen. Eine Übersicht über eine Doppelseite gibt zum Beispiel einen tollen Überblick darüber, welches Produkt man am besten wie einkocht. Und dabei wird nicht davon ausgegangen, dass jeder einen Einkochautomaten hat, sondern es wird auch beschrieben, wie das im Backofen oder auch im Kochtopf/Schnellkochtopf klappt. Auch die verschieden Gläserarten und Deckel werden ausführlich beschrieben. Ich habe da noch einiges lernen können. Besonders gefreut hat mich dabei, dass auch beschrieben wird, wie man Pesto haltbar macht. Nämlich mit der Kopfraum-Pasteurisierung: Man legt den Deckel mit der lackierten Seite nach unten für etwa 2 bis 5 Sekunden auf eine warme, nicht zu heiße Herdplatte. Vorsicht, der Deckel wird dann schon sehr warm, nehmt ihn dann mit einem Kochhandschuh und verschließt das Glas bis zum ersten Druckpunkt, maximal ein Drittel des Gewindeganges. Der Deckel zieht dann nach kurzer Zeit ein Vakuum und das Glas ist fest verschlossen. Toll oder?


Buchcover Selbstgemacht im Glas

Der Aufbau des Buches

Nachdem man einen Überblick über die verschiedenen Arten des Haltbar-Machens bekommen hat, folgen leckere Rezepte. Zunächst werden Rezepte gezeigt. die man im Glas zubereitet, wie zum Beispiel Overnight Oats, oder im Glas transportiert, zum Beispiel Salate. Dann folgt ein großes Kapitel zum Thema Haltbar-Machen. Dieses ist unterteilt in die Abschnitte Würzsoßen, Eingelegt&Fermentiert, Wurst&Fleisch, Obst im Glas, Brot&Kuchen aus dem Backofen, Sirupe&Liköre und Salze&Zucker.
Nach jedem Rezept gibt's eine Empfehlung fürs Pasteurisieren. 
Das Buch schließt im Kapitel "Zu guter Letzt" mit einem Überblick über das Einkochen von Gemüse und einem zu Flaschen und Verschlüssen.

Meine Testrezepte

Wie immer musste ich natürlich gleich ein paar Rezepte ausprobieren.
Angefangen habe ich mit einem Basilikum-Pesto. Hier habe ich jedoch auf mein eigenes Rezept zurückgegriffen, aber die Kopfraum-Pasteurisierung habe ich ausprobiert und das hat gut geklappt!

Basilikum-Pesto


Also komme ich mal zu den beiden neuen Rezepten:

Rezept 1 - Wiener Saftgulasch

Die Zutaten für 4 Gläser à 500ml

  • 600 g Rindfleisch aus der Schulter, in kleine Stücke geschnitten
  • 3 EL Öl
  • 600 g Zwiebeln, fein gehackt
  • 15 g edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 TL scharfes Paprikapulver
  • 1 TL Essig
  • 70 ml Wasser
  • Salz
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL zerstoßenen Kümmel
  • 1/2 TL zerstoßene Fenchelsamen
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 500 ml Gemüsebrühe

Wiener Saftgulasch

Die Zubereitung:
Erhitzt das Öl in einem tiefen Topf und dünstet die Zwiebeln darin bei milder Hitze sehr weich und glasig an. Gebt das edelsüße und das scharfe Paprikapulver hinzu und erhitzt diese nur einen Moment, sonst wird es bitter. Verrührt den Essig mit dem Wasser und gebt die Mischung zu den Zwiebeln. Nun kommt auch das Fleisch hinzu, das ihr mit Salz würzt.
Mischt Knoblauch, Kümmel, Fenchel und Thymian unter und lasst dann das Fleisch bei milder Hitze etwa 40 Minuten im eigenen Saft dünsten. Rührt dabei ab und an um. Beim Dünsten entsteht reichlich Fleischsaft. Aber lasst das Gulasch nicht zu stark kochen.
Gießt dann die Gemüsebrühe annum lasst alles nochmals 5 Minuten köcheln. Füllt das Gulasch dann in sterilisierte Gläser ab, wobei ihr die Gläser nur zu zwei Dritteln füllt und dann verschließt. Dann wird das Gulasch bei 100°C in 120 Minuten sterilisiert. Ich habe das im Backofen gemacht. Dazu habe ich ein Backblech mit hohem Rand mit Wasser gefüllt und auf der untersten Schiene in den Backofen geschoben. Die geschlossenen Gläser habe ich ins Wasserbad gestellt, wobei ich darauf geachtet habe, dass die Gläser die Wände des Backofens nicht berühren. Die Einkochzeit beginnt, wenn die Einhochtemperatur, in diesem Fall 100°C, erreicht ist.
Lasst die Gläser dann abkühlen und lagert sie bei 2 bis 6 °C im Dunkeln.


Rezept 2 - Brot mit Oliven, Tomaten und Rosmarin

Die Zutaten für 5 Gläser à 500 ml

  • 250 g Weizenmehl
  • 250g feines Weizenvollkornmehl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 - 300 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g getrocknete Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
  • 20 g grüne Oliven in kleine Stücke geschnitten
  • 20 g schwarze Oliven, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 TL getrockneter Rosmarin, gehackt
  • Etwas Olivenöl für die Gläser

Brot im Glas

Die Zubereitung
Vermischt Mehl, Vollkornmehl, Salz, Zucker, Trockehefe, Olivenöl und Wasser. Gebt die Tomaten, die Ölvene und den Rosmarin hinzu und verknetet alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Lasst diesen nun zugedeckt 90 Minuten gehen. Knetet ihn dann nochmal durch und lasst ihn weitere 30 Minuten gehen.
Heizt den Backofen auf 200°C vor. Streicht die Gläser mit Olivenöl ein und füllt sie bis zur Hälfte mit Teig. Backt diesen nun etwa 50 Minuten offen.
Nehmt die Gläser dann aus dem Ofen und verschließt sie sofort mit den Deckeln.
Wenn ihr das Brot servieren möchtet, nehmt es kurz vorher aus dem Glas, schneidet es in Scheiben und toastet es. Lecker!

Brot im Glas

Mein Fazit

Das Buch gibt einen tollen Überblick über die verschiedenen Formen des Haltbar-Machens, ich konnte noch einiges dazulernen. Die Rezepte sind toll, und es gibt auch Ideen für Leckereien, die im Glas transportiert, aber eben nicht eingemacht werden. Die Fotos sind sehr schön und machen Lust darauf, die Rezepte auszuprobieren. Der Einband ist sehr hübsch und auch unter dem Umschlagspapier sehr wertig gestaltet.
Man hält hier einfach ein schönes Info- und Kochbuch in den Händen.

Ein Blick ins Buch

Bei den Einmachrezepten gibt es jedoch eine Sache, die mir fehlt: Ein Hinweis darauf, wie lange die Speisen haltbar sind.


Wie ist das bei euch? Kocht ihr gerne ein? Habt ihr schon mal fermentiert?
Liebste Grüße von Martina

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

verlinkt mit Freutag und Samstagsplausch
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Samstag, 14. Oktober 2017

La dolce vita in Malcesine - Tipps für den Gardasee

Ihr Lieben,

als ich noch jünger war, fand ich es immer furchtbar langweilig, wenn Leute immer wieder am gleichen Ort Urlaub machten. Ich dachte mir immer: Mensch, es gibt doch so viele schöne Städte/Länder/Gegenden, die man sich ansehen muss. Da muss doch mal Abwechslung rein!
Und auch, wenn ich das Glück habe, schon wirklich nicht so wenig von der Welt gesehen haben zu dürfen, gibt es immer noch einige Wunsch-Reisziele auf meiner Liste.
Dennoch habe ich es inzwischen auch zu schätzen gelernt, wie schön es ist, an einem Ort Urlaub zu machen, wo man sich auskennt, wo man weiß, wo es schön ist, wo man nicht mehr auf Biegen und Brechen das Touri-Programm herunterreißen muss.
Und so habe ich mit der Zeit ein paar solcher Lieblingsorte für mich entdeckt. Einer davon, ein wirklicher Herzensort, zu dem ich wirklich immer wieder gerne reise, ist Malcesine am Gardasee.
Wenn man die Ausfahrt Rovereto Süd nimmt und dann über die Berge langsam zum See hinunter fährt, wird es mir warm ums Herz. Es fühlt sich wirklich an, wie Heimkommen.
Ich liebe den Gardasee einfach, es ist so ein wunderbares Fleckchen Erde. Und Malcesine ist für mich der schönste Ort am Lago. Man hat da einfach alles: Schöne Strände, die Berge, tolle Restaurants, eine schöne Weinbar, kleine, romantische Gässchen, ein schönes Castello, das schöne Goethe geliebt hat, kleine Lädchen mit schicker Mode - keine Ketten, die man überall sieht, und und und.
Und obwohl ich nun schon ein paar Mal in Malcesine war, entdecke ich doch immer wieder etwas Neues.

Castello Scaligero Malcesine
Castello Scaligero Malcesine

Am allerliebsten fahre ich mit einer lieben Freundin zum Gardasee. Wir kennen uns schon lange über gemeinsam Freunde. Aber wir hatten es nie geschafft, mal einen Kaffee zusammen trinken zu gehen, obwohl wir uns das bei jedem Aufeinandertreffen vorgenommen haben. Auf der Hochzeit einer Freundin haben wir wieder darüber geredet - und uns letztlich gesagt: Ach, Kaffee trinken kann doch jeder! Wir fahren einfach gleich zusammen weg! Und so kam es tatsächlich: Unser erstes "Date" war ein Urlaub in Malcesine! Und es war fantastisch! Wir sind die perfekten Urlaubspartner, mögen beide ein ausgewogenes Verhältnis aus Aktivität und Entspannung, lieben die Sonne und gutes Essen, gehen gerne mal shoppen, aber nicht zu viel und trinken gerne Wein und Prosecco. Wir beide zusammen erleben einfach den perfekten Mädelsurlaub!
Und so war es auch dieses Jahr wieder ein Traumurlaub! Alles hat gepasst: Das Wetter, das Hotel, die Herzlichkeit der Leute, denen wir begegnet sind.
Ach, ich komme schon wieder ins Schwärmen...
Aber nun kommen endlich mal ein paar Tipps für euch, wenn ihr auch einen Urlaub am Gardasee plant.

Tipps für die Übernachtung

In Malcesine finden sich verschiedenste Unterkünfte für verschiedenste Wünsche und Geldbeutel, von Ferienwohnung, B&Bs und einfachen Hotels bis hin zu schicken und teuren Hotels.
Wenn ihr Lust habt, euch komplett selbst zu versorgen und dafür mitten in der Stadt zu wohnen, kann ich euch die Casa Cressotti empfehlen - bucht aber unbedingt eine Wohnung mit Seeblick! Die Familie betreibt noch weitere Unterkünfte, die auch zentral gelegen sind.
Wir haben uns diesmal ein schönes Hotel gegönnt - und haben uns total verliebt! Das Ambienthotel Prima Luna ist perfekt gelegen, man läuft in nicht mal 10 Minuten an der Uferpromenade durch die Stadt, hat von den Balkonen mit Seeblick einen herrlichen Ausblick, es gibt ein leckeres und reichhaltiges Frühstück und der Betreiber und das ganze Team sind super herzlich!

Hotel Prima Luna Malcesine
Blick vom Balkon des Ambienthotel Prima Luna
Lasst euch auch Wein vom Chef empfehlen - vielleicht entdeckt ihr die eine oder andere Leckerei!
Vom Pool aus sieht man den Gardasee, zu dem man über Treppen auch ganz leicht gelangt - dabei geht es vorbei an der Poolbar, die zu einem leckeren Prosecco im Sonnenschein einlädt - herrlich! Uns hat es da super gut gefallen, nächstes Jahr werden wir sicher wiederkommen!

Prosecco mit Blick auf den Gardasee
Prosecco mit Blick auf den Gardasee

Tipps für Gaumenfreuden

Wir haben in Malcesine zwei Lieblingsplätze: Ein Restaurant und eine Weinbar.
Im Restaurant Al Marinaio wird man herzlich empfangen, bekommt super leckere Pastagerichte und sitzt ganz wunderbar am Porto Vecchio.
Besonders zu empfehlen: Der Meeresfrüchtesalat und die Spaghetti mit Meeresfrüchten.

Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio
Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio

Wenn man Glück hat, ergattert man einen der kleinen Tische direkt vor der Weinbar Bottega del Vino  und bekommt von Nicola leckeren Wein empfohlen. Auch eine Pizza kann man sich durchaus schmecken lassen.
Auch sehr nett mitten in der Stadt gelegen ist das Ristorante Aristotele. Die Pizza schmeckt lecker, der Wein auch, der Grappa ist super - und die Bedienung...hat einen bizarren Charme (also, der Herr des Hauses). Egal, was wir uns ausgesucht haben, er sagte nein und hat uns etwas anderes empfohlen. Dabei hat er keine Miene verzogen. Es war zu lustig! Am Ende war er aber doch total herzlich, hat uns zum Abschied gedrückt - und wir werden gerne wieder hingehen!

Ausflugstipps

Monte Baldo - oder: Muss man sich das antun?

Wir hatten uns jedes Jahr vorgenommen, auf dem Monte Baldo zu wandern. Bislang hat uns die lange Schlange an der Seilbahn davon abgehalten. Doch diesmal sind wir das Projekt angegangen und dachten sogar, wir hätten Glück, weil nicht so viel los war Weit gefehlt! Die Warteschlange wird nur durch diverse Schikanen clever versteckt - wir haben doch über eine Stunde angestanden, bis es endlich bergauf ging. Zu diesem Zeitpunkt haben wir es sehr bereut, nicht den Wanderweg nach oben genommen zu haben (dass das keine gute Alternative gewesen wäre, sollten wir noch erfahren). Oben angekommen, zog es sich zu - also leider kein ganz fantastischer Ausblick auf den See. Wir sind dann losgewandert, haben uns einen der ausgeschriebenen Wanderwege ausgesucht, um schnell zwei Dinge festzustellen: 1. Die Wege auf dem Monte Baldo sind nicht wirklich gut ausgeschildert. 2 Wir haben uns einen unschönen Weg ausgesucht, der durch den Wald sehr steinig und kraxelig steil nach unten ging. Wir haben dann zwar noch eine Abzweigung genommen, die dann wieder steil nach oben ging und so doch noch einen schönen Blick erhascht.

Blick vom Monte Baldo
Blick vom Monte Baldo

Aber danach ging es, bis auf ein kleines, wirklich schönes Stück über eine Bauernwiese, die ganze Zeit sehr steil bergab, zum großen Teil auch noch auf Asphalt. Wir haben uns so bis zu Mittelstation gequält und sind dann mit der Gondel nach unten gefahren. Die Knie und die Beine haben gewimmert - wir hatten zwei Tage lang schlimmen Muskelkater. Ein Pärchen, das wir unterwegs getroffen hatten, hat sich den ganzen Weg nach unten gewagt und meinte, das Stück von der Mittelstation bis zum Tal sei noch schlimmer gewesen. Also: spart euch das! es lohnt sich nicht! Es gibt genug schöne Wanderregionen rund um den Gardasee. Der Monte Baldo muss es nicht unbedingt sein.

Fahrradtour am Gardasee

Man kann sich am Gardasee in fast jedem Ort Fahrräder ausleihen. Die Auswahl reicht von Citybikes über Tourenräder, Mountainbikes, bis hin zu E-Bikes. Zum Teil kann man schön entspannt am See entlang fahren, zum Teil muss man aber auch auf die Straße ausweichen, was dann nicht immer ganz so schön ist, wenn viel Verkehr ist. Wir sind dieses Jahr von Malcesine nach Garda geradelt. Das sind hin und zurück 55km und man sollte sich Zeit nehmen und nicht umfit sein. Alternativ kann man von Garda auch mit dem Schiff zurück fahren. Erkundigt euch aber unbedingt vorher, denn nicht auf alle Schiffe darf man Fahrräder mitnehmen.

Garda am Gardasee
Garda am Gardasee

Spaß macht eine Fahrradtour aber auf jeden Fall. Mit dem Auto ziehen sich die Wege oft, wenn viel Verkehr ist, und mit dem Fahrrad radelt man dann so entspannt dahin. Garda ist auch auf jeden Fall einen Besucht wert - es gibt viele Restaurants direkt an der Strandpromenade und in den verwinkelten Gässchen. Allerdings ist in Garda auch immer gut was los.

Uferpromenade Gardasee
Uferpromenade Gardasee

Märkte

Am Gardasee findet jeden Tag mindestens in einem Städtchen ein Markt statt. Auf den Märkten finden sich allerlei Taschen, Klamotten und Schnickschnack. Am schönsten finde ich die Märkte in Bardolino und Limone. Aber letztlich finden sich auf allen Märkten so ziemlich dieselben Sachen. Wenn ihr also ein Schnäppchen machen wollt, Mitbringsel braucht oder Taschen liebt, dann lohnen sich die Märkte auf jeden Fall! So ein bisschen bummeln macht doch immer Spaß.

Natürlich gibt es noch vieles mehr, was man am Gardasee unternehmen kann. Besucht doch mal ein Weingut im Lugano-Gebiet. Wenn das Wetter schlecht ist, geht in Sirmione in die Therme. Oder fahrt nach Verona, gönnt euch eine Stadtführung und verbringt einen Abend in der Arena di Verona. Es wird euch sicherlich nicht langweilig.

Sonnenuntergang am Gardasee
Abendstimmung am Gardasee

Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren. Oder geht es euch vielleicht sowieso schon so wie mir und ihr seid verliebt in den Gardasee?

Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit Samstagsplausch und #sonntagsglück

Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Herbstküche startet mit einer Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Ihr Lieben

jede Jahreszeit hat leckere Sachen im Repertoire. Im Frühjahr freue ich mich auf Spargel und Bärlauch, im Sommer auf Tomaten und Beeren. Und im Herbst? Ach da kann ich mich dann immer gar nicht entscheiden! Kürbis, rote Beete, und und und.
Das ist das Schöne daran, wenn man vorwiegend saisonal und regional kocht, dann freut man sich so viel mehr, wenn Gemüse Saison hat. Und ganz ehrlich: Dann schmecken die Sachen auch besser!
Momentan findet man wieder überall verschiedenste Kohlsorten - und ich fange heute mal an mit dem Blumenkohl.

Blumenkohl ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten etwas leichter verdaulich, ist reich an Vitamin C und hat jede Menge Mineralstoffe.
Es gibt viele tolle Rezepte rund um Blumenkohl - ich mag ihn total gerne als Salat oder auch überbacken aus dem Ofen. Aber am liebsten mag ich ihn eigentlich als Suppe.
Und heute habe ich eine Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe für euch dabei.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Für einen großen Topf voll leckerer Suppe braucht ihr:


  • 1 großen Blumenkohl
  • 1 große Stange Lauch (bekommt ihr keine große, nehmt ihr eben zwei kleine
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Muskat
  • 1cm Ingwer - in kleine Würfel geschnitten
  • 2 bis 3 TL Gemüsebrühepulver (am besten ist natürlich selbst gemachtes)
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml Sahne
  • 1 L Wasser


Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Und so geht's:

Schneidet die starren Blätter vom Lauch ab und schneidet die Stange dann in der Mitte auf. Fächert die Schichten dann etwas auf und wascht den Lauch unter fließendem Wasser, dann schneidet ihr ihn in Ringe.
Schneidet vom Blumenkohl den Strunk und die Blätter ab und wascht in. Die Kartoffeln schält ihr und schneidet sie ihn kleine Würfel.
Gebt Öl in einen hohen Topf und bratet zunächst den Lauch, dann die Kartoffeln darin an. Dann schneidet ihr die Blumenkohlröschen dazu und gebt Ingwer, Kurkuma und Muskat mit in den Topf. In der Zwischenzeit bringt ihr das Wasser im Wasserkocher zum Kochen und löscht das Gemüse damit ab. Dann kommen noch Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe hinzu. Nun lasst ihr das Gemüse etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffel und der Blumenkohl gar sind. Dann püriert ihr alles zu einer Suppe, schmeckt mit der Sahne ab, nehmt euch einen großen Suppenteller, gebt die Suppe hinein und packt euch damit aufs Sofa, unter eine weiche Decke.
Naja, ok... vielleicht deckt ihr doch den Tisch... aber manchmal - muss ich zugeben - mache ich genau das, wenn es draußen ungemütlich ist.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Wie esst ihr Blumenkohl am liebsten? Und esst ihr manchmal auch einfach auf dem Sofa?
Liebste Grüße von Martina

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

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Freitag, 6. Oktober 2017

Hefeteig, Honig und Apfel - oder einfach leckeres Apfel-Honig-Brot

Ihr Lieben,

ich liebe Apfelkuchen. Ich hab das sicherlich schon das eine oder andere Mal gesagt. Aber das macht nichts, denn diese Apfelkuchenliebe ist wirklich groß. Für mich ist Apfelkuchen ein Seelentröster. Der Duft von Äpfeln, die im Ofen brutzeln, erinnern mich an meine Kindheit. Es fühlt sich heimelig an, und einfach gut. Wenn nichts mehr geht - Apfelkuchen geht immer.
Und dabei gibt es für mich nicht das eine Rezept und ich mag nur das. Nein, ich bin da schon flexibel. Wobei ich schon sagen muss, dass es den leckeren Apfelkuchen meiner Mama durchaus etwas öfter geben könnte (mal sehen, ob sie mitliest - vielleicht kappt's ja mit der Bestellung...).
Heute habe ich ein neues Rezept für euch dabei - ein Zufallsrezept. Denn eigentlich war das Rezept als Honigbrot gedacht. Aber Hefeteig und Honig? Also, wenn da Apfel nicht hervorragend dazu passt, oder?

Apfel-Honig-Brot

Inspiriert hat mich mal wieder die Zeitschrift "Lust auf Genuss", die ich wirklich so gerne mag, schon alleine wegen der tollen Fotos.
Aber wie so oft habe ich aus diesem Rezept ein abgewandeltes Ninamanie-Rezept gemacht.

Die Zutaten für 4 kleine Apfel-Honig-Brote


  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 70 ml flüssiger Honig
  • Das Mark zweier Vanilleschoten
  • 80 g Butter
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Etwas Hagelzucker
  • 2 bis 3 Äpfel, geschält und in Würfel geschnitten

Apfel-Honig-Brot

Die Zubereitung

Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Lasst die Butter in einem Topf langsam bei kleiner Hitze schmelzen und anschließend abkühlen. Vermischt 150 ml lauwarmes Wasser mit der lauwarmen Milch, dem Mark der Vanilleschoten und 50 ml Honig und bröckelt dann die Hefe hinein. Vermengt alles gut miteinander. Gebt das Mehl in eine hohe Schüssel, gebt eine Prise Salz, die Butter und Hefemischung hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Lasst den Teig dann etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Bei mir hat es sich wirklich bewährt, den Teig im Ofen bei maximal 30°C gehen zu lassen. Da geht der Teig auf wie eine 1. Gebt dann die Apfelstücke hinzu und verknetet alles noch mal kurz. Formt dann 4 kleine Brote aus dem Teig und legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech - lasst zwischen den Broten Abstand, denn sie gehen noch schön auf.
Verquirlt den restlichen Honig mit dem Eigelb und pinselt die Brote damit ein. Streut dann noch etwas Hagelzucker darüber und gebt die Brote dann für etwa 30 Minuten in den Ofen.
Ihr habt dann ein leckeres "Kaffeebrot", wie meine Großeltern dazu sagen würden, ein leckeres, nicht zu süßes Frühstück oder einfach was Feines für Zwischendurch.

Apfel-Honig-Brot

Anscheinend bin ich mit meiner Apfelkuchenleidenschaft nicht alleine - denn aktuell gibt es das Blogevent "Apfelbäckchen - die große Apfelkuchen-Liebe" von NOM NOMs food und feiertäglich. Schon klar, dass ich da mitmachen, oder?



Wie sieht es bei euch denn mit Apfelkuchen-Liebe aus?
Was zaubert ihr gerne aus Äpfeln?
Liebste Grüße von Martina


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Samstag, 30. September 2017

Kulinarisch auf Vorrat - Zwetschgen-Chutney


Ihr Lieben,

huiuiui - als ich "Zwetschgen-Chutney" gerade ausgeschrieben habe, habe ich erst gemerkt, was für ein Zungenbrecher das ist. Natürlich kann ich auch "Pflaumen-Chutney" schreiben. Aber wenn man es ganz genau nimmt, habe ich für mein Rezept tatsächlich Zwetschgen und keine Pflaumen verwendet.

Zwetschgen-Chutney-Gläser

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, ob es da überhaupt einen Unterschied gibt. Ja, gibt es:
Zwetschgen sind eher länglich, während Pflaumen eher gleichmäßig rund sind. Zwetschgen sind oft von einer dünnen weißen Schutzschicht aus natürlichem Fruchtwachs überzogen. Bei Pflaumen kann man eine durchgehende Furche oder Naht im Fruchtfleisch erkennen, diese fehlt bei Zwetschgen. Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist fester und trockener als das von Pflaumen und der Kern lässt sich leichter entfernen. Der geschmackliche Unterschied: Zwetschgen sind eher süß-säuerlich, Pflaumen sind süßer.
Aber süß-säuerlich passt einfach prima zum Chutney - außerdem haben meine Eltern nun mal einen Zwetschgenbaum und den muss ich natürlich nutzen. Denn was gibt es besseres, als Früchte direkt aus dem eigenen Garten? Und wenn diese dann auch noch unbehandelt sind, ist das doch ein Traum. Dafür muss man eben den einen oder anderen kleinen Wurm in Kauf nehmen und auf ein paar Zwetschgen verzichten.
Die Zwetschgen meiner Eltern sind übrigens die besten auf der ganzen Welt! Meine Mama macht traditionell immer traumhaften Zwetschgenkuchen und mein Papa feines Zwetschgenmus. Und ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Zwetschgen-Chutney probiert. Prädikat: LECKER!

Aber zurück zur Überschrift des Posts: "Kulinarisch auf Vorrat" - das ist nämlich das aktuelle Blogevent von Vergissmeinnicht. Und da bin ich natürlich dabei!


Blogevent "Kulinarisch auf Vorrat"

Mein Rezept für Zwetschgen-Chutney

Zubereitungszeit: 1 Stunde
Portionen: 7 Gläser



Zwetschgen-Chutney-Glas

Die Zutaten:

  • 1 kg Zwetschgen (mit Kern)
  • 4 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 70 g Cashewkerne
  • 2 TL gelbe Senfsaat
  • 1 TL Kurkuma - gerieben
  • 1 TL Fenchelsaat - leicht zerstoßen
  • 1 TL Koriandersaat - leicht zerstoßen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Sternanis
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 250 g brauner Zucker
  • ca. 3 EL Rotweinessig
  • etwas Salz
  • Öl zum Anschwitzen

Zwetschgen-Chutney


Die Zubereitung

Schält Zwiebel und Knoblauch und schneidet beides in Würfel - um ehrlich zu sagen, mache ich mich das Leben hier leicht. Ich habe nämlich einen QuickChef von Tupper - und das Ding lohnt sich echt (und das ist keine Werbung sondern einfach eine Empfehlung). Mit diesem zerkleinere ich auch die Cashewkerne.
Wascht und entsteint die Zwetschgen und schneidet sie in grobe Stücke.
Gebt Sternanis, Nelken und Zimtstange in einen Teefolder und verschließt diesen.
Erhitzt das Öl in einem hohen Topf und gebt Senfsaat, Kurkuma, Fenchelsaat, Koriandersaat und Kreuzkümmel hinein. Röstet die Gewürze nur leicht an, sonst werden sie bitter, und gebt dann die Zwiebeln und den Knoblauch hinzu. Leicht anschwitzen, dann kommen erst die Cashewkerne und dann die Zwetschgenstücke hinzu. Gebt dann noch das Säckchen mit den übrigen Gewürzen dazu, verrührt alles gut miteinander und lasst die Masse etwas aufkochen. Dann kommt der Zucker hinzu. Lasst die Masse nun mindestens 25 Minuten köcheln. Dann gebt schmeckt ihr mit Essig und etwas Salz ab und lasst das Chutney noch mal 5 Minuten köcheln. Dann füllt ihr das Chutney in sterile Gläser ab, verschließt sie und stellt sie für etwa 5 Minuten auf dem Kopf. Und fertig ist ein leckerer Vorrat um Glas.

Zwetschgen-Chutney

Chutney schmeckt super zu Gegrilltem und Käse.
Ihr könnt damit aber auch tolle Kleinigkeiten zaubern. Wie wäre es zum Beispiel mit frischen Feigen, Ziegenkäse und Chutney? Oder Crostinis mit Frischkäse und Chutney?

Zwetschgen-Chutney auf Feige


Was macht ihr gerne ein?
Liebste Grüße von Martina

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Dienstag, 19. September 2017

[Buchrezension] Food, Love & Wine - Die besten Rezepte zum Wein

Ihr Lieben,

ich habe ein neues Lieblingsbuch. Und es dürfte für euch wenig überraschend sein: Es ist ein Kochbuch. Aber nicht ein normales Kochbuch. Es ist ein Kochbuch, das die zweite kulinarische Freude thematisiert, die ich liebe: Wein!
Wer mich kennt wird sagen: Mensch, das ist ja genau ihr Ding. Und genau so ist es auch!
Ich hatte solche Freude, durch das Buch zu stöbern! Und ich glaube, das ist bislang das allererste Kochbuch, das ich tatsächlich von Anfang bis Ende durchgelesen habe.
Insofern schicke ich ein großes Dankeschön an den Hölker-Verlag, der mir "Food, Love & Wine als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Buchcover Food, Love & Wein

Aber jetzt mal von vorne - Das Buch Food, Love & Wein:

Food, Love & Wine ist ein Gemeinschaftsprojekt der leidenschaftlichen Hobby-Köchin und Bloggerin Kerstin Getto (cookingaffair) und der bekannten Sommerlière Natalie Lumpp.
Und es geht um Essen - und den dazu passenden Wein.
Das Buch beginnt schon mit einer tollen Übersicht über die verschiedenen Weinarten, von leichtem Weißwein bis hin zu Süßwein, und welche Speisen dazu passen.
Dann geht es weiter mit einem netten Vorwort von Kerstin Getto und einem Einblick, wie sie zu Wein kam. Das wirkt ganz charmant und ehrlich - man merkt, wie viel Freude ihr das Projekt gemacht hat. Auch Natalie Lumpp ließ es sich nicht nehmen, ein paar persönliche Zeilen zu verfassen - sehr schön!
Und dann geht es auch schon los - jedes Kapitel startet mit Wein - und jede Weinart wird schön beschrieben - welche Weine gibt es, was macht sie aus, welche Besonderheiten gibt es. Und dann folgen dazu passend leckere Gerichte - und zu jedem Gericht gibt es eine explizite Weinempfehlung. Dabei ist das Buch nicht kategorisch zu verstehen, denn das Credo lautet: Erlaubt ist, was schmeckt.
Und so sind die Weinempfehlungen auch wirklich als Empfehlungen zu verstehen.
Besprochen werden leichte Weißweine, kraftvolle Weißweine, leichte Rotweine, kräftige Rotweine, Roséweine, Schaum- und Desertweine.

Weißweinglas

Das Buch an sich:

Man merkt alleine schon am Einband, dass man einen kleinen Schatz in den Händen hält. Denn dieser ist eine Kombination aus braunem Leinenstoff, Folien- und goldener Tiefprägung. Es fasst sich toll an und sieht schön aus.
Und auch die Fotos im Buch sind toll. Die Fotografin Daniela Haug hat alles wunderbar in Szene gesetzt, nicht nur das Essen, sondern auch Szenen der beiden Autorinnen. Alle Beteiligten scheinen einfach ganz viel Freude an der Erstellung des Buchs gehabt zu haben.

So ein schönes Buch!

Meine Testrezepte:

Natürlich ist es in jedem Kochbuch so: Nicht alle Rezepte gefallen einem persönlich. Aber mir haben in diesem Buch so viele Rezepte gefallen, dass mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Zwei davon stelle ich euch heute vor - ein Rezept zu Weißwein und eines zu Rotwein.

Passend zu kraftvollem Weißwein - Kartoffelgratin mit Champignons

Kartoffelgratin mit Champignons

OK, ich gebe zu, das Originalrezept ist mit Steinpilzen. Ich bin aber auf Champignons ausgewichen, denn ich vertrage keine Steinpilze (ja, ist das nicht schrecklich?). Dafür habe ich das Gratin noch mit Serrano-Schinken gepimpt - wer das mag...

Ihr braucht für 4 Portionen:

  • 5 große Champignons - ich habe braune Champignons verwendet
  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 50 g Butter plus 1 EL für die Form
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400 ml Schlagsahne
  • 250 ml Vollmilch
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • 2 EL grob geriebenen Gruyère
  • Und evtl. ein paar Scheiben Serrano-Schinken, die ihr unter die Kartoffeln verteilt

Kartoffelgratin mit Champignons


Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Schält die Kartoffeln und schneidet sie in sehr dünne Scheiben - ich habe das mit der Küchenmaschine gemacht. Auch die Champignons habe ich durch die Küchenmaschine gejagt - die haben es aber nicht alle im ganzen überlegt, was aber nichts gemacht hat. Ich habe sie einfach mit den Kartoffeln vermischt und beides dann fächerförmig in einer Tarteform verteilt.
Den Knoblauch schält und halbiert ihr und erhitzt ihn zusammen mit der Milch, der Sahne und der Butter. Den Knoblauch könnt ihr dann herausnehmen - habe ich jedoch nicht gemacht.
Würzt die Mischung mit der Muskatnuss und mit Salz. Gießt die Sahnemischung dann über die Kartoffeln und gebt die Form für 30 Minuten in den Ofen. Dann streut ihr den Käse drüber und gratiniert ihn etwa 10 Minuten, bis er goldbraun ist.
Lecker, oder? Wenn ihr einen bunten Salat dazu macht, habt ihr eine tolle Malzeit.

Kartoffelgratin


Und natürlich braucht ihr einen tollen Wein dazu! Die Empfehlung hier ist Grauburgunder, da dieser meist wenig Säure hat und mit einer nicht gerade leichten Malzeit gut mithalten kann. Aber auch ein leichter Spätburgunder würde gut passen.
Ich habe mich für Grauburgunder entschieden - ich habe nämlich zwei leckere im Haus:
Grauburgunder Kaisermantel vom Weingut Dr. Koehler und Grauburgunder von Karl Müller aus Nordheim in Franken.

               Grauburgunder KaisermantelGrauer Burgunder Karl Müller

Passend zu kräftigen Rotweinen: Gruyère-Kekse mit Thymian

OK, zwei Rezepte mit dem gleichen Käse, werdet ihr vielleicht denken... Aber sie sind einfach beide zu lecker - und wenn man den Käse schon zu Hause hat, ist das doch auch noch praktisch.
Da es gerade im Herbst und Winter fast nichts Schöneres gibt, als mit einem Buch, einem guten Rotwein und etwas leckerem zu Knabbern auf dem Sofa zu kuscheln, habe ich mich für die Kekse entschieden. Und ganz ehrlich: Die sind soooo lecker!

Gruyère-Kekse mit Thymian


Für etwa 30 Stück braucht ihr:

  • 100 g reifen Gruyère
  • 125 g Weizenmehl plus etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • 1 TL Salz
  • 80 g zimmerwarme Butter
  • 1 Eigelb (Größe L)
  • 1 EL frische Thymianblätter 
  • 1 EL kaltes Wasser


Reibt den Käse fein und verknetet ihn mit Mehl, Salz, Butter, Eigelb, Thymian und Wasser zu einem glatten Teig. Rollt diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle mit 4 cm Durchmesser. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und gebt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vor.
Legt ein Blech mit Backpapier aus. Schneidet die Teilrolle in 1 cm dicke Scheiben und legt diese auf das Backblech. evtl. müsst ihr diese noch etwas nachformen. Backt sie dann in 10 bis 15 Minuten goldbraun.

Gruyère-Kekse mit Thymian


Der Weintipp hier: Thymian verbindet sich wohl am besten mit einem südländischen Rotwein. Ich habe mir hier einen Wein aus Italien ausgesucht, eine Entdeckung aus dem Gardasee-Urlaub, ein wahnsinnig geschmeidiger schöner Rotwein: Paradiso vom Weingut Scaia. Alleine das Etikett ist herrlich, denn auf der Rückseite steht - grob übersetzt - geschrieben: Wer gut trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt, kommt ins Paradies. Ist das nicht schön?! Und wenn sowas dann auch noch so lecker schmeckt, fühlt man sich doch schon fast wie im Paradies. Und die Kekse passen perfekt dazu.

Rotwein Scala - Paradiso

Mein Fazit:

Wenn ihr euch selbst etwas Schönes gönnen wollt oder vielleicht ein Geburtstagsgeschenk, oder sogar schon die ersten Weihnachtsgeschenke sucht: Greift zu! Wenn ihr gutes Essen und Wein liebt, ist dieses Buch einfach schön!

Liebste Grüße von Martina

Trauben

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

Verlinkt mit Dienstagsdinge

Donnerstag, 14. September 2017

Filoteig-Pudding-Pfirsich-Muffins

Ihr Lieben,

ich oute mich heute mal: ich bin ein Lebensmittelshopaholic. Noch viel lieber als zum Klamottenshopping, gehe ich Lebensmittel-shoppen. Ich liebe es, durch die Reihen zu schlendern, zu gucken, was es Neues gibt, das frische Obst und Gemüse zu begutachten und mich inspirieren zu lassen. Manchmal übermannt es mich dann aber auch, und ich komme statt mit einem Päckchen Butter mit einem ganzen Korb voller Lebensmittel aus dem Laden heraus. Und zu Hause stelle ich dann wieder völlig überrascht fest: "Mensch, Martina, du bist doch Single. Und du hast wieder für eine Großfamilie eingekauft!" Davon profitieren dann meistens meine Familie und Freunde, da ich dann lieber einmal mehr etwas Leckeres mitbringe, wenn ich zu Besuch komme.
Hin und wieder passiert es dann aber leider doch auch, dass ich den Überblick in meinem Kühlschrank verliere - und dann fällt mir etwas in die Hände, das ich unbedingt schnell verarbeiten muss.
Diesmal standen auf der Liste: Filoteig und Magerquark.
Ok, mal kurz überlegen - was mache ich daraus? Also, Weinbergpfirsiche hätte ich ja auch noch da, die wollen auch gegessen werden.
Also habe ich kurzerhand eine Filoteig-Quark-Pfirsich-Kombination kreiert.
Und da das so lecker war, hab ich heute das Rezept für euch dabei!

Filoteig-Muffins

Für 8 Filoteig-Pudding-Pfirsich-Muffins braucht ihr:

  • 1/2 Päckchen Filoteig (Yufkateig)
  • 1 Päckchen Quark (Magerstufe)
  • 2 EL Mascarpone
  • 2 EL Puddingpulver
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker
  • 3 EL brauner Zucker
  • 3 Weinbergpfirsiche
  • Etwas Zucker und Zimtpulver zum Bestreuen
Filoteig-Muffins

Teilt den Teig in 4 Rechtecke und gebt jeweils zwei der kleinen Teigrechtecke über Kreuz in eine gefettete Muffinform oder in Papierförmchen.
Verquirlt den Quark, die Mascarpone, das Puddingpulver, die Eier, den Vanillezucker und den Zucker mit einem Schneebesen. Gebt dann jeweils etwa 2 EL in die Teigtäschchen.
Schneidet die Pfirsiche in Spalten und verteilt sie auf die Muffins. Zum Schluss streut ihr noch etwas Zucker und Zimt darauf
Dann kommen die Muffins in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. Nach 25 bis 30 Minuten sind die leckeren Pfirsich-Muffins fertig. Abkühlen lassen und einfach genießen.

Filoteig-Muffins

Ich finde, für so eine spontane Resteverwertung lassen sich die Muffins wirklich sehen. Sie eigenen sich perfekt als Süßigkeit bei spontanem Besuch oder spontanen Einladungen. Und nett anzusehen sind sie doch auch, oder was meint ihr?
Aus dem restlichen Teig könnt ihr übrigens eine feine Tarte oder Quiche machen. Eine Rezeptidee habe ich hier für euch - das Gemüse kann man saisonal anpassen und den Blätterteig durch den Yufkateig ersetzen.

Filoteig-Muffins

Wie sieht es bei euch aus? Kauft ihr auch so gerne ein wie ich?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit decorize, Freutag, Samstagsplausch und #sonntagsglück