Freitag, 24. November 2017

In der Weihnachtsbäckerei: Pistazien-Plätzchen

Ihr Lieben,

wenn es um Weihnachtsplätzchen geht, dann mag ich eigentlich am liebsten die unkomplizierten. Ich brauche diese Marmeladen-gefüllten Doppel- oder Dreifachdecker nicht unbedingt. Ich bin zwar immer sehr beeindruckt, wenn ich diese tollen Kunstwerke auf Blogs, bei Instagram und Co. sehe, aber selbst halte ich mich dann doch an die zwar leckeren, aber nicht so aufwendigen Plätzchen.
Das liegt zum einen daran, dass ich finde, dass auch die einfacheren Plätzchen wahnsinnig lecker sein können und man gar nicht so viel Tamtam zu machen braucht. Zum anderen - mir fehlt da einfach auch die Geduld.
Ich kann mich noch an die Backsession mit Mama erinnern, als ich noch klein war. Wir haben immer an Buß- und Bettag gebacken. Früher war das bei uns ein Feiertag für alle, nicht nur für Schulkinder. Und da standen Spritzgebäck, Marillenringe, Spitzbuben, Husarenkrapfen und Co. auf dem Programm. Wir standen den kompletten Tag in der Küche und wir haben Massen gebacken. Am Ende war immer alles voller Mehl, wir selbst haben uns schon süß gefühlt, uns war dezent schlecht und wir hatten einen riesen Hunger auf was Deftiges. Gekocht wurde an dem Tag aber nicht mehr - es gab entweder Pizza oder wir sind Essen gegangen. Und auch wenn wir am Ende wirklich fix und fertig waren - es ist wirklich eine wunderbare Erinnerung.

Inzwischen backen Mama und ich getrennt Plätzchen. Bei ihr gibt es immer noch die etwas aufwendigeren. Und bei mir die unkomplizierten.
Diesmal habe ich eine kleine Ausnahme gemacht. Ein Plätzchen, das ich ausstechen UND auch noch dekorieren muss - also für mich ist das was Besonderes. Aber vielleicht sind sie gerade deshalb auch besonders lecker?
Und wenn ich ehrlich bin: es hat schon auch wirklich Spaß gemacht! Vielleicht komme ich ja doch noch auf den Geschmack?
Aber jetzt hab ich genug erzählt - nun komme ich endlich zum eigentlichen Thema:


Pistazien-Plätzchen mit Weiße-Schokolade-Topping


Pistazien-Kekse


Zutaten für etwa 40 Plätzchen


Für den Teig
  • 100 g Margarine
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • Etwas Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 50 g Puderzucker
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • etwas gemahlenen Piment, Muskat und Nelken
  • 1 Prise Salz
  • 100 g gehackte Pistazien
  • 100 g Mehl

Für die Verzierung
  • einige ganze Pistazien 
  • 200 g weiße Schokolade


Pistazien-Kekse

So geht's

Vermischt alle Zutaten für den Teig zu einem glatten Teig, wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank.
Rollt den Teig dann portionsweise auf einer bemehlten Fläche aus und stecht dann Sterne oder andere Formen, wenn ihr mögt in verschiedenen Größen, aus. Legt die Plätzchen dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech und gebt die Plätzchen etwa 10 bis 12 Minuten in den auf 175°C vorgeheizten Backofen.
Lasst die Plätzchen dann etwas abkühlen und schmelzt in der Zwischenzeit die weiße Schokolade im heißen Wasserbad. Bepinselt die Plätzchen dann großzügig mit der Schokolade und platziert drei Pistazien mittig darauf.
Lasst die Plätzchen gut trocknen, bevor ihr sie in hübsche Plätzchendosen verpackt. Zum Servieren könnt ihr sie noch mit etwas mit Puderzucker bestreuen, das sieht so schön winterliche aus.

Pistazien-Kekse


Wie macht ihr das? Seid ihr eher Künstler oder Pragmatiker, wenn es um Weihnachtsgebäck geht?
Liebste Vorweihnachtsgrüße von Martina

Pistazien-Plätzchen

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Sonntag, 19. November 2017

Leicht beschwipste Apfel-Cranberry-Muffins


Ihr Lieben,

egal, ob man Gäste eingeladen hat, eine große Geburtstagsfeier macht, ein Kaffeekränzchen hält oder einfach Lust auf Kuchen hat - meine allerliebste Lieblings-Gebäck-Form ist und bleibt der Muffin. Ein Muffin hat einfach die perfekte Größe, man hat das Gefühl, dass man seinen eigenen kleinen Kuchen genießt - und falls einer nicht reicht, ist gegen einen zweiten ja auch nichts einzuwenden.
Und wenn in dem Muffin dann noch Äpfel drin stecken, dann ist für mich mein Kuchenglück perfekt.
Also ist es kaum verwunderlich, dass ich Muffins ins Rennen schicke, wenn es bei Zimtkeks&Apfeltarte heißt: Backe mir deinen liebsten Geburtstagskuchen. 

Rezept für leicht beschwipste Apfel-Cranberry-Muffins


Leicht beschwipste Apfel-Cranberry-Muffins


Zutaten für ca. 12 Muffins

  • 2 Äpfel
  • 2 bis 3 EL getrocknete Cranberries
  • 50 g Mandelstifte
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Marsala
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 80 g brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g weiche Butter oder Margarine
  • 2 Eier
  • 125 ml Milch
  • Evtl. etwas Krokant zum Bestreuen 

Leicht beschwipste Apfel-Cranberry-Muffins

So geht's

Wascht, schält und entkernt die Äpfel und schneidet sie in Stücke. Gebt sie zusammen mit den Cranberries, den Mandelstiften, dem Zitronensaft, 1 TL Zucker, dem Zimt und dem Marsala in ein Schälchen, vermengt alles gut und lasst es etwas durchziehen.

Vermischt das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver.
Rührt die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker cremig und gebt dann die Eier hinzu. Dann gebt ihr nach und nach die Mehlmischung und die Milch hinzu und verrührt alles zu einem glatten, aber flüssigen Teig. Rührt dann die Apfel-Cranberry-Mischung unter und gefüllt damit die Muffinförmchen. Bitte nur etwa zu 2/3 befallen, denn die Muffins wachsen im Ofen ein wenig. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Muffins noch mit etwas Krokant bestreuen. 
Gebt die Förmchen dann für etwa 30 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen.
Wenn ihr mögt, könnt ihr die Muffins mit etwas geschlagener Sahne servieren. 


Leicht beschwipste Apfel-Cranberry-Muffins



Da ich alle meine Kuchen noch brav mit der Hand oder dem Handrührgerät anrühre und doch sooo gerne eine Kitchen Aid hätte, schicke ich meine beschwipsten Muffins ins Rennen - vielleicht hab ich ja Glück.


Gewinnspiel


Habt ihr auch einen Lieblingskuchen?
Liebste Grüße von Martina

Dienstag, 14. November 2017

Cremiges Kürbis-Champignon-Risotto

Ihr Lieben,

viele trauen sich an Risotto ja nicht so heran. Man hört, es ist aufwendig, man muss immerzu rühren, es dauert lange. Ja, das stimmt schon - Risotto muss mit Liebe und Geduld gemacht werden. Aber ganz ehrlich: Es lohnt sich! Ein cremiges, geschmacksintensives Risotto ist einfach so was Feines. Und da es das ja auch nicht bei jedem Italiener gibt, muss man sich einfach mal selbst heran wagen.
Ich war vor Kurzem bei einem Kochkurs, da wurde auch ein Risotto zubereitet - und zwar nicht, wie ich das sonst gemacht habe, in einem Topf, sondern in einer Pfanne. Ich war davon total begeistert, es klappt so nämlich noch viel besser. Die Fläche ist größer, man hat die Flüssigkeit besser unter Kontrolle, die Reiskörner werden besser bedeckt - also wirklich ein top Tipp!

Ich mache Risotto in der Regel gerne als Beilage, zum Beispiel zu Saltimbocca oder auch gebratenem Lachs. Heute habe ich aber ein Rezept für euch dabei, dass sich auch super als Malzeit an sich eignet. Dennoch habe ich noch einen Garnelen-Champignon-Spieß in der Grillpfanne dazu gebraten - weil eben lecker und weil eben auch hübsch.

Rezept für cremiges Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen


Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen

Zutaten für 2 Portionen Risotto

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 1 Stange Lauch, geputzt und in dünne Ringe geschnitten
  • 200 g Risotto-Reis
  • 150 ml Weißwein, zum Beispiel Grauburgunder
  • 600 ml Fond nach Wahl, ich habe 300 ml Rinder- und 300 ml Hühnerfond genommen
  • 6 Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Kürbis-Champignon-Risotto

Zutaten für 6 Garnelen-Champignon-Spieße

  • 12 Garnelen
  • 3 Champignons, geputzt und halbiert
  • Salz und Pfeffer

Garnelen-Champignon-Spießchen

So geht's

Wascht den Kürbis, halbiert ihn, entfernt die Kerne und schneidet ihn in Spalten. Gebt ihn in eine Auflaufform, gebt etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber und gebt die Form bei 200°C etwa 15 bis 20 Minuten in den Ofen. Danach püriert ihr die Spalten.
Gebt etwas Olivenöl in eine Pfanne, dann kommen zunächst der Lauch und dann der Risotto-Reis hinzu. Bratet alles kurz an und löscht dann zunächst mit etwas Wein ab. Und bitte nehmt wirklich guten Wein. Ich kann es nicht oft genug sagen, denn der Geschmack wirkt sich direkt auf euer Essen aus. Reduziert die Hitze, so dass der Reis immer leicht köchelt. Nun heißt es immer wieder Umrühren und immer wieder Flüssigkeit Hinzugeben, so dass der Reis bedeckt ist. Hat der Reis die Flüssigkeit aufgesogen, gießt ihr wieder nach. Und immer wieder Rühren. Am besten macht ihr das mit einem Holzlöffel, sonst zerkratzt ihr die Pfanne. Gebt dann nach etwa 15 Minuten die Champignons und das Kürbispüree hinzu. Und nicht die Flüssigkeit und das Rühren vergessen - solange, bis der Reis gar ist und das Risotto schön cremig. Dann gebt ihr den Parmesan hinzu und schmeckt dann mit Salz ab. 
Während das Risotto dann zu Ende köchelt, könnt ihr die mit Salz und Pfeffer gewürzten Spieße in der Grillpfanne von beiden Seiten braten.

Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen


Fertig ist ein wunderbares Essen, das nicht nur toll aussieht, sondern auch fantastisch schmeckt.

Kocht ihr selbst Risotto und habt ihr ein Lieblingsrezept?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit FreutagMmi und decorize

Dienstag, 7. November 2017

Ein fränkisches Adventsschmankerl - Rezept für herzhafte Plätzchen

Ihr Lieben,

ich freue mich so, dass ich heute an der Reihe bin bei dem schönen Blogger-Event von Frankens Foodblogger: Unsere fränkischen Adventsschmankerl! 7 Blogger aus Franken stellen euch Leckereien für die Vorweihnachtszeit vor und verkürzen so die Wartezeit auf die schöne Weihnachtszeit: Plätzchen, gebrannte Mandeln, heiße Kokosmilch - es ist sicher für jeden etwas dabei!

Und ich mache heute den Gegenpart zu all dem Süßen und stelle euch meine herzhaften Plätzchen vor. Denn vielleicht geht es euch ja wie mir: Ich liebe all die süßen Genüssen um Weihnachten herum. Aber ich komme jedes Jahr an den Punkt, an dem es mir dann zu süß wird. Dann bin ich froh, wenn ich etwas salziges, herzhaftes schmecke. Also sind da herzhafte Plätzchen doch eine super Auszeit für den Gaumen, oder? Außerdem sind meine Plätzchen sogar ein bisschen gesund, denn sie sind mit Chiasamen verfeinert, für einen leichten Crunch und weil es gut aussieht, und mit Kürbis- und Sonnenblumenkernen verziert - gegen das völlig schlechte Gewissen zur Vorweihnachtszeit.
Danach freue ich mich aber natürlich gleich wieder auf Lebkuchen und Co.

Rezept für herzhafte Weihnachtsplätzchen

Herzhafte Plätzchen

Zutaten für ca. 40 Plätzchen:

  • 300 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL feines Meersalz
  • 125 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 80 g Ziegenfrischkäse mit Kräutern
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Chiasamen
  • 1 Eigelb
  • Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne zum Bestreuen
  • geriebenen Parmesan zum Bestreuen

Herzhafte Plätzchen

So geht's

Vermischt das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz und gebt dann die übrigens Zutaten hinzu. Vermengt alles, zu anfangs am besten mit einer Teigkarte, dann mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig. Je nachdem wie groß die Eier sind, braucht ihr evtl. noch etwas Mehr, damit der Teig nicht zu klebrig wird. Natürlich könnt ihr den Teig auch in der Küchenmaschine herstellen, aber ich arbeite gerne mit den Händen, denn dann spüre ich direkt, wann der Teig perfekt ist.
Rollt den Teig dann auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick aus und stecht die Plätzchen mit Ausstechern aus. Diese gebt ihr dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.
Verquirlt das Eigelb etwas und bestreicht die Plätzchen damit. Dann gebt ihr Sonnenblumen- und Kürbiskerne darauf. Drück die Kerne am besten leicht fest. Dann betreut ihr die Plätzchen mit Parmesan und gebt das Blech für etwa 15 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen.

Herzhafte Plätzchen


Fertig sind leckere, herzhafte Plätzchen zum Selbernaschen und Verschenken! Bringt doch mal welche mit, wenn ihr zur Weihnachtszeit eingeladen seid - die Gastgeber freuen sich bestimmt auch, wenn sie nicht nur Süßes bekommen.

Herzhafte Plätzchen


So, und jetzt schaut auch mal bei den anderen Bloggern vorbei! Sie haben tolle Leckereien für euch!

Unsere fränkischen Adventsschmankerl





Auf eine herrliche und genussvolle Vorweihnachtszeit!
Liebste Grüße von Martina

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Freitag, 27. Oktober 2017

Ein HochgeNUSS - Maronen-Creme-Suppe

Ihr Lieben,

die liebe Ina von INA IS(S)T hat mal wieder ein tolles Blogevent ins Leben gerufen: Es geht um Nüsse - egal ob Haselnuss, Pistazie oder Mandel. Der treffende Name ist: HochgeNUSS. Es werden leckere Rezepte rund um die knackigen Leckereien gesucht. Da gehe ich doch mit einer meiner liebsten Nüsse ins Rennen - der Esskastanie oder auch Maroni.
Ich liebe es, heiße Maroni auf dem Weihnachtsmarkt zu naschen. Aber sie schmecken mir auch ganz wunderbar als Suppe! Und genau diese Suppe möchte ich euch heute zeigen. Ich gebe zu, das ist keine dieser leichten Suppen, die zum Abnehmen geeignet sind. Nein, diese Suppe eignet sich einfach nur zum Schlemmen und Genießen! An die Kalorien solltet ihr dabei nicht denken. Aber immerhin ist der Fettgehalt von Esskastanien geringer als der anderer Nüsse. Das ist doch schon mal was, oder? Außerdem macht die Suppe satt, also ist man nach einem Teller Suppe einfach glücklich.

Rezept für leckere Maronen-Creme-Suppe 


Maronen-Creme-Suppe

Die Zutaten

Für 2 Teller leckere Maronen-Creme-Suppe braucht ihr:

  • 200 g gegarte Maronen - ihr könnt natürlich auch frische Maronen nehmen und im Ofen rösten, aber so geht es schneller
  • 1 große Kartoffel
  • 1 Stange Lauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml Portwein
  • 200 ml Rinderfond - oder auch Geflügel- oder Gemüsefond
  • ca. 100 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Maronen-Creme-Suppe

So geht's

Schält die Kartoffel und schneidet sie in kleine Würfel. Putzt den Lauch und schneidet ihn in Ringe. Die Maronen hackt ihr grob.
Erhitzt das Öl in einem Topf und bratet den Lauch darin leicht an. Dann kommen die Kartoffeln und dann die Maronenstückchen hinzu. Kurz mit anbraten und dann mit dem Portwein ablöschen. Gebt dann den Fond hinzu und noch etwas Wasser und lasst alles für etwa 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffelstückchen gar sind. Dann püriert ihr alles mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe. Gebt dann die Sahne hinzu und, falls euch die Suppe zu dick ist, noch etwas Wasser. Lasst die Suppe noch einmal gut aufkochen und schmeckt dann mit Salz und Pfeffer ab. Fertig!
Ich verfeinere die Suppe gerne noch mit etwas geschlagener Sahne - sieht hübsch aus und macht die Suppe noch mal cremiger.

Maronen-Creme-Suppe


Klingt lecker? Ist auch lecker!
Bis jetzt war zumindest jeder begeistert, der die Suppe probiert hat.
Natürlich kann man auch eine vegetarische oder auch vegane Variante daraus kochen. Aber ich mag sie gerne mit Rinderfond, weil sie dann noch etwas kräftiger schmeckt.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst mich doch gerne wissen, wie euch die Maronen-Creme-Suppe geschmeckt hat!
Liebste Grüße von Martina


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Freitag, 20. Oktober 2017

[Buchrezension] Selbstgemacht im Glas - Zum Einkochen, Mitnehmen & Verschenken

Ihr Lieben,

wer hier hin und wieder mal mit liest, der weiß, dass ich total gerne Marmelade/Konfitüre und Chutney einkoche. Bei Marmelade ist das so eine Sache, denn ich esse selbst kaum Marmelade. Aber es macht mir so großen Spaß, sie zu kochen. Ich finde es einfach immer faszinierend, wenn man aus Lebensmitteln plötzlich etwas ganz anderes zaubert. Und bei Konfitüre hat man dann noch den großen Vorteil, dass man jederzeit etwas Kleines zum Verschenken zu Hause hat. Genauso ist es bei Chutney, mit dem Unterschied, dass ich Chutneys durchaus gerne selbst esse und eher aufpassen muss, dass etwas zum Verschenken übrig bleibt.
Vor diesem Hintergrund ist es wohl kaum verwunderlich, dass ich mich total über das Rezensionsexemplar von "Selbstgemacht im Glas - zum Einkochen, Mitnehmen & Verschenken" von Nikolaus Tomsich gefreut habe. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Brandstätter Verlag.

Meine eingemachten Leckereien

Das Buch "Selbstgemacht im Glas"

Es gibt ja einige Bücher mit dem Thema "Gruß aus der Küche", die auch viele Tipps für Leckeres im Gläser beschreiben. Wodurch sich dieses Buch von den anderen unterscheidet? Man lernt zusätzlich, wie man richtig einkocht und so Lebensmittel haltbar macht. Und genau damit beginnt das Buch auch, mit einer Übersicht über die verschiedenen Arten, Lebensmittel haltbar zu machen. Eine Übersicht über eine Doppelseite gibt zum Beispiel einen tollen Überblick darüber, welches Produkt man am besten wie einkocht. Und dabei wird nicht davon ausgegangen, dass jeder einen Einkochautomaten hat, sondern es wird auch beschrieben, wie das im Backofen oder auch im Kochtopf/Schnellkochtopf klappt. Auch die verschieden Gläserarten und Deckel werden ausführlich beschrieben. Ich habe da noch einiges lernen können. Besonders gefreut hat mich dabei, dass auch beschrieben wird, wie man Pesto haltbar macht. Nämlich mit der Kopfraum-Pasteurisierung: Man legt den Deckel mit der lackierten Seite nach unten für etwa 2 bis 5 Sekunden auf eine warme, nicht zu heiße Herdplatte. Vorsicht, der Deckel wird dann schon sehr warm, nehmt ihn dann mit einem Kochhandschuh und verschließt das Glas bis zum ersten Druckpunkt, maximal ein Drittel des Gewindeganges. Der Deckel zieht dann nach kurzer Zeit ein Vakuum und das Glas ist fest verschlossen. Toll oder?


Buchcover Selbstgemacht im Glas

Der Aufbau des Buches

Nachdem man einen Überblick über die verschiedenen Arten des Haltbar-Machens bekommen hat, folgen leckere Rezepte. Zunächst werden Rezepte gezeigt. die man im Glas zubereitet, wie zum Beispiel Overnight Oats, oder im Glas transportiert, zum Beispiel Salate. Dann folgt ein großes Kapitel zum Thema Haltbar-Machen. Dieses ist unterteilt in die Abschnitte Würzsoßen, Eingelegt&Fermentiert, Wurst&Fleisch, Obst im Glas, Brot&Kuchen aus dem Backofen, Sirupe&Liköre und Salze&Zucker.
Nach jedem Rezept gibt's eine Empfehlung fürs Pasteurisieren. 
Das Buch schließt im Kapitel "Zu guter Letzt" mit einem Überblick über das Einkochen von Gemüse und einem zu Flaschen und Verschlüssen.

Meine Testrezepte

Wie immer musste ich natürlich gleich ein paar Rezepte ausprobieren.
Angefangen habe ich mit einem Basilikum-Pesto. Hier habe ich jedoch auf mein eigenes Rezept zurückgegriffen, aber die Kopfraum-Pasteurisierung habe ich ausprobiert und das hat gut geklappt!

Basilikum-Pesto


Also komme ich mal zu den beiden neuen Rezepten:

Rezept 1 - Wiener Saftgulasch

Die Zutaten für 4 Gläser à 500ml

  • 600 g Rindfleisch aus der Schulter, in kleine Stücke geschnitten
  • 3 EL Öl
  • 600 g Zwiebeln, fein gehackt
  • 15 g edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 TL scharfes Paprikapulver
  • 1 TL Essig
  • 70 ml Wasser
  • Salz
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL zerstoßenen Kümmel
  • 1/2 TL zerstoßene Fenchelsamen
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 500 ml Gemüsebrühe

Wiener Saftgulasch

Die Zubereitung:
Erhitzt das Öl in einem tiefen Topf und dünstet die Zwiebeln darin bei milder Hitze sehr weich und glasig an. Gebt das edelsüße und das scharfe Paprikapulver hinzu und erhitzt diese nur einen Moment, sonst wird es bitter. Verrührt den Essig mit dem Wasser und gebt die Mischung zu den Zwiebeln. Nun kommt auch das Fleisch hinzu, das ihr mit Salz würzt.
Mischt Knoblauch, Kümmel, Fenchel und Thymian unter und lasst dann das Fleisch bei milder Hitze etwa 40 Minuten im eigenen Saft dünsten. Rührt dabei ab und an um. Beim Dünsten entsteht reichlich Fleischsaft. Aber lasst das Gulasch nicht zu stark kochen.
Gießt dann die Gemüsebrühe annum lasst alles nochmals 5 Minuten köcheln. Füllt das Gulasch dann in sterilisierte Gläser ab, wobei ihr die Gläser nur zu zwei Dritteln füllt und dann verschließt. Dann wird das Gulasch bei 100°C in 120 Minuten sterilisiert. Ich habe das im Backofen gemacht. Dazu habe ich ein Backblech mit hohem Rand mit Wasser gefüllt und auf der untersten Schiene in den Backofen geschoben. Die geschlossenen Gläser habe ich ins Wasserbad gestellt, wobei ich darauf geachtet habe, dass die Gläser die Wände des Backofens nicht berühren. Die Einkochzeit beginnt, wenn die Einhochtemperatur, in diesem Fall 100°C, erreicht ist.
Lasst die Gläser dann abkühlen und lagert sie bei 2 bis 6 °C im Dunkeln.


Rezept 2 - Brot mit Oliven, Tomaten und Rosmarin

Die Zutaten für 5 Gläser à 500 ml

  • 250 g Weizenmehl
  • 250g feines Weizenvollkornmehl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 - 300 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g getrocknete Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
  • 20 g grüne Oliven in kleine Stücke geschnitten
  • 20 g schwarze Oliven, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 TL getrockneter Rosmarin, gehackt
  • Etwas Olivenöl für die Gläser

Brot im Glas

Die Zubereitung
Vermischt Mehl, Vollkornmehl, Salz, Zucker, Trockehefe, Olivenöl und Wasser. Gebt die Tomaten, die Ölvene und den Rosmarin hinzu und verknetet alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Lasst diesen nun zugedeckt 90 Minuten gehen. Knetet ihn dann nochmal durch und lasst ihn weitere 30 Minuten gehen.
Heizt den Backofen auf 200°C vor. Streicht die Gläser mit Olivenöl ein und füllt sie bis zur Hälfte mit Teig. Backt diesen nun etwa 50 Minuten offen.
Nehmt die Gläser dann aus dem Ofen und verschließt sie sofort mit den Deckeln.
Wenn ihr das Brot servieren möchtet, nehmt es kurz vorher aus dem Glas, schneidet es in Scheiben und toastet es. Lecker!

Brot im Glas

Mein Fazit

Das Buch gibt einen tollen Überblick über die verschiedenen Formen des Haltbar-Machens, ich konnte noch einiges dazulernen. Die Rezepte sind toll, und es gibt auch Ideen für Leckereien, die im Glas transportiert, aber eben nicht eingemacht werden. Die Fotos sind sehr schön und machen Lust darauf, die Rezepte auszuprobieren. Der Einband ist sehr hübsch und auch unter dem Umschlagspapier sehr wertig gestaltet.
Man hält hier einfach ein schönes Info- und Kochbuch in den Händen.

Ein Blick ins Buch

Bei den Einmachrezepten gibt es jedoch eine Sache, die mir fehlt: Ein Hinweis darauf, wie lange die Speisen haltbar sind.


Wie ist das bei euch? Kocht ihr gerne ein? Habt ihr schon mal fermentiert?
Liebste Grüße von Martina

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

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Samstag, 14. Oktober 2017

La dolce vita in Malcesine - Tipps für den Gardasee

Ihr Lieben,

als ich noch jünger war, fand ich es immer furchtbar langweilig, wenn Leute immer wieder am gleichen Ort Urlaub machten. Ich dachte mir immer: Mensch, es gibt doch so viele schöne Städte/Länder/Gegenden, die man sich ansehen muss. Da muss doch mal Abwechslung rein!
Und auch, wenn ich das Glück habe, schon wirklich nicht so wenig von der Welt gesehen haben zu dürfen, gibt es immer noch einige Wunsch-Reisziele auf meiner Liste.
Dennoch habe ich es inzwischen auch zu schätzen gelernt, wie schön es ist, an einem Ort Urlaub zu machen, wo man sich auskennt, wo man weiß, wo es schön ist, wo man nicht mehr auf Biegen und Brechen das Touri-Programm herunterreißen muss.
Und so habe ich mit der Zeit ein paar solcher Lieblingsorte für mich entdeckt. Einer davon, ein wirklicher Herzensort, zu dem ich wirklich immer wieder gerne reise, ist Malcesine am Gardasee.
Wenn man die Ausfahrt Rovereto Süd nimmt und dann über die Berge langsam zum See hinunter fährt, wird es mir warm ums Herz. Es fühlt sich wirklich an, wie Heimkommen.
Ich liebe den Gardasee einfach, es ist so ein wunderbares Fleckchen Erde. Und Malcesine ist für mich der schönste Ort am Lago. Man hat da einfach alles: Schöne Strände, die Berge, tolle Restaurants, eine schöne Weinbar, kleine, romantische Gässchen, ein schönes Castello, das schöne Goethe geliebt hat, kleine Lädchen mit schicker Mode - keine Ketten, die man überall sieht, und und und.
Und obwohl ich nun schon ein paar Mal in Malcesine war, entdecke ich doch immer wieder etwas Neues.

Castello Scaligero Malcesine
Castello Scaligero Malcesine

Am allerliebsten fahre ich mit einer lieben Freundin zum Gardasee. Wir kennen uns schon lange über gemeinsam Freunde. Aber wir hatten es nie geschafft, mal einen Kaffee zusammen trinken zu gehen, obwohl wir uns das bei jedem Aufeinandertreffen vorgenommen haben. Auf der Hochzeit einer Freundin haben wir wieder darüber geredet - und uns letztlich gesagt: Ach, Kaffee trinken kann doch jeder! Wir fahren einfach gleich zusammen weg! Und so kam es tatsächlich: Unser erstes "Date" war ein Urlaub in Malcesine! Und es war fantastisch! Wir sind die perfekten Urlaubspartner, mögen beide ein ausgewogenes Verhältnis aus Aktivität und Entspannung, lieben die Sonne und gutes Essen, gehen gerne mal shoppen, aber nicht zu viel und trinken gerne Wein und Prosecco. Wir beide zusammen erleben einfach den perfekten Mädelsurlaub!
Und so war es auch dieses Jahr wieder ein Traumurlaub! Alles hat gepasst: Das Wetter, das Hotel, die Herzlichkeit der Leute, denen wir begegnet sind.
Ach, ich komme schon wieder ins Schwärmen...
Aber nun kommen endlich mal ein paar Tipps für euch, wenn ihr auch einen Urlaub am Gardasee plant.

Tipps für die Übernachtung

In Malcesine finden sich verschiedenste Unterkünfte für verschiedenste Wünsche und Geldbeutel, von Ferienwohnung, B&Bs und einfachen Hotels bis hin zu schicken und teuren Hotels.
Wenn ihr Lust habt, euch komplett selbst zu versorgen und dafür mitten in der Stadt zu wohnen, kann ich euch die Casa Cressotti empfehlen - bucht aber unbedingt eine Wohnung mit Seeblick! Die Familie betreibt noch weitere Unterkünfte, die auch zentral gelegen sind.
Wir haben uns diesmal ein schönes Hotel gegönnt - und haben uns total verliebt! Das Ambienthotel Prima Luna ist perfekt gelegen, man läuft in nicht mal 10 Minuten an der Uferpromenade durch die Stadt, hat von den Balkonen mit Seeblick einen herrlichen Ausblick, es gibt ein leckeres und reichhaltiges Frühstück und der Betreiber und das ganze Team sind super herzlich!

Hotel Prima Luna Malcesine
Blick vom Balkon des Ambienthotel Prima Luna
Lasst euch auch Wein vom Chef empfehlen - vielleicht entdeckt ihr die eine oder andere Leckerei!
Vom Pool aus sieht man den Gardasee, zu dem man über Treppen auch ganz leicht gelangt - dabei geht es vorbei an der Poolbar, die zu einem leckeren Prosecco im Sonnenschein einlädt - herrlich! Uns hat es da super gut gefallen, nächstes Jahr werden wir sicher wiederkommen!

Prosecco mit Blick auf den Gardasee
Prosecco mit Blick auf den Gardasee

Tipps für Gaumenfreuden

Wir haben in Malcesine zwei Lieblingsplätze: Ein Restaurant und eine Weinbar.
Im Restaurant Al Marinaio wird man herzlich empfangen, bekommt super leckere Pastagerichte und sitzt ganz wunderbar am Porto Vecchio.
Besonders zu empfehlen: Der Meeresfrüchtesalat und die Spaghetti mit Meeresfrüchten.

Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio
Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio

Wenn man Glück hat, ergattert man einen der kleinen Tische direkt vor der Weinbar Bottega del Vino  und bekommt von Nicola leckeren Wein empfohlen. Auch eine Pizza kann man sich durchaus schmecken lassen.
Auch sehr nett mitten in der Stadt gelegen ist das Ristorante Aristotele. Die Pizza schmeckt lecker, der Wein auch, der Grappa ist super - und die Bedienung...hat einen bizarren Charme (also, der Herr des Hauses). Egal, was wir uns ausgesucht haben, er sagte nein und hat uns etwas anderes empfohlen. Dabei hat er keine Miene verzogen. Es war zu lustig! Am Ende war er aber doch total herzlich, hat uns zum Abschied gedrückt - und wir werden gerne wieder hingehen!

Ausflugstipps

Monte Baldo - oder: Muss man sich das antun?

Wir hatten uns jedes Jahr vorgenommen, auf dem Monte Baldo zu wandern. Bislang hat uns die lange Schlange an der Seilbahn davon abgehalten. Doch diesmal sind wir das Projekt angegangen und dachten sogar, wir hätten Glück, weil nicht so viel los war Weit gefehlt! Die Warteschlange wird nur durch diverse Schikanen clever versteckt - wir haben doch über eine Stunde angestanden, bis es endlich bergauf ging. Zu diesem Zeitpunkt haben wir es sehr bereut, nicht den Wanderweg nach oben genommen zu haben (dass das keine gute Alternative gewesen wäre, sollten wir noch erfahren). Oben angekommen, zog es sich zu - also leider kein ganz fantastischer Ausblick auf den See. Wir sind dann losgewandert, haben uns einen der ausgeschriebenen Wanderwege ausgesucht, um schnell zwei Dinge festzustellen: 1. Die Wege auf dem Monte Baldo sind nicht wirklich gut ausgeschildert. 2 Wir haben uns einen unschönen Weg ausgesucht, der durch den Wald sehr steinig und kraxelig steil nach unten ging. Wir haben dann zwar noch eine Abzweigung genommen, die dann wieder steil nach oben ging und so doch noch einen schönen Blick erhascht.

Blick vom Monte Baldo
Blick vom Monte Baldo

Aber danach ging es, bis auf ein kleines, wirklich schönes Stück über eine Bauernwiese, die ganze Zeit sehr steil bergab, zum großen Teil auch noch auf Asphalt. Wir haben uns so bis zu Mittelstation gequält und sind dann mit der Gondel nach unten gefahren. Die Knie und die Beine haben gewimmert - wir hatten zwei Tage lang schlimmen Muskelkater. Ein Pärchen, das wir unterwegs getroffen hatten, hat sich den ganzen Weg nach unten gewagt und meinte, das Stück von der Mittelstation bis zum Tal sei noch schlimmer gewesen. Also: spart euch das! es lohnt sich nicht! Es gibt genug schöne Wanderregionen rund um den Gardasee. Der Monte Baldo muss es nicht unbedingt sein.

Fahrradtour am Gardasee

Man kann sich am Gardasee in fast jedem Ort Fahrräder ausleihen. Die Auswahl reicht von Citybikes über Tourenräder, Mountainbikes, bis hin zu E-Bikes. Zum Teil kann man schön entspannt am See entlang fahren, zum Teil muss man aber auch auf die Straße ausweichen, was dann nicht immer ganz so schön ist, wenn viel Verkehr ist. Wir sind dieses Jahr von Malcesine nach Garda geradelt. Das sind hin und zurück 55km und man sollte sich Zeit nehmen und nicht umfit sein. Alternativ kann man von Garda auch mit dem Schiff zurück fahren. Erkundigt euch aber unbedingt vorher, denn nicht auf alle Schiffe darf man Fahrräder mitnehmen.

Garda am Gardasee
Garda am Gardasee

Spaß macht eine Fahrradtour aber auf jeden Fall. Mit dem Auto ziehen sich die Wege oft, wenn viel Verkehr ist, und mit dem Fahrrad radelt man dann so entspannt dahin. Garda ist auch auf jeden Fall einen Besucht wert - es gibt viele Restaurants direkt an der Strandpromenade und in den verwinkelten Gässchen. Allerdings ist in Garda auch immer gut was los.

Uferpromenade Gardasee
Uferpromenade Gardasee

Märkte

Am Gardasee findet jeden Tag mindestens in einem Städtchen ein Markt statt. Auf den Märkten finden sich allerlei Taschen, Klamotten und Schnickschnack. Am schönsten finde ich die Märkte in Bardolino und Limone. Aber letztlich finden sich auf allen Märkten so ziemlich dieselben Sachen. Wenn ihr also ein Schnäppchen machen wollt, Mitbringsel braucht oder Taschen liebt, dann lohnen sich die Märkte auf jeden Fall! So ein bisschen bummeln macht doch immer Spaß.

Natürlich gibt es noch vieles mehr, was man am Gardasee unternehmen kann. Besucht doch mal ein Weingut im Lugano-Gebiet. Wenn das Wetter schlecht ist, geht in Sirmione in die Therme. Oder fahrt nach Verona, gönnt euch eine Stadtführung und verbringt einen Abend in der Arena di Verona. Es wird euch sicherlich nicht langweilig.

Sonnenuntergang am Gardasee
Abendstimmung am Gardasee

Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren. Oder geht es euch vielleicht sowieso schon so wie mir und ihr seid verliebt in den Gardasee?

Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit Samstagsplausch und #sonntagsglück

Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Herbstküche startet mit einer Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Ihr Lieben

jede Jahreszeit hat leckere Sachen im Repertoire. Im Frühjahr freue ich mich auf Spargel und Bärlauch, im Sommer auf Tomaten und Beeren. Und im Herbst? Ach da kann ich mich dann immer gar nicht entscheiden! Kürbis, rote Beete, und und und.
Das ist das Schöne daran, wenn man vorwiegend saisonal und regional kocht, dann freut man sich so viel mehr, wenn Gemüse Saison hat. Und ganz ehrlich: Dann schmecken die Sachen auch besser!
Momentan findet man wieder überall verschiedenste Kohlsorten - und ich fange heute mal an mit dem Blumenkohl.

Blumenkohl ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten etwas leichter verdaulich, ist reich an Vitamin C und hat jede Menge Mineralstoffe.
Es gibt viele tolle Rezepte rund um Blumenkohl - ich mag ihn total gerne als Salat oder auch überbacken aus dem Ofen. Aber am liebsten mag ich ihn eigentlich als Suppe.
Und heute habe ich eine Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe für euch dabei.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Für einen großen Topf voll leckerer Suppe braucht ihr:


  • 1 großen Blumenkohl
  • 1 große Stange Lauch (bekommt ihr keine große, nehmt ihr eben zwei kleine
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Muskat
  • 1cm Ingwer - in kleine Würfel geschnitten
  • 2 bis 3 TL Gemüsebrühepulver (am besten ist natürlich selbst gemachtes)
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml Sahne
  • 1 L Wasser


Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Und so geht's:

Schneidet die starren Blätter vom Lauch ab und schneidet die Stange dann in der Mitte auf. Fächert die Schichten dann etwas auf und wascht den Lauch unter fließendem Wasser, dann schneidet ihr ihn in Ringe.
Schneidet vom Blumenkohl den Strunk und die Blätter ab und wascht in. Die Kartoffeln schält ihr und schneidet sie ihn kleine Würfel.
Gebt Öl in einen hohen Topf und bratet zunächst den Lauch, dann die Kartoffeln darin an. Dann schneidet ihr die Blumenkohlröschen dazu und gebt Ingwer, Kurkuma und Muskat mit in den Topf. In der Zwischenzeit bringt ihr das Wasser im Wasserkocher zum Kochen und löscht das Gemüse damit ab. Dann kommen noch Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe hinzu. Nun lasst ihr das Gemüse etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffel und der Blumenkohl gar sind. Dann püriert ihr alles zu einer Suppe, schmeckt mit der Sahne ab, nehmt euch einen großen Suppenteller, gebt die Suppe hinein und packt euch damit aufs Sofa, unter eine weiche Decke.
Naja, ok... vielleicht deckt ihr doch den Tisch... aber manchmal - muss ich zugeben - mache ich genau das, wenn es draußen ungemütlich ist.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Wie esst ihr Blumenkohl am liebsten? Und esst ihr manchmal auch einfach auf dem Sofa?
Liebste Grüße von Martina

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

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Freitag, 6. Oktober 2017

Hefeteig, Honig und Apfel - oder einfach leckeres Apfel-Honig-Brot

Ihr Lieben,

ich liebe Apfelkuchen. Ich hab das sicherlich schon das eine oder andere Mal gesagt. Aber das macht nichts, denn diese Apfelkuchenliebe ist wirklich groß. Für mich ist Apfelkuchen ein Seelentröster. Der Duft von Äpfeln, die im Ofen brutzeln, erinnern mich an meine Kindheit. Es fühlt sich heimelig an, und einfach gut. Wenn nichts mehr geht - Apfelkuchen geht immer.
Und dabei gibt es für mich nicht das eine Rezept und ich mag nur das. Nein, ich bin da schon flexibel. Wobei ich schon sagen muss, dass es den leckeren Apfelkuchen meiner Mama durchaus etwas öfter geben könnte (mal sehen, ob sie mitliest - vielleicht kappt's ja mit der Bestellung...).
Heute habe ich ein neues Rezept für euch dabei - ein Zufallsrezept. Denn eigentlich war das Rezept als Honigbrot gedacht. Aber Hefeteig und Honig? Also, wenn da Apfel nicht hervorragend dazu passt, oder?

Apfel-Honig-Brot

Inspiriert hat mich mal wieder die Zeitschrift "Lust auf Genuss", die ich wirklich so gerne mag, schon alleine wegen der tollen Fotos.
Aber wie so oft habe ich aus diesem Rezept ein abgewandeltes Ninamanie-Rezept gemacht.

Die Zutaten für 4 kleine Apfel-Honig-Brote


  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 70 ml flüssiger Honig
  • Das Mark zweier Vanilleschoten
  • 80 g Butter
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Etwas Hagelzucker
  • 2 bis 3 Äpfel, geschält und in Würfel geschnitten

Apfel-Honig-Brot

Die Zubereitung

Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Lasst die Butter in einem Topf langsam bei kleiner Hitze schmelzen und anschließend abkühlen. Vermischt 150 ml lauwarmes Wasser mit der lauwarmen Milch, dem Mark der Vanilleschoten und 50 ml Honig und bröckelt dann die Hefe hinein. Vermengt alles gut miteinander. Gebt das Mehl in eine hohe Schüssel, gebt eine Prise Salz, die Butter und Hefemischung hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Lasst den Teig dann etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Bei mir hat es sich wirklich bewährt, den Teig im Ofen bei maximal 30°C gehen zu lassen. Da geht der Teig auf wie eine 1. Gebt dann die Apfelstücke hinzu und verknetet alles noch mal kurz. Formt dann 4 kleine Brote aus dem Teig und legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech - lasst zwischen den Broten Abstand, denn sie gehen noch schön auf.
Verquirlt den restlichen Honig mit dem Eigelb und pinselt die Brote damit ein. Streut dann noch etwas Hagelzucker darüber und gebt die Brote dann für etwa 30 Minuten in den Ofen.
Ihr habt dann ein leckeres "Kaffeebrot", wie meine Großeltern dazu sagen würden, ein leckeres, nicht zu süßes Frühstück oder einfach was Feines für Zwischendurch.

Apfel-Honig-Brot

Anscheinend bin ich mit meiner Apfelkuchenleidenschaft nicht alleine - denn aktuell gibt es das Blogevent "Apfelbäckchen - die große Apfelkuchen-Liebe" von NOM NOMs food und feiertäglich. Schon klar, dass ich da mitmachen, oder?



Wie sieht es bei euch denn mit Apfelkuchen-Liebe aus?
Was zaubert ihr gerne aus Äpfeln?
Liebste Grüße von Martina


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Samstag, 30. September 2017

Kulinarisch auf Vorrat - Zwetschgen-Chutney


Ihr Lieben,

huiuiui - als ich "Zwetschgen-Chutney" gerade ausgeschrieben habe, habe ich erst gemerkt, was für ein Zungenbrecher das ist. Natürlich kann ich auch "Pflaumen-Chutney" schreiben. Aber wenn man es ganz genau nimmt, habe ich für mein Rezept tatsächlich Zwetschgen und keine Pflaumen verwendet.

Zwetschgen-Chutney-Gläser

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, ob es da überhaupt einen Unterschied gibt. Ja, gibt es:
Zwetschgen sind eher länglich, während Pflaumen eher gleichmäßig rund sind. Zwetschgen sind oft von einer dünnen weißen Schutzschicht aus natürlichem Fruchtwachs überzogen. Bei Pflaumen kann man eine durchgehende Furche oder Naht im Fruchtfleisch erkennen, diese fehlt bei Zwetschgen. Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist fester und trockener als das von Pflaumen und der Kern lässt sich leichter entfernen. Der geschmackliche Unterschied: Zwetschgen sind eher süß-säuerlich, Pflaumen sind süßer.
Aber süß-säuerlich passt einfach prima zum Chutney - außerdem haben meine Eltern nun mal einen Zwetschgenbaum und den muss ich natürlich nutzen. Denn was gibt es besseres, als Früchte direkt aus dem eigenen Garten? Und wenn diese dann auch noch unbehandelt sind, ist das doch ein Traum. Dafür muss man eben den einen oder anderen kleinen Wurm in Kauf nehmen und auf ein paar Zwetschgen verzichten.
Die Zwetschgen meiner Eltern sind übrigens die besten auf der ganzen Welt! Meine Mama macht traditionell immer traumhaften Zwetschgenkuchen und mein Papa feines Zwetschgenmus. Und ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Zwetschgen-Chutney probiert. Prädikat: LECKER!

Aber zurück zur Überschrift des Posts: "Kulinarisch auf Vorrat" - das ist nämlich das aktuelle Blogevent von Vergissmeinnicht. Und da bin ich natürlich dabei!


Blogevent "Kulinarisch auf Vorrat"

Mein Rezept für Zwetschgen-Chutney

Zubereitungszeit: 1 Stunde
Portionen: 7 Gläser



Zwetschgen-Chutney-Glas

Die Zutaten:

  • 1 kg Zwetschgen (mit Kern)
  • 4 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 70 g Cashewkerne
  • 2 TL gelbe Senfsaat
  • 1 TL Kurkuma - gerieben
  • 1 TL Fenchelsaat - leicht zerstoßen
  • 1 TL Koriandersaat - leicht zerstoßen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Sternanis
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 250 g brauner Zucker
  • ca. 3 EL Rotweinessig
  • etwas Salz
  • Öl zum Anschwitzen

Zwetschgen-Chutney


Die Zubereitung

Schält Zwiebel und Knoblauch und schneidet beides in Würfel - um ehrlich zu sagen, mache ich mich das Leben hier leicht. Ich habe nämlich einen QuickChef von Tupper - und das Ding lohnt sich echt (und das ist keine Werbung sondern einfach eine Empfehlung). Mit diesem zerkleinere ich auch die Cashewkerne.
Wascht und entsteint die Zwetschgen und schneidet sie in grobe Stücke.
Gebt Sternanis, Nelken und Zimtstange in einen Teefolder und verschließt diesen.
Erhitzt das Öl in einem hohen Topf und gebt Senfsaat, Kurkuma, Fenchelsaat, Koriandersaat und Kreuzkümmel hinein. Röstet die Gewürze nur leicht an, sonst werden sie bitter, und gebt dann die Zwiebeln und den Knoblauch hinzu. Leicht anschwitzen, dann kommen erst die Cashewkerne und dann die Zwetschgenstücke hinzu. Gebt dann noch das Säckchen mit den übrigen Gewürzen dazu, verrührt alles gut miteinander und lasst die Masse etwas aufkochen. Dann kommt der Zucker hinzu. Lasst die Masse nun mindestens 25 Minuten köcheln. Dann gebt schmeckt ihr mit Essig und etwas Salz ab und lasst das Chutney noch mal 5 Minuten köcheln. Dann füllt ihr das Chutney in sterile Gläser ab, verschließt sie und stellt sie für etwa 5 Minuten auf dem Kopf. Und fertig ist ein leckerer Vorrat um Glas.

Zwetschgen-Chutney

Chutney schmeckt super zu Gegrilltem und Käse.
Ihr könnt damit aber auch tolle Kleinigkeiten zaubern. Wie wäre es zum Beispiel mit frischen Feigen, Ziegenkäse und Chutney? Oder Crostinis mit Frischkäse und Chutney?

Zwetschgen-Chutney auf Feige


Was macht ihr gerne ein?
Liebste Grüße von Martina

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