Dienstag, 23. Mai 2017

Spargel-Blätterteig-Quiche - so unkompliziert, so lecker!

Ihr Lieben,

ich weiß nicht mehr genau, wann ich entdeckt habe, dass ich gerne koche. Dass ich gerne esse, war mir jedenfalls sehr viel früher klar.
Die Freude am Kochen hat sich irgendwann zwischen der Diagnose "Laktose-Intolleranz" und meiner Zeit in Schweinfurt eingestellt. Wenn man nicht mehr alles essen kann, dann wird man automatisch kreativer. In Schweinfurt hatte ich dann abends einfach Zeit, Dinge auszuprobieren. Und irgendwann hat sich mehr und mehr gezeigt, dass mir Kochen große Freude bereitet. Das ist nach wie vor der Fall - sie entwickelt sich eigentlich immer mehr. Am meisten freut es mich natürlich, wenn ich für liebe Menschen kochen kann. Aber ich koche auch für mich alleine - das macht mir gar nichts, im Gegenteil. Kochen, mit Lebensmitteln arbeiten, Gemüse schnippeln - das hat für mich etwas meditatives. Etwas, was so im völligen Gegensatz zu meinem hektischen Alltag steht. Beim Kochen lasse ich mir gerne Zeit. Dennoch sind die meisten Gerichte, die ich euch hier vorstelle, nicht aufwendig. Klar, da gibt es mal ein Boeuf Bourguignon oder auch mal ein Risotto. Aber meistens sind die Speisen schnell gemacht. Ich bin der Meinung, dass ein ausgewogenes, gutes und gesundes Essen nicht immer total aufwendig sein muss. Tolle Sachen kann man auch in kurzer Zeit zubereiten. So wie die Spargel-Blätterteig-Quiche, die ich euch heute vorstelle. Zubereitet ist sie in nicht mal 10 Minuten - während der Backzeit kann man dann andere Dinge erledigen. Also ist diese Quiche das perfekte Feierabendessen oder 'Es-kommen-spontan-Gäste'-Essen. Denn auch nach der Spargelzeit könnt ihr die Quiche machen, dann eben mit anderem tollen Saisongemüse.

Spargel-Blätterteig-Quiche

So, jetzt habe ich aber genug "geschwätzt" - jetzt folgt endlich das Rezept.
Für eine Quiche braucht ihr:

  • 1 Packung Blätterteig - ich habe eine Rolle aus der Kühltheke genommen
  • 1 Becher Schmand
  • 3 EL Sahne
  • 3 Eier
  • 50 g Schafskäse
  • 6 Stangen Spargel
  • Ein paar Kirschtomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Einige Blätter Basilikum
  • Etwas Butter für die Form
Grüner Spargel

Heizt den Ofen auf 220°C vor.
Putzt und wascht den Spargel, trocken ihn ab und schneidet ihn in Stücke. Da gibt es keine Regel - macht die Stücke einfach, wie es euch gefällt. Die Tomaten viertelt ihr. 
Vermengt in einer Schüssel den Schmand, die Sahne und die Eier. Salzt und pfeffert die Masse, zerbröckelt den Schafskäse hinein und vermischt alles noch mal gut.
Fettet die Form mit etwas Butter ein. Gebt dann den Teig in die Form. Achtet darauf, dass auch der Rand mit Teig bedeckt ist - zur Not müsst ihr den Teig etwas zurecht schneiden.
Gebt nun die Schmand-Masse in die Form und verteilt das Gemüse darauf. Salzt und Pfeffert noch mal etwas und streut dann gehackte Basilikumblätter darauf. 

Spargel-Blätterteig-Quiche

Ab damit in den Ofen, für etwa 25 bis 30 Minuten. Und fertig ist ein tolles Essen. Macht wenn ihr mögt noch einen Salat dazu, gönnt euch ein Glas Weißwein dazu - und seid einfach glücklich!

Spargel-Blätterteig-Quiche


Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch mal erwähnen, dass alle meine Rezepte laktosefrei sind - denn inzwischen gibt es wirklich sehr viel als laktosefreie Variante, was unglaublich toll ist! OK, ich gebe zu, mit manchen Dingen habe ich keine Probleme, z.B. mit Butter (daher der Blätterteig) oder Ziegenkäse. Aber wo es geht, wird komplett laktosefrei gekocht.


Spargel-Blätterteig-Quiche

Lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertagskuchen - Rhabarberkuchen mit Rührteig vom Blech

Ihr Lieben,

der Frühling tut sich heuer ja ganz schön schwer. Wenn ich da an letztes Jahr denke, da war ich um diese Zeit schon einige Male wandern, hatte das erste Sonnenbad hinter mir und war nicht nur einmal beim Grillen eingeladen. Dieses Jahr sieht es leider ganz anders aus - bis vor Kurzem hatte ich noch die Winterjacke. Zum Glück tut sich der Rhabarber mit dem Wachsen nicht ganz so schwer, deshalb kann es auch direkt mit der RHA-BAR-BER-MANIA weitergehen.
Heute habe ich ein ganz tolles Rezept für einen leckeren Rührkuchen mit Rhabarber für euch.
Der Kuchen ist schnell gemacht und macht trotzdem was her: der perfekte Kuchen also für den Muttertag. Und sowieso überhaupt perfekt, wenn es schnell gehen soll, aber lecker sein muss.

Rhabarberkuchen

Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht mehr, woher ich das Rezept habe. Ich habe ein Moleskine-Büchlein, in dem ich mir Rezepte, die ich toll finde oder die für mich lecker klingen, notiere. Und in diesem habe ich das Rezept gefunden und ausprobiert. Es scheint aus einer Zeitschrift zu sein, zumindest habe ich einen Zeitungsschnipsel eingeklebt. Vielleicht sollte ich mir in Zukunft dann doch auch notieren, woher das Rezept kommt.
Jedenfalls habe ich den Kuchen in einer Auflaufform gebacken, da ich gerne einen etwas höheren Kuchen haben wollte. Aber natürlich könnt ihr den Kuchen auch auf einem tieferen Backblech backen. Meine Auflaufform hat etwa die Größe 30cm x 20cm.

Rhabarberkuchen Auflaufform


Ihr braucht:

  • 400 g Sahne
  • 150 g braunen Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 390 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 3 Stangen Rhabarber


Für die Streusel braucht ihr:

  • 75 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 100 g Mehl 
  • 1/2 TL gemahlenen Zimt
  • 2 EL Haselnusskrokant

Putzt den Rhabarber und schneidet ihn schräg in Stücke.
Schlagt die Sahne mit dem Zucker und dem Vanillezucker halb steif. Gebt dann nach und nach die Eier hinzu.
Vermengt das Mehl mit dem Backpulver und gebt die Mischung nach und nach zur Sahnemischung. Verrührt die Masse etwa 1 Minute lang. Dann gebt ihr den Teig in eine gefettete Auflaufform oder auf ein Backblech. Verteilt die Rhabarberstücke darauf und drückt sie etwas in den Teig. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch mit Apfelscheiben abwechseln, das schmeckt auch super lecker.
Vermengt nun die Streuselzutaten und verteilt die Streusel auf dem Teig.
Gebt den Kuchen nun für etwa 30 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen.
Lasst den Kuchen abkühlen und serviert ihn dann mit Puderzucker.

Rhabarberkuchen

Durch die halbsteif geschlagene Sahne ist der Kuchen super fluffig und locker - und schmeckt auch noch am nächsten Tag super lecker! Ok, er legt sich dafür auch direkt auf die Hüften - aber welcher Kuchen tut das nicht.

Rhabarberkuchen

An alle Mamas da draußen: Habt einen wunderbaren Muttertag, lasst euch verwöhnen und genießt euren Tag! Und ich hoffe sehr, dass eure Lieben euch nicht nur heute eine Freude machen und euch sagen, wie toll es ist, dass es euch gibt!
Und an meine Mama: Du bist die beste Mama, die man sich vorstellen und wünschen kann! Ich weiß nicht, was ich ohne dich machen würde. Und wie sehr ich dich lieb habe, das sage ich dir nachher persönlich!

Liebste Grüße von Martina

Rhabarberkuchen

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Dienstag, 9. Mai 2017

Zupfbrot mit Bärlauch - endlich hab ich mich auch getraut

Ihr Lieben,

Zupfbrot oder Fächerbrot ist ja nun nichts Neues. Nichts total Kreatives. Ich bin bei weitem nicht die erste, die ein Zupfbrot gebacken hat. Ich freue mich trotzdem riesig, dass ich mich nun endlich auch ran getraut habe. Wie lange sehe ich mir schon sehnsüchtig die Rezepte an - und warum auch immer, ich hab mich nicht getraut. Kennt ihr das? Es ist ja kein Hexenwerk - eigentlich. Und trotzdem wagt man sich nicht ran. Es ist ja keine 10-stöckige Sahnetorte, aber...
Umso mehr freue ich mich dann, wenn ich mich traue und es dann auch noch total super klappt. Und weil ich mich so freue, zeige ich auch auch gleich das leckere Rezept.
Es gibt Zupfbrot mit Bärlauch.

Zupfbrot mit Bärlauch

Ihr braucht:
  • 350 g Weißmehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 4 EL warmes Wasser
  • 200 ml Sprudelwasser
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 4 EL geschmolzene Butter
  • 1/2 Bund Bärlauch
  • Etwas Bergkäse - gerieben
  • Etwas Meersalz
Löst die Hefe in 4 EL warmem Wasser auf und gebt sie zum Mehl. Gebt dann Sprudelwasser, Zucker, Salz und Olivenöl hinzu und vermengt alles zu einem glatten Teig. Und wie immer gilt: Hefeteig will gut geknetet werden. Also Ärmel hochkrempeln und los gehts! Danach darf der Teig zugedeckt etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen.
In der Zwischenzeit könnt ihr den Bärlauch putzen, waschen, gut abtrocknen (am besten in der Salatschleuder gut schleudern) und fein hacken. Reibt dann auch gleich noch den Käse.
Schmelzt dann die Butter in einem Topf und buttert auch eine Kastenform.

Zupfbrot mit Bärlauch

Gebt den Teig dann auf eine bemehlte Fläche und knetet ihn noch mal durch. Dann rollt ihr ihn zu einem etwa 0,7 cm dicken Rechteck aus. Pinselt den Teig mit der Hälfte der Butter ein und verteilt dann Bärlauch und Käse darauf. Bestreut den Teig noch mit etwas Meersalz.
Schneidet den Teig dann in Rechtecke - diese sollten etwa so breit wie eure Kastenform sein, aber keinesfalls höher, denn der Teig geht noch etwas auf. Legt die Rechtecke dann so aufeinander, dass die Füllung immer oben ist. Stellt diese dann portionsweise in die Kastenform.
Deckt die Form ab und lasst den Teig noch mal etwa 30 Minuten gehen.
Dann kommt die Form in den auf 175°C vorgeheizten Backofen, etwa für 45 Minuten. Nach der Hälfte der Backzeit bestreicht ihr das Zopfbrot mit der restlichen Butter.

Zupfbrot mit Bärlauch

Das Brot schmeckt noch lauwarm direkt aus dem Ofen aber auch kalt. Eigentlich braucht man nichts weiter dazu, das Brot alleine schmeckt schon wahnsinnig gut. Bei mir wird es das geben, wenn wir das nächste Mal grillen. 
Wenn ihr wüsstet, wie toll es jetzt in der Küche riecht. Bärlauch in Kombination mit fluffigem Hefeteig - ein Traum!
Habt ihr schon mal Zupfbrot gebacken?

Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 30. April 2017

Spargelzeit 2017 - eröffnet! Mit Spargel aus dem Aromapäckchen.

Ihr Lieben,

es ist wieder soweit! Es gibt Spargel! Könnt ihr mein breites, glückliches Grinsen zwischen den Zeilen erkennen? Für mich beginnt jetzt die leckerste Jahreszeit. Auch wenn wirklich jede Jahreszeit lecker ist und so ihre Highlights hat. Aber das Frühjahr bleibt für mich unschlagbar. Spargel, Rhabarber, Bärlauch, Kräuter... OK, den Sommer finde ich schon auch ganz schön toll. Und den Herbst... Ach, eigentlich doch jede Jahreszeit. Aber bleiben wir erstmal beim Frühjahr. Es gibt wieder Spargel!
Allerdings wird diese Freude dieses Jahr ziemlich getrübt: Im fränkischen Knoblauchland sind dieses Jahr 80% des grünen Spargels erfroren. Dem Weißen ist nichts passiert, weil der Bodenfrost nicht so tief ging. Aber den grünen Spargel hat es voll erwischt. Wenn ihr also auf dem Markt oder im Supermarkt grünen Spargel aus der Region entdeckt: Schnappt ihn euch und genießt ihn doppelt! Die Freude wird heuer noch kürzer währen als sonst...

Ich eröffne die kurze Saison dieses Jahr mit grünem Spargel aus dem Aromapäckchen und packe zum Spargel noch Tomaten, Zucchini und Lachs. Als Beilage gibt's Gnocchi, in Basilikum-Öl geschwenkt.
Hört sich gut an? Schmeckt auch so!

Spargel im Aromapäckchen

Für 4 Aromapäckchen braucht ihr:
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1/2 Zucchini
  • 6 kleine Strauchtomaten
  • 400 g Lachsfilet
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Ein paar Zitronenzesten
  • Ein paar Zweige Thymian und Rosmarin
  • Ein paar Blätter Salbei, in Streifen geschnitten
  • Ein paar Chilifäden
  • Salz und Pfeffer

Spargel im Aromapäckchen

Brecht vom Spargel die holzigen Enden ab - aber bloß nicht wegwerfen, sondern eine Spargelsuppe daraus kochen!
Schneidet den Zucchini in kleine Stücke, die Tomaten halbiert oder viertelt ihr. Schneidet den Lachs in Würfel (ca. 5 cm groß). Gebt alles in eine Schüssel, gebt Olivenöl, Zitronensaft, Zitronenzesten und die Kräuter hinzu, salzt und pfeffert alles, vermengt alles gut und lasst es 15 Minuten marinieren.
Schneidet 4 Blätter Butterbrot- oder Backpapier zurecht und gebt in die Mitte je eine Portion der Gemüse-Lachs-Mischung. Schlagt die Seiten des Papiers nach oben und verschließt es mit Küchengarn.
Gebt die Päckchen nun auf ein Backblech und gebt dieses für etwa 20 bis 25 Minuten in den auf 175 °C vorgeheizten Backofen.

Spargel im Aromapäckchen mit Gnocchis


Lecker schmecken zu den Päckchen Gnocchis. Ich habe sie nicht selbst gemacht, nur selbst verfeinert, indem ich sie, nach dem ich sie 2 Minuten in siedendem Wasser habe zimmern lassen, hab abtropfen lassen und sie dann in Öl angebraten habe. Ich habe in das Öl Basilikumstreifen und ein wenig Zitronenschalenabrieb gegeben. Danach kam noch etwas Parmesan darüber.

Gnocchi in Basilikumöl

Und schon habt ihr ein leckeres Frühlingsessen, das ihr natürlich auch komplett vegetarisch zubereiten könnt. Schmeckt als Beilage, zu Beilagen oder auch ohne alles.
Und sieht im Päckchen doch auch wirklich hübsch aus, oder?

Aromapäckchen

Mein heutiges #sonntagsglück ist es also, den grünen Spargel doppelt zu genießen!
Mögt ihr Spargel auch so sehr wie ich?
Liebste Grüße von Martina

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Mittwoch, 26. April 2017

Die süßen Seiten des Frühlings - Rhabarber-Tiramisu

Ihr Lieben,

es gibt bestimmte Gerichte, die mag eigentlich so gut wie jeder. Tiramisu gehört unbedingt dazu. Mittlerweile gibt es zahlreiche Rezepte, neben dem klassischen, das mit Espresso und Amaretto gemacht wird, gibt es Erdbeere-Tiramisu, Himbeer-Tiramisu und auch winterliche Varianten.
Ich habe mir ein Frühlings-Tiramisu-Rezept ausgedacht und bringe Rhabarber mit ins Spiel. Ich liebe Rhabarber. Ich mag dieses säuerlich-süße! Egal ob auf einem leckeren Kuchen, als Konfitüre, im Eis... Es gibt so tolle Rezepte! Und ich bin mit meiner Rhabarber-Liebe wohl nicht alleine. Die liebe Sarah vom Blog "feiertäglich" hat aus Liebe zu diesem Gemüse gleich zur RHA-BAR-BER-MANIA ausgerufen. Schaut mal bei ihr vorbei, da findet ihr sicher noch tolle Inspirationen!

Jetzt aber wieder zurück zum Tiramsu:
Da Rhabarber roh zwar interessant, im Dessert aber nicht ganz so lecker schmeckt, habe ich ein Kompott aus den säuerlichen Stangen gekocht. Da dieses ganz abkühlen muss, bevor ihr das Tiramisu schichtet, solltet ihr Zeit einplanen oder es am besten am Vortag vorbereiten.

Rhabarber-Tiramisu

Für 4 Gläser Rhabarber-Tiramisu braucht ihr:
  • 4 Stangen Rhabarber
  • 1/4 l Weißwein, ich habe Silvaner verwendet
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • 1/2 TL Piment
  • 2-3 Esslöffel brauner Zucker
  • 1 Päckchen Gelatine-Pulver
  • 1 Becher Mascarpone
  • 3-4 EL Joghurt (ich habe Soja mit Kokos genommen)
  • 2 EL brauner Zucker (oder mehr, je nachdem, wie süß ihr das Dessert gerne hättet)
  • Löffelbiskuits
  • Fruchtlikör - ich habe Kirschlikör genommen

Rhabarber-Tiramisu

Kocht am Vortag das Rhabarberkompott. Schält dazu den Rhabarber und schneidet ihn in kleine Stücke. Gebt sie in einen Topf, gebtVanille, Piment, Zucker und Weißwein hinzu und bringt alles zum Kochen. Lasst dann alles mindestens 15 Minuten einkochen. Schmeckt dazwischen mal ab, vielleicht braucht ihr noch etwas Zucker, Rhabarber ist ja unterschiedlich sauer.
Nehmt dann den Topf vom der heißen Platte und rührt dann nach Packungsanleitung die Gelatine hinein. Natürlich könnt ihr das Kompott auch ohne Gelatine verwendet, jedoch ist es dann sehr flüssig und die Schichten des Tiramisu verlaufen dann recht. Mit Gelatine ist es schön fest und besser "schichtbar".

Rhabarber-Tiramisu

Am nächsten Tag verrührt ihr Mascarpone mit Joghurt und Zucker zu einer cremigen Masse. Zerteilt dann die Löffelbiskuits so, dass sie gut in die Gläser passen. Die unterste Schicht ist nun auch eine Schicht Löffelbiskuits. Tränkt diese mit etwas Likör. Dann gebt ihr eine Schicht Mascarpone-Creme darüber, dann eine Schicht Rhabarberkompott. Das Ganze wiederholt ihr noch mindestens ein Mal. Die letzte Schicht sollte Kompott sein. Wenn ihr mögt, streut zur Demo noch etwas Haselnuss-Krokant darüber.

Rhabarber-Tiramisu

Stellt die Gläser dann bis zum Servieren in den Kühlschrank.
Ihr habt dann einen absolut leckeren Nachtisch, mit dem ihr Gäste verzücken könnt.
Was ist euer liebster Nachtisch oder eure liebste Tiramisu-Variation?

Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 16. April 2017

Osterhasen aus Quark-Öl-Teig

Ihr Lieben,

ich wünsche euch ein frohes, schönes, gemütliches Osterfest mit tollen Gaumenfreuden, schönen Gesprächen und lieben Menschen um euch! Genießt es und lasst es euch richtig gut gehen!

Und wenn ihr auf die Schnelle noch was Leckeres zum Kaffee backen mögt, habe ich hier ein schönes Rezept für euch: Osterhasen aus Quark-Öl-Teig. Die Zutaten habt ihr sicherlich zu Hause.

Osterhasen aus Quark-Öl-Teig

Entdeckt hatte ich die Idee schon letztes Jahr in der Zeitschrift LINING AT HOME - wie immer habe ich sie aber etwas variiert.
Mit dem Rezept bekommt ihr, je nach Größe eurer Ausstechen, etwa 16 leckere Osterhäschen - wenn ihr keinen Häschen-Ausstecher habt, nehmt einfach Herzen, die gehen doch immer.
Ihr braucht:
  • 150 g Magerquark 
  • 6 El neutrales Öl 
  • 1 Ei 
  • 75 g Zucker 
  • Salz 
  • 300 g Mehl 
  • 1 Päckchen Backpulver 
  • 1 TL Zimtpulver
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • 1 Ei 
  • 75 g Butter 
  • feiner Zucker zum Bestreuen
Osterhasen aus Quark-Öl-Teig

Verrührt den Magerquark mit dem Öl und einem Ei mit dem Schneebesen. Mischt in einer zweiten Schüssel das Mehl mit 75 g Zucker, einer Prise Salz, Backpulver, Zimt und dem Mark der Vanilleschote und gebt die Mischung dann zur Quarkmischung. Vermengt alles zu einem glatten Teig.
Bemehlt eure Arbeitsfläche und rollt den Teig etwa 0,5 cm dick aus. Stecht die Häschen aus und legt sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Verquirlt das zweite Ei mit etwas Wasser und bestreicht die Hasen damit. Gebt das Backblech dann für etwa 15 Minuten in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen, bis die Häschen goldbraun sind.
Lasst die Butter in einem Topf schmelzen und bestreicht die Häschen sofort damit, wenn ihr sie aus dem Ofen holt. Bestreut sie dann sofort mit Zucker und lasst sie dann auskühlen.

Osterhasen aus Quark-Öl-Teig

Sind die nicht putzig? Und echt lecker!
Wenn ihr mögt, schmückt sie noch mit einer schönen Schleife. 
Darüber freut sich sicher jeder Besuch!

Ein schönes #sonntagsglück, oder?
Liebste Grüße von Martina

Osterhase

Dienstag, 11. April 2017

Kleine Hefekränze mit Mandelfüllung

Ihr Lieben,

seid ihr schon bereit für Ostern? Ist es nicht unglaublich, wie dieses Jahr schon wieder dahin rast? Man hat schon wieder das Gefühl, nicht hinterher zu kommen. Also, ich zumindest. Das Schöne daran ist: Wenn Ostern vor der Tür steht, steht der Frühling schon direkt daneben. Und daneben stehen dann auch wieder die ersten Feiertage des Jahres. Oh wie ich mich darauf freue!
Ich hab auch schon mal das Ostergebäck geübt - und damit ihr euch auch rechtzeitig vorbereiten könnt, stelle ich euch das heute auch vor:
Leckerste kleine Hefekränze mit einer Mandelfüllung.

Kleine Hefekränze

Mit meinem Rezept backt ihr etwa 8 Faustgroße Hefekränze.
Ihr braucht:

  • 600 g Mehl (stellt lieber etwas mehr parat, zum Ausrollen und falls der Teig zu klebrig ist)
  • eine Prise Salz
  • 1/2 Würfel frischer Hefe
  • 80 g brauner Zucker 
  • 150 g weiche Butter
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 100 g geriebene Mandeln
  • 2 EL Butter
  • 2 EL brauner Zucker
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • 1 TL Zimtpulver
  • 2 EL Schoko-Drops
  • 1 Ei und etwas Milch zum Betreichen der Kränze.
  • Zitronensaft, Puderzucker und Mandelblättchen für die Deko.

Kleine Hefekränze

Gebt das Mehl in eine Schüssel und vermengt es mit mit Salz. Formt in der Mitte eine Kühle und gebt 100 ml Milch hinein. Zerkrümelt die Hefe in einem kleinen Schälchen, gebt 1 EL Zucker hinzu und verrührt alles. Den Trick habe ich in der Sendung "Enie backt" gesehen: Die Hefe reagiert mit dem Zucker und wird flüssig. Völlig faszinierend, oder? Gebt die Hefemischung zur Milch in die Mulde, bestäubt alles mit etwas Mehl und lasst es etwa 10 Minuten gehen.
Gebt dann die restliche Milch, Den Zucker, die Butter und das Ei hinzu und verknetet die Masse zu einem geschmeidigen Teig. Wenn er zu klebrig ist, gebt noch Mehl hinzu. Lasst den Teig dann etwa eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen.
Rollt den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Viereck aus (etwa 40cm x 40cm).
Vermengt die geriebenen Mandeln, die Butter, den Zucker, die Vanille und den Zimt und bestreicht den Teig damit. Streut die Schoko-Drops darauf und klappt den Teig einmal nach oben zusammen. Geht noch ein paar Mal mit dem Nudelholz darüber und schneidet den Teig dann in gleichmäßige Stränge.

Kleine Hefekränze

Nehmt die Enden dieser Streifen und dreht sie in sich zu Kordeln, die ihr dann zu Kringeln formt. Drückt die Enden fest zusammen und legt die Kränze auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Lasst zwischen den Kränzen etwas Abstand, sie gehen noch etwas auf.
Verquirlt das Ei mit der Milch und bestreicht die Hefekringel damit.
Gebt das Blech dann für etwa 20 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen.
Lasst die Hefekränze dann auf einem Gitter auskühlen.
In der Zwischenzeit verrührt ihr Zitronensaft mit Puderzucker. Bekleckst die Kringel damit und betreut sie mit Mandelblättchen.

Kleine Hefekränze

Sehen die nicht lecker aus? Und wisst ihr was? Die schmecken auch so!
Liebste Grüße von Martina

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Dienstag, 4. April 2017

[Buchrezension] Vegetarisch mit Liebe - 120 Rezepte von Apfel bis Zucchini

Ihr Lieben,

jetzt beginnt die Jahreszeit, in der man sich wieder leichter und gesünder ernähren möchte. Und wenn man das vor hat, dann baut man in den Speiseplan automatisch wieder mehr Gemüse ein.
Da kommt das Buch, das ich euch heute vorstellen möchte, wie gerufen:
Vegetarisch mit Liebe - 120 Rezepte von Apfel bis Zucchini

Kochbuch-Cover "Vegetarisch mit Liebe"

Vielen Dank an dieser Stelle an den südwest Verlag und die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.
Ihr findet in dem Kochbuch viele leckere vegetarische Gerichte und Rezeptideen. Auch Nicht-Vegetarier werden in diesem Buch sicher tolle Inspirationen finden - kann man ja auch als Beilage machen.
Das Buch von Jeanine Donofrio und ihrem Mann Jack Mathews aus Austin, Texas entstand aus dem Blog "Love&Lemons". Die Geschichte, wie es zu diesem Blog kam, wird sehr nett zu Anfang des Buches beschrieben.
Das (zugegeben recht dicke Buch - was ich persönlich ja liebe) ist nach der Idee aufgebaut, ausgehend von einem saisonalen Produkt ein Gericht zu kochen. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Habe ich also tolle Auberginen zu Hause, dann schlage ich unter Auberginen nach und muss nicht in einem klein gedruckten Verzeichnis suchen. Erleichtert wird einem die Suche zusätzlich, da das Buch alphabetisch aufgebaut ist.

Das Buch beginnt mit einem Leitfaden für Ad-hoc-Kochen, also Tipps wie man mit dem kocht, was man zu Hause hat. Ein toller Ansatz, wie ich finde. Vielleicht liegt meine Begeisterung auch daran, dass das oft auch mein Vorgehen in der Küche ist? So lernt man aber auf jeden Fall, wie man Reste lecker verwerten kann. Die Autorin gibt auch Tipps, was man auf jeden Fall immer zu Hause haben sollte. Den Abschluss des Buches machen Basisrezepte wie Pesto, die jeweils vierfach variiert werden.

Seht euch hier eine Leseprobe an.

Mir gefallen wirklich sehr viele Rezepte in dem Buch, ich kann es euch daher wirklich empfehlen. Es gibt mediterrane Gerichte, aber auch asiatisch und mexikanisch inspirierte.
Auch wenn manche Rezepte etwas einfach erscheinen - die Inspiration alleine macht ja oft schon viel aus. Die Aufmachung des Buches ist gelungen, die Fotos sind wunderbar und machen Lust, sofort mit dem Kochen loszulegen. Es gibt zudem zu jedem Rezept mindestens ein Foto, was mir sehr wichtig ist.
Wenn ihr also wieder mehr Gemüse (und auch Obst) auf euren Teller packen möchtet, lohnt sich das Buch auf jeden Fall.

Wie immer zeige ich euch heute ein paar Rezepte aus dem Buch, und zwar ein Hauptgericht, einen Salat und einen Cocktail.

Penne mit Kürbis-Cashew-Soße und Apfel-Radieschen-Salat


Los geht's mit einem knackigen, frischen Salat: Ich habe den Apfel-Radieschen-Salat ausprobiert, da ich Radieschen total liebe und die Kombi mit Äpfeln spannend klang.

Apfel-Radieschen-Salat

Die Rezeptangabe erschien mir für 4 Portionen zu wenig, deshalb habe ich die Zutaten etwas erhöht.
Ihr braucht:

  • 2 Äpfel, möglichst feste und keine mehligen
  • 1 Bund Radieschen
  • 4 Frühlingszwiebeln ind Ringe geschnitten (das erschien mir wiederum sehr viel, ich habe einfach einen halben Bund Schnittlauch verwendet, da ich keine Frühlingszwiebeln bekommen habe)
  • Saft einer Limette
  • 1/2 TL natives Olivenöl
  • 20 g frisch gehackten Koriander
  • Meersalz und schwarzen Pfeffer

Wenn ihr mögt, könnt ihr die Äpfel schälen, müsst ihr aber nicht. Viertelt sie, entkernt sie und schneidet sie in feine Scheiben. Legt diese übereinander und schneidet sie in feine Stifte.
Die Radieschen schneidet ihr auch in feine Stifte. Gebt beides zusammen in eine Schale, gebt die Frühlingszwiebeln, den Koriander, den Limettensaft, das Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzu, vermischt alles gut und stellt den Salat für 30 Minuten in den Kühlschrank. Fertig ist ein erfrischender Salat.

Apfel-Radieschen-Salat

Nun komme ich zum Hauptgericht, einem Teller voll Pasta mit einer cremigen Soße aus Kürbis und Cashewkernen.

Penne mit Kürbis-Cashew-Soße

Der Titel des Gerichtes hat mich zunächst etwas irritiert: Penne in cremiger Kürbis-Käse-Sauce - denn Käse sucht man vergebens. Das Gericht ist vegan, es handelt sich also um eine Kürbis-Cashew-Soße - cremig ist sie dennoch.

Für 4 Portionen braucht ihr:

  • 300 g Hokkaido-Kürbisfruchtfleich, in Würfel geschnitten
  • 1/2 Zwiebel, in Spalten geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • natives Olivenöl
  • Meersalz und schwarzen Pfeffer
  • 5 Blätter Salbei - da ich keinen zu Hause hatte, habe ich etwas Thymian verwendet
  • 175 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Cashewkerne, mindestens 3 Stunden (besser länger) eingeweicht, abgespült und abgetropft
  • 450 g Penne

Heizt den Backofen auf 180°C vor. Gebt den Kürbis zusammen mit der Zwiebel und dem Knoblauch in eine Auflaufform, salzt, pfeffert und beträufelt alles mit Olivenöl. Ab damit für etwa 25-30 Minuten in den Ofen. In den letzten Minuten gebt ihr den Salbei hinzu. Nehmt die Form dann aus dem Ofen und lasst sie 10 bis 15 Minuten abgedeckt ruhen.
Gebt die Gemüsebrühe in den Standmixer. Gebt die Kürbismischung, die Cashewkerne, Salz und Pfeffer hinzu und püriert das Ganze cremig. Gebt 2 EL Olivenöl hinzu und püriert die Soße weiter.
In der Zwischenzeit kocht ihr die Penne al dente. Fangt beim Abgießen etwa 125 ml Nudelwasser auf. Gebt die Pasta zurück in den Topf und mischt die Soße unter, so dass alle Nudeln etwas davon abbekommen. Gebt so viel Nudelwasser hinzu, dass die Soße schön cremig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, anrichten und auf Wunsch mehr Soße hinzufügen.

Penne mit Kürbis-Cashew-Soße


Zu guter Letzt komme ich nun noch zu einem total leckeren Cocktail, der mein neuer Lieblingsdrink für laue Sommernächte werden könnte: (Gin)Cocktail mit Minisirup


Gin-Cocktail mit Minzsirup


Zunächst braucht ihr hierzu Minzsirup. Ich empfehle euch: Macht gleich ein bisschen mehr davon, hält sich prima im Kühlschrank und schmeckt super lecker auch einfach nur in Sprudelwasser.
Für 3 kleine Fläschchen braucht ihr:

  • 250 g Rohrzucker
  • 250 ml Wasser
  • eine gute Handvoll Minzblätter

Bringt das Wasser zum Kochen, gebt den Zucker hinein und löst ihn unter Rühren auf. Lasst den Sirup 2 Minuten köcheln, nehmt ihn dann vom Herd und gebt die Minzblätter hinein. Lasst sie mindestens 15 Minuten, lieber sogar etwas länger ziehen. Damit der Sirup haltbar wird, lasst ihn noch einmal gut aufkochen, nachdem ihr die Minze entfernt habt und fühlt ihn dann sofort in sterile Fläschchen ab.

Minzsirup

Für 2 Cocktails braucht ihr dann

  • 60 ml Gin
  • 30 ml Minzsirup
  • 30 ml frisch gepressten Zitronensaft
  • Eiswürfel
  • 60 ml Prosecco
  • evtl. noch etwas Sprudelwasser
  • Minzblätter zum Servieren

Gebt Gin, Sirup, Zitronensaft und Eis in einen Cocktailshaker. Kräftig shaken und dann auf zwei Gläser verteilen. Fühlt diese dann mit Prosecco und ggf. etwas Sprudelwasser auf und garniert die Gläser mit der Minze. Und dann: CinCin!

Gin-Cocktail mit Minzsirup

Mein Fazit: Ich mag das Buch sehr und es viel mir tatsächlich schwer, für euch Rezepte auszuwählen, weil mir wirklich so einige gefallen haben. Das Buch werde ich sicher noch öfter zu Rate ziehen.

Na, habt ihr auch Lust bekommen?
Liebste Grüße von Martina

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

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Sonntag, 26. März 2017

Marrakesch - Farben, Riads, Gewürze und Gaumenfreuden

Ihr Lieben,

dieses Jahr steht für mich wieder unter dem Zeichen toller Reisen.
Nicht nur privat habe ich einige schöne Pläne, auch beruflich bin ich viel unterwegs.
Meine letzte Reise ging nach Marrakesch. Und auch wenn es Arbeit war, ich entsprechend nicht privat unterwegs war und somit auch nicht viel Zeit hatte, mich umzusehen, so konnte ich dennoch einige wunderbare Eindrücke mitnehmen.

Und so habe ich heute ein paar Tipps für euch, vielleicht plant ihr ja demnächst eine Reise nach Marrakesch.

Wir hatten das Glück und waren mitten in der Medina in einem wunderbaren Riad untergebracht. Das faszinierende daran ist: man läuft durch laute und übervolle Gassen, erreicht die Tür des Riads, tritt ein - und mit einem Mal ist man von einer wunderbaren Stille umgeben.
Herrlich!
Riads sind immer ähnlich aufgebaut. Man findet einen oder mehrere Innenhöfe, die wie kleine Gärten angelegt sind. Manchmal findet man im Zentrum dieser Höfe auch einen kleinen Pool. Die Zimmer und sonstigen Räumlichkeiten sind um diese Innenhöfe herum gebaut - und oben befinden sich herrliche Dachterrassen, die einem einen tollen Blick über Marrakesch bieten - oft sieht man am Horizont sogar das schneebedeckte Atlas-Gebirge. Marrakesch  - eine Stadt der Gegensätze.

Ich kann euch zwei Riads empfehlen, die zugegebener Maßen nicht die günstigsten sind. Doch sie sind ganz bezaubernd und die Menschen, die dort arbeiten, sind unglaublich herzlich.
Das Riad Azzar ist ein kleines aber feines Riad, geführt von einem holländischen Ehepaar, das vor einige Jahren sein Zuhause in Marokko gefunden hat.

Riad Azzar Marokko
Bei Nacht noch zauberhafter: Das Riad Azzar Marokko

Riad Azzar Marokko
Doch auch bei Tag ist es wunderschön!
Das andere Riad, das Riyad El Cadi, wurde vom ehemaligen deutschen Botschafter gegründet als Rückzugsort für Liebhaber von Kunst und Kultur. Heute wird es liebevoll von den Töchtern Julia Bartels und ihrer Schwester geführt. Wer Lust auf einen Kochkurs hat - auch das wird hier geboten!

Riyad El Cadi
Über den Dächern von Marrakesch - auf der Dachterrasse des Riyad El Cadi
A propos Essen: Das kann man in Marrakesch ganz wunderbar! Ich muss zugeben, ich hatte keine Gelegenheit mal etwas von den zahlreichen Garküchen zu probieren, hätte es aber gerne getan.
Aber auch wer sich da nicht ran traut, findet tolle Restaurants, in denen es natürlich die typischen Tajine-Gerichte gibt, aber auch viele Gemüse-Gerichte, Salate und natürlich Couscous.
Ein tolles Restaurant, das ich euch ans Herz legen möchte, ist das Nomad. Tolle Location, insbesondere die Dachterrasse, und leckere Gerichte. Top!

Couscous mit Rind
Leckerstes Couscous mit Rind im Nomad 

Die marokkanische Küche ist für ihre Vielfalt und ihre harmonischen Kombinationen, die sich aus berberischen, andalusischen, afrikanischen, jüdischen und osmanischen Einflüssen zusammen setzen, bekannt. Marokko bildet auch hier eine Brücke zwischen dem Orient, Afrika und Europa.
Wenn ihr auch zu Hause marokkanisch kochen möchtet, nehmt euch gleich ein paar Gewürze mit. Ich habe mich mit Harissa, Ras-el-Hanout, Safran und natürlich Kreuzkümmel eingedeckt. Und das zu wahnsinnig günstigen Preisen - vorausgesetzt ihr lasst euch auf das obligatorische Handeln ein. Aber nach ein bisschen Üben macht das sogar richtig Spaß! Und die Händler, die mir begegnet sind, waren alle total nett.

Gewürze in den Souks von Marrakesch
Gewürzvielfalt in den Souks von Marrakesch

Also, ich bin total angefixt, ich liebe diese Küche.
Ich habe kein rein marokkanisches Kochbuch zu Hause, aber eines mit tollen Rezepten aus dem Orient: Persiana von Sabrina Ghayour.
Und daraus habe ich gleich mal zwei Rezepte ausprobiert (wie immer leicht variiert), die mich auch zu Hause gedanklich und geschmacklich zurück nach Marokko führen - vor allem wenn ich sie in meinen zauberhaften marokkanischen Schälchen als Mezze anrichte.

Marrakesch und seine Küche


Auberginen à la Chermoula
Für 6 kleine Mezze-Portionen braucht ihr

  • Olivenöl
  • 2 Auberginen, in Würfel (etwa 2,5 cm) geschnitten
  • Meersalz
  • 1 Schalotte, in dünne Scheiben geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und mit etwas Salz im Mörser zu einer Paste zerstoßen
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 rote Paprikaschote, in dünne Streifen geschnitten
  • 1 Handvoll Sultaninen
  • 400 g stückige Tomaten
  • 3 EL Rotweinessig
  • 2 El Honig


Auberginen à la Chermoula

Gebt etwas Olivenöl in eine große Pfanne und bratet die Auberginen goldbraun an. Salzt sie und lasst sie schön braun werden, dann gebt ihr sie in eine Schüssel.
Schwitzt in derselben Pfanne die Schalottenscheiben bei reduzierter Hitze an. Gebt dann die Knoblauchpaste, Kreuzkümmel, Zimt und Paprikapulver hinzu. Dann gebt ihr die Paprikastreifen hinein und dünstet sie, bis sie weich sind. Gebt die Sultaninen, etwas Salz und die Tomaten dazu und lasst alles etwa 5 Minuten köcheln. Dann gebt ihr noch den Essig und den Honig hinzu. Dann dürfen auch die Auberginen zurück in die Pfanne und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten schmoren. Fertig ist ein wahnsinnig leckeres und aromatisches Gericht.

Auberginen à la Chermoula


Dazu schmeckt orientalische Focaccia!
Ihr braucht für ein Brot

  • 125 g saure Sahne
  • 2 TL Meersalz und noch etwas zum Bestreuen
  • 2 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 550 g Weizenmehl
  • 3 EL Kreuzkümmelsamen
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 1 TL Chiliflocken
  • 200 ml Olivenöl
  • Thymianblättchen von etwa 4 Stängeln

orientalische Focaccia

Gebt die saure Sahne in eine Rührschüssel und verrührt sie mit 150 ml kaltem und 100 ml heißem Wasser. Mischt Salz, Pfeffer und Hefe unter und gebt dann das Mel, 2 EL Kreuzkümmelsamen, den Koriander, die Minze und die Chiliflocken hinzu. Vermengt alles zu einem Teig (der darf etwas klebrig sein) und lasst ihn etwa 10 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen.
Gebt den Teig dann in eine große Auflaufform oder auch ein tiefes Backblech - Backpapier nicht vergessen - und zieht den Teig auf die gewünschte Größe. Feuchtet dann einen Finger an und drückt mit ihm tiefe Löcher in den Teig (aber nicht durchbohren).
Lasst den Teig dann noch mal zugedeckt etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Kleiner Tipp: bei 30°C im Backofen geht das super und ihr spart euch Zeit.
Träufelt dann das Olivenöl über den Teig - es soll die gesamte Oberfläche bedecken. Nehmt zur Not einen Pinsel zur Hilfe. Bestreut den Teig dann mit Meersalz, den restlichen Kreuzkümmelsamen und den Thymianblättchen. Jetzt kommt das Brot für etwa 25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Wenn es goldbraun ist, ist es fertig.

orientalische Focaccia

Wenn ihr jetzt noch Hummus dazu macht...

Hummus


... und vielleicht ein Joghurt mit Salatgurkenraspeln und Minze, habt ihr ein tolles Essen gezaubert.

Joghurt mit Gurke und Minze

Na? Lust auf Marrakesch bekommen?
Liebste Grüße von Martina

Marokkanische Mezze

Verlinkt mit #sonntagsglück

Dieser Post enthält KEINE bezahlte Werbung! Ich bin von den hier beschriebenen Riads, Restaurants und Büchern einfach absolut überzeugt.