Dienstag, 19. September 2017

[Buchrezension] Food, Love & Wine - Die besten Rezepte zum Wein

Ihr Lieben,

ich habe ein neues Lieblingsbuch. Und es dürfte für euch wenig überraschend sein: Es ist ein Kochbuch. Aber nicht ein normales Kochbuch. Es ist ein Kochbuch, das die zweite kulinarische Freude thematisiert, die ich liebe: Wein!
Wer mich kennt wird sagen: Mensch, das ist ja genau ihr Ding. Und genau so ist es auch!
Ich hatte solche Freude, durch das Buch zu stöbern! Und ich glaube, das ist bislang das allererste Kochbuch, das ich tatsächlich von Anfang bis Ende durchgelesen habe.
Insofern schicke ich ein großes Dankeschön an den Hölker-Verlag, der mir "Food, Love & Wine als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Buchcover Food, Love & Wein

Aber jetzt mal von vorne - Das Buch Food, Love & Wein:

Food, Love & Wine ist ein Gemeinschaftsprojekt der leidenschaftlichen Hobby-Köchin und Bloggerin Kerstin Getto (cookingaffair) und der bekannten Sommerlière Natalie Lumpp.
Und es geht um Essen - und den dazu passenden Wein.
Das Buch beginnt schon mit einer tollen Übersicht über die verschiedenen Weinarten, von leichtem Weißwein bis hin zu Süßwein, und welche Speisen dazu passen.
Dann geht es weiter mit einem netten Vorwort von Kerstin Getto und einem Einblick, wie sie zu Wein kam. Das wirkt ganz charmant und ehrlich - man merkt, wie viel Freude ihr das Projekt gemacht hat. Auch Natalie Lumpp ließ es sich nicht nehmen, ein paar persönliche Zeilen zu verfassen - sehr schön!
Und dann geht es auch schon los - jedes Kapitel startet mit Wein - und jede Weinart wird schön beschrieben - welche Weine gibt es, was macht sie aus, welche Besonderheiten gibt es. Und dann folgen dazu passend leckere Gerichte - und zu jedem Gericht gibt es eine explizite Weinempfehlung. Dabei ist das Buch nicht kategorisch zu verstehen, denn das Credo lautet: Erlaubt ist, was schmeckt.
Und so sind die Weinempfehlungen auch wirklich als Empfehlungen zu verstehen.
Besprochen werden leichte Weißweine, kraftvolle Weißweine, leichte Rotweine, kräftige Rotweine, Roséweine, Schaum- und Desertweine.

Weißweinglas

Das Buch an sich:

Man merkt alleine schon am Einband, dass man einen kleinen Schatz in den Händen hält. Denn dieser ist eine Kombination aus braunem Leinenstoff, Folien- und goldener Tiefprägung. Es fasst sich toll an und sieht schön aus.
Und auch die Fotos im Buch sind toll. Die Fotografin Daniela Haug hat alles wunderbar in Szene gesetzt, nicht nur das Essen, sondern auch Szenen der beiden Autorinnen. Alle Beteiligten scheinen einfach ganz viel Freude an der Erstellung des Buchs gehabt zu haben.

So ein schönes Buch!

Meine Testrezepte:

Natürlich ist es in jedem Kochbuch so: Nicht alle Rezepte gefallen einem persönlich. Aber mir haben in diesem Buch so viele Rezepte gefallen, dass mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Zwei davon stelle ich euch heute vor - ein Rezept zu Weißwein und eines zu Rotwein.

Passend zu kraftvollem Weißwein - Kartoffelgratin mit Champignons

Kartoffelgratin mit Champignons

OK, ich gebe zu, das Originalrezept ist mit Steinpilzen. Ich bin aber auf Champignons ausgewichen, denn ich vertrage keine Steinpilze (ja, ist das nicht schrecklich?). Dafür habe ich das Gratin noch mit Serrano-Schinken gepimpt - wer das mag...

Ihr braucht für 4 Portionen:

  • 5 große Champignons - ich habe braune Champignons verwendet
  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 50 g Butter plus 1 EL für die Form
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400 ml Schlagsahne
  • 250 ml Vollmilch
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • 2 EL grob geriebenen Gruyère
  • Und evtl. ein paar Scheiben Serrano-Schinken, die ihr unter die Kartoffeln verteilt

Kartoffelgratin mit Champignons


Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Schält die Kartoffeln und schneidet sie in sehr dünne Scheiben - ich habe das mit der Küchenmaschine gemacht. Auch die Champignons habe ich durch die Küchenmaschine gejagt - die haben es aber nicht alle im ganzen überlegt, was aber nichts gemacht hat. Ich habe sie einfach mit den Kartoffeln vermischt und beides dann fächerförmig in einer Tarteform verteilt.
Den Knoblauch schält und halbiert ihr und erhitzt ihn zusammen mit der Milch, der Sahne und der Butter. Den Knoblauch könnt ihr dann herausnehmen - habe ich jedoch nicht gemacht.
Würzt die Mischung mit der Muskatnuss und mit Salz. Gießt die Sahnemischung dann über die Kartoffeln und gebt die Form für 30 Minuten in den Ofen. Dann streut ihr den Käse drüber und gratiniert ihn etwa 10 Minuten, bis er goldbraun ist.
Lecker, oder? Wenn ihr einen bunten Salat dazu macht, habt ihr eine tolle Malzeit.

Kartoffelgratin


Und natürlich braucht ihr einen tollen Wein dazu! Die Empfehlung hier ist Grauburgunder, da dieser meist wenig Säure hat und mit einer nicht gerade leichten Malzeit gut mithalten kann. Aber auch ein leichter Spätburgunder würde gut passen.
Ich habe mich für Grauburgunder entschieden - ich habe nämlich zwei leckere im Haus:
Grauburgunder Kaisermantel vom Weingut Dr. Koehler und Grauburgunder von Karl Müller aus Nordheim in Franken.

               Grauburgunder KaisermantelGrauer Burgunder Karl Müller

Passend zu kräftigen Rotweinen: Gruyère-Kekse mit Thymian

OK, zwei Rezepte mit dem gleichen Käse, werdet ihr vielleicht denken... Aber sie sind einfach beide zu lecker - und wenn man den Käse schon zu Hause hat, ist das doch auch noch praktisch.
Da es gerade im Herbst und Winter fast nichts Schöneres gibt, als mit einem Buch, einem guten Rotwein und etwas leckerem zu Knabbern auf dem Sofa zu kuscheln, habe ich mich für die Kekse entschieden. Und ganz ehrlich: Die sind soooo lecker!

Gruyère-Kekse mit Thymian


Für etwa 30 Stück braucht ihr:

  • 100 g reifen Gruyère
  • 125 g Weizenmehl plus etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • 1 TL Salz
  • 80 g zimmerwarme Butter
  • 1 Eigelb (Größe L)
  • 1 EL frische Thymianblätter 
  • 1 EL kaltes Wasser


Reibt den Käse fein und verknetet ihn mit Mehl, Salz, Butter, Eigelb, Thymian und Wasser zu einem glatten Teig. Rollt diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle mit 4 cm Durchmesser. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und gebt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vor.
Legt ein Blech mit Backpapier aus. Schneidet die Teilrolle in 1 cm dicke Scheiben und legt diese auf das Backblech. evtl. müsst ihr diese noch etwas nachformen. Backt sie dann in 10 bis 15 Minuten goldbraun.

Gruyère-Kekse mit Thymian


Der Weintipp hier: Thymian verbindet sich wohl am besten mit einem südländischen Rotwein. Ich habe mir hier einen Wein aus Italien ausgesucht, eine Entdeckung aus dem Gardasee-Urlaub, ein wahnsinnig geschmeidiger schöner Rotwein: Paradiso vom Weingut Scaia. Alleine das Etikett ist herrlich, denn auf der Rückseite steht - grob übersetzt - geschrieben: Wer gut trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt, kommt ins Paradies. Ist das nicht schön?! Und wenn sowas dann auch noch so lecker schmeckt, fühlt man sich doch schon fast wie im Paradies. Und die Kekse passen perfekt dazu.

Rotwein Scala - Paradiso

Mein Fazit:

Wenn ihr euch selbst etwas Schönes gönnen wollt oder vielleicht ein Geburtstagsgeschenk, oder sogar schon die ersten Weihnachtsgeschenke sucht: Greift zu! Wenn ihr gutes Essen und Wein liebt, ist dieses Buch einfach schön!

Liebste Grüße von Martina

Trauben

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

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Donnerstag, 14. September 2017

Filoteig-Pudding-Pfirsich-Muffins

Ihr Lieben,

ich oute mich heute mal: ich bin ein Lebensmittelshopaholic. Noch viel lieber als zum Klamottenshopping, gehe ich Lebensmittel-shoppen. Ich liebe es, durch die Reihen zu schlendern, zu gucken, was es Neues gibt, das frische Obst und Gemüse zu begutachten und mich inspirieren zu lassen. Manchmal übermannt es mich dann aber auch, und ich komme statt mit einem Päckchen Butter mit einem ganzen Korb voller Lebensmittel aus dem Laden heraus. Und zu Hause stelle ich dann wieder völlig überrascht fest: "Mensch, Martina, du bist doch Single. Und du hast wieder für eine Großfamilie eingekauft!" Davon profitieren dann meistens meine Familie und Freunde, da ich dann lieber einmal mehr etwas Leckeres mitbringe, wenn ich zu Besuch komme.
Hin und wieder passiert es dann aber leider doch auch, dass ich den Überblick in meinem Kühlschrank verliere - und dann fällt mir etwas in die Hände, das ich unbedingt schnell verarbeiten muss.
Diesmal standen auf der Liste: Filoteig und Magerquark.
Ok, mal kurz überlegen - was mache ich daraus? Also, Weinbergpfirsiche hätte ich ja auch noch da, die wollen auch gegessen werden.
Also habe ich kurzerhand eine Filoteig-Quark-Pfirsich-Kombination kreiert.
Und da das so lecker war, hab ich heute das Rezept für euch dabei!

Filoteig-Muffins

Für 8 Filoteig-Pudding-Pfirsich-Muffins braucht ihr:

  • 1/2 Päckchen Filoteig (Yufkateig)
  • 1 Päckchen Quark (Magerstufe)
  • 2 EL Mascarpone
  • 2 EL Puddingpulver
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker
  • 3 EL brauner Zucker
  • 3 Weinbergpfirsiche
  • Etwas Zucker und Zimtpulver zum Bestreuen
Filoteig-Muffins

Teilt den Teig in 4 Rechtecke und gebt jeweils zwei der kleinen Teigrechtecke über Kreuz in eine gefettete Muffinform oder in Papierförmchen.
Verquirlt den Quark, die Mascarpone, das Puddingpulver, die Eier, den Vanillezucker und den Zucker mit einem Schneebesen. Gebt dann jeweils etwa 2 EL in die Teigtäschchen.
Schneidet die Pfirsiche in Spalten und verteilt sie auf die Muffins. Zum Schluss streut ihr noch etwas Zucker und Zimt darauf
Dann kommen die Muffins in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. Nach 25 bis 30 Minuten sind die leckeren Pfirsich-Muffins fertig. Abkühlen lassen und einfach genießen.

Filoteig-Muffins

Ich finde, für so eine spontane Resteverwertung lassen sich die Muffins wirklich sehen. Sie eigenen sich perfekt als Süßigkeit bei spontanem Besuch oder spontanen Einladungen. Und nett anzusehen sind sie doch auch, oder was meint ihr?
Aus dem restlichen Teig könnt ihr übrigens eine feine Tarte oder Quiche machen. Eine Rezeptidee habe ich hier für euch - das Gemüse kann man saisonal anpassen und den Blätterteig durch den Yufkateig ersetzen.

Filoteig-Muffins

Wie sieht es bei euch aus? Kauft ihr auch so gerne ein wie ich?
Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 10. September 2017

Kurzurlaub mit Wandern, Wellness und Genuss - ein paar Tipps für's Fichtelgebirge

Ihr Lieben,

ich muss sagen: Mein Vorhaben, dieses Jahr wieder mehr zu reisen und zu wandern, wird ganz gut in die Tat umgesetzt. Ach, und wie ich das genieße!!!
Es hat ja schon super angefangen mit einer Schneeschuhwanderung im Stubaital, dann folgte eine sehr spannende Dienstreise nach Marrakesch und schließlich ein entspannter Urlaub auf Mallorca.
Und jetzt hat es mich noch in die für uns nähere Umgebung verschlagen, nämlich ins Fichtelgebirge. Zusammen mit meiner lieben Freundin, die ich schon seit der 1. Klasse kennen, habe ich mir eine Übernachtung im Posthotel von Alexander Herrmann gegönnt. Ja, DER Alexander Herrmann. Leider war er an dem Tag wohl nicht da - schade - aber toll war es trotzdem!

Posthotel Alexander Herrmann - der Blick vom Balkon
Der Blick vom Balkon unseres Zimmers im Posthotel von Alexander Herrmann
Wir sind erstmal eine schöne Runde im Fichtelgebirge wandern gegangen. Gestartet sind wir in Warmensteinach und haben uns einen Rundwanderweg über Fleckl und Grassamen ausgesucht. Dabei haben wir uns, ehrlich gesagt, immer wieder verlaufen. Ich bin mir nicht sicher, ob es an der nicht so tollen Beschreibung des Wanderführers lag - oder eher daran, dass wir vor lauter quatschen nicht genug auf die Markierungen geachtet haben. Aber ganz nach dem Motto "Alle Wege führen nach...", haben wir dennoch die wichtigsten Highlights der Tour gesehen. So haben wir einen schönen Blick auf den Ochsenkopf gehabt und haben Rast an einem absolut ruhig und idyllisch gelegenen Naturmoorbad gemacht.

Naturmoorbad Fichtelgebirge

Naturmoorbad Fichtelgebirge
Idylle pur am Naturmoorbad in der Nähe vom Ochsenkopf im Fichtelgebirge
Und nach ein paar Stunden und etwa 9 km waren wir auch wohlbehalten zurück am Auto. Irrungen und Wirrungen machen ja meistens sowieso mehr Spaß, als die normalen Wege.
Die Runde ist gut zu laufen, die meiste Zeit auf Waldwegen. Ein paar Mal geht es allerdings steil nach oben, so dass man doch etwas ins Schwitzen kommen kann.

Im Hotel konnten wir uns dann prima erholen - im schönen Sauna-Wellness-Bereich und dem kleinen Hallenbad. Die Zimmer sind wirklich schön, wir hatten auch einen schönen Balkon hinaus zum kleinen Fluss.

Posthotel Alexander Herrmann - der Blick vom Balkon

Am Abend haben wir uns ein Menü im Gourmet-Bistro gegönnt. Das war sehr lecker, doch nächstes Mal würde ich eher à la carte bestellen. Aber die Küche war super flexibel und ist auf unsere Sonderwünsche prima eingegangen. Also Daumen hoch.

Geschmorte Haxe an mariniertem Blumenkohl
Geschmorte Haxe an mariniertem Blumenkohl - traumhaft lecker!

Noch höher haben wir aber den Daumen beim Frühstück gereckt. Das war mit so viel Liebe und schönen Details angerichtet - vieles gab es in kleinen Weck-Gläsern und auf Löffeln präsentiert. Wir hätten den ganzen Tag dort zubringen können.
Alles in allem war es ein wirklich wunderbarer Mädelsausflug - und eine Übernachtung in Wirsberg kann man sich durchaus mal gönnen - ob als Ausflug mit einer Freundin oder romantisches Wochenende mit dem Liebsten.

Habt ihr einen besonderen Tipp für einen Kurztrip/Wellnessausflug?
Liebste Grüße von Martina

NO SPONSORED POST!

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Donnerstag, 31. August 2017

Saftige Blaubeer-Mandel-Tartelettes

Ihr Lieben,

auf meinem Blog gibt es ja schon das eine oder andere Rezept mit Blaubeeren: Blaubeerkuchen, Mango-Blaubeer-Chutney, Aprikosen-Blaubeer-Kuchen, Blaubeere-Joghurt-Gugl...
Ich mag Blaubeeren einfach. Man kann so viel mit ihnen machen. Und sie sind so lecker. Sie sind nicht zu süß und immer knackig. Ich mag nämlich nur knackiges Obst - Pfirsiche mag ich nur in der Konsistenz von Äpfeln, Birnen, die weich sind, rühre ich nicht an usw. Bei Blaubeeren muss man sich da keine Sorgen machen. Sie schmecken im Joghurt, in herzhaftem Essen, als Konfitüre. Am allerliebsten mag ich sie aber tatsächlich im Kuchen. Und als ich in der Zeitschrift "Lust auf Genuss" (7/2017) auf ein Rezept für Blaubeere-Tartelettes gestoßen bin, konnte ich nicht wieder stehen. Also habe ich es, mal wieder mit leichten Abwandlungen, nachgebacken. Fazit: Die machen glücklich!

Blaubeer-Mandel-Tartelettes

Für 12 Tartelettes braucht ihr:
  • 300 g Weizenmehl
  • 200 g Butter und noch etwas Butter für die Förmchen
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Zimtpulver
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • 100 g Puderzucker

Für die Creme braucht ihr:
  • 100 g weiche Butter
  • 80 g Rohrzucker
  • 2 Eier
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Likör - ich habe meinen selbstgemachte Kirsch-Cassis-Likör genommen, aber eigentlich gehört ins Originalrezept Mandellikör
  • Etwa 150g Heidelbeeren (waschen und gut abtropfen lassen)
  • Eine gute Hand voll Mandelblättchen

Blaubeer-Mandel-Tartelettes

Gebt das Mehl in eine Schüssel, drückt in die Mitte eine Mulde, gebt die Butter in Stücke, die Prise Salz und das Ei hinzu und siebt dann den Puderzucker darüber. Zimtpulver und Vanille dazu und dann alles zu einem glatten Teig kneten - sollte er zu klebrig sein, gebt noch etwas Mehl hinzu. Formt den Teig zur Kugel, verpackt sie mit Frischhaltefolie und gebt den Teig für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank.
In dieser Zeit stellt ih die Creme fertig: Dazu schlagt ihr Butter und Zucker cremig, dann kommen Eier und Mandeln nach und nach hinzu, dann auch der Likör. Alles gut aufschlagen. 
Fettet die Förmchen leicht ein und teilt dann den Teig auf die Förmchen auf - ihr könnt den Teig natürlich auch ausrollen und dann verteilen. Ich forme den Teig aber immer per Hand in den Förmchen, das funktioniert prima.
Verteilt dann die Creme auf die Förmchen und belegt diese erst mit den Beeren und streut dann Mandelblättchen darüber. 
Nun kommen die Förmchen in den auf 175°C vorgeheizten Ofen. Die Tartelettes brauchen ca. 30 bis 40 Minuten; sie sind fertig, wenn sie goldbraun sind.

Blaubeer-Mandel-Tartelettes

So lecker, wie sie aussehen, sind sie tatsächlich auch. Die kommen ganz sicher auf die "Martinas-Lieblings-Blaubeer-Rezepte"-Liste.
Wie steht ihr zu Blaubeeren?

Liebste Grüße von Martina

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Donnerstag, 24. August 2017

Mediterranes im Glas: Schicht-AntiPasti

Ihr Lieben,

ich bin ein Familienmensch. Am liebsten hätte ich eine Großfamilie, mit vielen Tanten und Onkeln und Cousins und Cousinen und und und. Meine Familie ist nicht klein. Aber es ist leider auch keine Großfamilie. Vielleicht ist meine Vorstellung da auch sehr romantisch. Ich stelle mir immer vor, dass in so einer Familie immer alle füreinander da sind, sich gut verstehen, zusammen feiern und zusammen lachen. Wahrscheinlich ist es aber in vielen solcher Familien gar nicht so einfach. Schließlich sind wir alle verschiedene Charaktere und da ist es ja nicht gesagt, dass sich alle gut verstehen, nur weil es Familie ist.
Naja, ich habe jedenfalls keine so große Familie. Aber meine kleine Familie, die ist toll. Ich habe ein sehr enges und tolles Verhältnis zu meinen Eltern. Ich habe das große Glück, noch einen Opa zu haben! Bis vor kurzem hatte ich auch noch eine Oma.
Ich habe Cousins und eine Cousine. Und ich habe Patenkinder. Und das alles ist so wertvoll und so toll. Und ich bin sehr dankbar dafür.

Und wie das mit Familie so ist: es wird einem viel verziehen. Deswegen traue ich mich auch immer wieder, meine Eltern und meinen Opa als Versuchskaninchen zu benutzen, wenn ich mal wieder ein neues Rezept ausprobieren möchte. Denn auch wenn es einmal nicht schmeckt - Familie verzeiht!
Zum Glück hat mein letztes Experiment geklappt - deshalb stelle ich euch das Rezept auch vor.
Schichtdessert kennt man ja. Ich habe euch zum Beispiel ein Rhabarber-Tiramisu gezeigt.
Aber warum nicht auch mal eine Vorspeise im Schichtformat servieren?

Schicht-Antipasti

Für 4 Gläser meines Schicht-AntiPasti braucht ihr:
  • ca. 4 Scheiben Ciabatta-Brot
  • 1 Becher Magerquark
  • 1 Becher Frischkäse
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Eingelegte AntiPasti nach Geschmack
  • 1 Hand voll Basilikum-Blätter
  • 1-2 EL Olivenöl
Schicht-Antipasti

Schneidet das Ciabatta-Brot in Würfel und röstet es in einer Pfanne in Olivenöl an. Lasst es dann abkühlen.
Vermischt den Quark, den Frischkäse und den Parmesan miteinander und schmeckt die Masse mit Salz und Pfeffer ab.
Schneidet einige eingelegte AntiPasti, z.B. Auberginen, Zucchini und Paprika, in Würfel. Ich habe selbstgemachte AntiPasti verwendet - aber ihr könnt natürlich auch die aus dem Glas nehmen.

Schichtet dann in Gläser zunächst die Brotwürfel, dann die Antipasti-Würfel und dann je 2 EL der Frischkäse-Quark-Creme und wiederholt das Ganze noch einmal.
Gebt die Basilikumblätter mit dem Olivenöl und evtl. etwas Salz in einen Mörser und zerreibt sie, bis ihr Basilikumöl gewonnen habt. Beträufelt damit die Vorspeisen und dekoriert sie noch mit Basilikumblättern. 

Schicht-Antipasti mit Basilikumöl

Dann stellt ihr die Gläser mindestens eine Stunde kalt.
Die Vorspeise lässt sich super vorbereiten, sieht nett aus und schmeckt einfach lecker! Eine tolle Sommervorspeise, wie ich finde.

Schicht-Antipasti

Mit diesem Rezept mache ich mit beim schönen Event KNUSPERSOMMER 2017 von KNUSPERSTÜBCHEN.




Na, ist das Schicht-AntiPasti was für euch?
Liebste Grüße von Martina
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Freitag, 18. August 2017

Kirsch-Cassis-Likör

Ihr Lieben,

vielleicht erinnert ihr euch noch - ich habe im Winter schon mal Likör selbst angesetzt. Passend zur Jahreszeit war es ein Apfel-Likör mit Bratapfelaroma. Da der so lecker geworden ist, dachte ich mir, was mit Äpfeln funktioniert, funktioniert sicher auch mit anderen Früchten.
Und da ich von meiner Kirsch-Johannisbeer-Konfitüren-Session noch Kirschen und auch schwarze Johannisbeeren übrig hatte, habe ich diese Früchte für einen Likör angesetzt.

Kirsch-Cassis-Likör

Und jetzt muss ich euch echt sagen: Lauft los, versucht, noch Kirschen zu bekommen und schwarze Johannisbeeren! Und setzt den Likör an - er ist ein Traum! Wenn ihr keine Kirschen mehr bekommt, merkt euch das Rezept für nächstes Jahr. Wirklich! Es ist so lecker!
Der Likör hat eine wunderbare Farbe, schmeckt als Stamperl und auch wahnsinnig gut in Prosecco!

Kirsch-Cassis-Likör Stamperl

Wenn ihr Rosé-Prosecco nehmt, ist die Farbe gleich noch mal schöner.
Und ich bin mir sicher - auch Gin Tonic wird durch den Kirsch-Cassie-Likör perfekt gepimpt.
Ach, ich komme ins Schwärmen...
Aber jetzt zeige ich euch erstmal, wie ihr den Likör ansetzt.

Kirsch-Cassis-Likör mit Prosecco


Für etwa 3 kleine Fläschchen braucht ihr:

  • ca. 500 g Süßkirschen und Schwarze Johannisbeeren gemischt - ich hatte eine 1:1 Verhältnis
  • ca. 100 g Rohrzucker
  • ca. 600 ml Wodka und 100 ml weißer Rum

Schwarze Johannisbeeren

Die Mengen sind abhängig davon, wie saftig die Früchte sind. Wichtig ist, dass die Früchte vollkommen vom Alkohol bedeckt sind.
Gebt die Früchte in ein hohes Glas und zerstoßt sie etwas zum Beispiel mit einer Kartoffelpresse. Gebt dann den Zucker hinzu und vermengt alles. Dann kommt der Alkohol hinzu. Verschließt das Glas gut, schüttelt es etwas und lagert es dann für mindestens 4 Wochen an einem kühlen und dunklen Ort. Anfangs könnt ihr alle paar Tage das Glas etwas schütteln, damit sich der Zucker gut auflöst und verteilt.
Nach 4 bis 6 Wochen gießt ihr die Früchte durch ein in einem Sieb ausgelegtes Leintuch ab, presst die Früchte gut aus. Dann füllt ihr den Likör in schöne Fläschchen - und am besten gleich noch ein kleines Schnapsgläschen in euren Mund!

Kirsch-Cassis-Likör

Damit seid ihr sicher der Held/die Heldin, wenn ihr den Kirsch-Cassis-Likör bei einer Einladung mitbringt. Wenn ihr den Likör nicht noch viel lieber selbst behalten wollt - ich kann das sehr gut verstehen...

Habt ihr schon mal Likör selbst angesetzt?
Liebste Grüße von Martina

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Samstag, 12. August 2017

Mein erster Mohnzopf - fluffig und lecker

Ihr Lieben,

wir haben in der Familie zwei Juli-Kinder. Den Anfang macht mein Papa.
Natürlich möchte man seinem Papa einen leckeren Kuchen backen, den er gerne mag. Als ich ihn gefragt habe, welchen Kuchen er sich von mir wünscht, kam sofort: Einen Mohnzopf!

Ich backe ja schon immer wieder mal. Und daher gibt es einige Kuchenrezepte, die er kennt. Kuchen, die lecker sind. Kuchen, die ich kann. Aber nein, es soll ein Mohnzopf sein.
Naja, ok... noch nie gemacht... Hefeteig... Ok, könnte schon mal schief gehen. Mohnfüllung... Was machen wir da... Naja, lesen wir doch einfach mal los, dachte ich mir.
Eine leichte Nervosität war da. Was, wenn der Teig nicht aufgeht? Was, wenn der Zopf nicht schmeckt? Was, wenn ich es dann nicht schaffe, doch noch schnell einen anderen Kuchen zu backen.
Was soll ich sagen: Alle Bedenken waren umsonst - der Mohnzopf ist gelungen! Der Teig ist nicht nur aufgegangen, ich habe mich gefragt, wo er eigentlich hin will - denn er ist regelrecht aus der Schüssel raus gewachsen. Und so hatte ich am Ende so viel Teig, der sich auch noch super weiterverarbeiten ließ, dass ich nicht nur einen Mohnzopf gemacht habe, sondern auch noch Mohnzopf-Muffins. Das Fazit der Aktion: Das mache ich mal wieder!
Und heute - mit deutlicher Zeitverzögerung, habe ich auch endlich das Rezept für euch dabei!

Mohnzopf und Mohn-Zopf-Muffins

Für den Hefeteig braucht ihr:
  • 500 g Mehl (ich habe ganz klassisch Weizenmehl Typ 405 genommen)
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 2 Eier
  • 70 g Zucker
  • 125g weiche Butter
  • 1 Prise Salz

Zum Bestreichen
  • 2 EL Milch
  • 1 Eigelb

Für die Füllung
  • 250 g gemahlenen Mohn
  • 200 ml Milch
  • 50 g Sahne
  • 50 g Butter
  • 100 g Honig
  • 1/2 Päckchen Puddingpulver
  • 1 Vanilleschote
  • 1 TL Zimtpulver
  • 2 EL Rum
  • 50 g Rosinen
  • Etwas abgeriebene Schale einer Zitrone

Für den Zuckerguss
  • 1/2 Päckchen Puderzucker
  • Saft von bis zu einer Zitrone

Mohnzopf

Gebt das Mehl in eine große Schüssel und macht in der Mitte eine Mulde. Bröckelt die Hefe hinein und verrührt sie mit etwas lauwarmer Milch, 1 TL Zucker und etwas Mehl vom Rand. Diesen Vorteig lasst ihr dann etwa 15 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort (z.B. im Ofen bei ca. 20°C) gehen.
Gebt dann die Milch, den restlichen Zucker, die Eier, die Butter und Salz hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Und wie immer bei Hefeteil gilt: kräftig kneten!
Wenn der Teig zu klebrig ist, gebt noch etwas Mehl hinzu.
Dann darf der Teig etwa 45 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen.
In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung zubereiten. Verrührt dazu das Puddingpulver zunächst mit etwas Milch. Bringt die restliche Milch mit der Sahne, der Butter, dem Honig, der Vanilleschote, dem Zimt und dem Mohn zum Kochen - dabei immer schön rühren und 2 Minuten köcheln lassen. Gebt dann den Rum, die Zitronenschale und die Rosinen hinzu. Nehmt den Topf dann vom Herd.

Ich habe den Mohnzopf in einer Kastenform gebacken, damit er nicht so in die Breite geht. Die Kastenform habe ich gut eingebuttert und eingemehlt.

Mohnzopf

Knetet den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kräftig durch und rollt ihn dann zu einem Rechteck aus. Verteilt die Mohnfüllung darauf und rollt den Teig jeweils von der kurzen Seite bis zur Mitte auf. Schneidet ihn dann zwischen den beiden Röllchen durch und schlingt die Stränge ineinander. Gebt den Teig dann in die Form. Solltet ihr, wie ich, zu viel Teig haben, schneidet ihn so ab, dass er gut in die Form passt und macht aus dem Rest kleine Mohn-Muffin-Zöpfe bzw. Schnecken.

Mohn-Zopf-Muffins

Verquirlt 2 EL Milch mit einem Eigelb und bestreicht den Zopf damit.
Dann kommt er für ca. 60 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Achtung: Die Muffins brauchen nicht so lange - nur etwa 25 Minuten.
Sollte der Teig zu dunkel werden, deckt ihn einfach mit Backpapier ab.

Lasst den Teig dann etwas abkühlen. Verrührt den Puderzucker mit dem Zitronensaft und gebt ihn dann über den Kuchen.
Fertig ist ein leckerer Mohnkuchen aus herrlich fluffigem Hefeteig. Der Mohnzopf hält sich einige Tage frisch, wenn ihr ihn in Albfolie gewickelt kühl aufbewahrt. Aber frisch schmeckt er natürlich am Allerbesten!

Mohn-Zopf-Muffins

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr Respekt vor einem neuen Rezept habt?

Viel Freude beim Nachbacken!
Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 6. August 2017

Lila Freuden: Lecker-saftiger Blaubeerkuchen

Ihr Lieben,

ich bin ja süchtig nach Koch- und Backzeitschriften. Ich muss sie alle haben, kann wirklich nur schwer widerstehen, mir immer neue zu kaufen. Das nimmt mitunter wirklich überhand. Aber ich finde es einfach so schön, darin zu blättern und mich inspirieren zu lassen. Meistens koche oder backe ich ein Rezept nicht 1:1 nach, sondern bringe meine eigene Note mit ein. Aber manchmal klingen Rezepte einfach auch so lecker, dass ich nicht das Gefühl habe, sie extrem abändern zu müssen. So wie bei dem saftigen Blaubeerkuchen (oder Heidelbeerkuchen), den ich euch heute zeige. Kleinigkeiten habe ich angepasst - so kommt bei mir Zimt dazu - und echte Vanille. Außerdem gibt's nen Zitronenguss statt Puderzucker. Aber auch ohne diese Änderungen ist das Rezept toll und super einfach.

Blaubeerkuchen - Heidelbeerkuchen

Ich habe das Rezept für den Kuchen in der Zeitschrift essen & trinken - Für jeden Tag SPEZIAL: Kuchenglück! entdeckt und nun schon zweimal gebacken. Und er kam jedes Mal gut an!

Was ihr braucht:
  • 300g Mehl
  • 2 1/2 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 g weiße Schokolade
  • 300g frische Blaubeeren
  • 100g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 125 g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1 TL Zimtpulver
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • 200 g Sahnejoghurt - ich habe MinusL Joghurt griechischer Art verwendet

Für den Zuckerguss:
  • 1/2 Päckchen Puderzucker
  • den Saft von ca. 1/2 Zitrone 

Blaubeerkuchen - Heidelbeerkuchen

Gebt das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver in eine Schüssel und vermischt alles gut.
Hackt die Schokolade fein und gebt sie zum Mehl.
Schlagt die Eier, den Zucker und den Vanillezucker cremig auf, dann rührt ihr Butter, Joghurt, Zimt und Mark der Vanilleschote unter. Gebt nun nach und nach die Mehlmischung hinzu und vermengt alles gut miteinander - das geht am besten mit einem Teigspatel. Zum Schluss hebt ihr vorsichtig die Blaubeeren unter.
Legt eine Kastenform mit Backpapier aus und gebt den Teig hinein.
Dann kommt der Kuchen für 55 bis 60 Minuten in den auf 175 °C vorgeheizten Backofen (auf einen Rost auf der unteren Schiene).

Blaubeerkuchen - Heidelbeerkuchen

Lasst den Kuchen dann abkühlen und nehmt ihn dann aus der Form. Lasst ihn aber noch auf dem Backpapier. Vermengt den Puderzucker und den Zitronensaft miteinander und beträufelt den Kuchen damit. Backpapier weg - servieren - genießen!

Wie ist das eigentlich bei euch? Sagt ihr "Blaubeeren", "Heidelbeeren" oder sogar "Schwarzbeeren"? Laut Edeka handelt es sich hierbei ja nur um regional unterschiedliche Namen. Aber letztlich ist das ja auch egal, Hauptsache es schmeckt!

Liebste Grüße von Martina

Blaubeerkuchen - Heidelbeerkuchen

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Freitag, 28. Juli 2017

Kirsch-Chutney - ein toller Gruß aus der Küche

Ihr Lieben,

dass ich so eine gewisse Leidenschaft für Chutneys habe, habt ihr vielleicht schon mitbekommen. Ich habe schon einiges ausprobiert: Mango-Chutney, Mango-Blaubeer-Chutney, Apfel-Walnuss-Chutney usw. Was ich bislang nicht eingekocht habe, war Kirsch-Chutney. Höchste Zeit also, es mit den leckeren Kirschen, die es dieses Jahr gibt, endlich zu versuchen!
Eigentlich bin ich ja allergisch auf Kirschen - was für mich wirklich schrecklich ist, weil ich Kirschen liebe. Das war auch nicht immer so. Aber vor ein paar Jahren hat es angefangen, auf meiner Zunge zu kribbeln, wenn ich Kirschen esse. Und das ist leider mit der Zeit schlimmer geworden. Nicht so schlimm, dass ich keine Luft mehr bekomme, aber schön ist es dennoch nicht. Das Gute ist: Sobald ich Kirschen verarbeite, also koche, backe, einmache etc. passiert das nicht mehr. Also ab ins Glas mit den Kirschen und alles ist gut.

Kirsch-Chutney

Für 5 Gläser braucht ihr etwa:
  • 1 Pfund entsteinte Kirschen
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Senfkörner
  • 1 EL rote Pfefferbeeren
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Muskat
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 3 EL Rotweinessig
  • 150 g Rohrzucker
  • 1 gute Prise Salz
Kirsch-Chutney

Viertelt die entsteinten Kirschen. Die Zwiebeln schält und würfelt ihr.
Erhitzt das Öl in einem großen, hohen Topf und gebt zunächst die Senfkörner hinein, dann die Gewürze und die Pfefferbeeren. Schwitzt alles kurz an und gebt dann die Zwiebeln hinzu. Ebenfalls kurz anschwitzen, dann kommen auch schon die Kirschen in den Topf. Lasst alles etwas köcheln und gebt dann den Zucker hinzu. Gut 20 Minuten köcheln lassen, dann schmeckt ihr das Chutney mit Essig und Salz ab - lasst es nochmal 10 Minuten köcheln und eindicken und füllt es dann in saubere Gläser ab.

Kirsch-Chutney

Verschließt sie mit Alkohol (siehe Konfitürenrezept HIER) und/oder stellt sie nach Verschließen etwa 5 Minuten auf den Kopf. Jetzt noch schön beschriften und schon habt ihr ein schönes Mitbringsel für die nächste Grillparty. Aber auch zu Käse schmeckt auch dieses Chutney hervorragend!

Kirsch-Chutney

Habt ihr ein Lieblingschutney?

Da Chutneys gerne in der indischen Küche zum Einsatz kommen, ist das doch ein tolles Rezept für das WORLD WIDE SUMMERFOOD-Blog-Event von 1xUMRÜHREN BITTE.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit Freutagdecorize und #sonntagsglück

Freitag, 21. Juli 2017

Kirsch-Konfitüre und Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre

Ihr Lieben,

eines der Dinge, die ich am Sommer so sehr liebe: es gibt so unglaublich leckeres Obst und Gemüse, aus dem man unglaublich leckere Sachen machen kann!
Der einzige Nachteil ist dann immer, dass man unter Umständen bei schönstem Wetter in der Küche steht und noch mehr schwitzt, als eh schon. Aber das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich danach wieder einen leckeren Gruß aus der Küche als Vorrat habe.
Dieses Jahr habe ich mich an die Kirschen gemacht. Denn es gibt dieses Jahr zwar nicht viele, da viele Blüten dem Frost zum Opfer gefallen sind. Doch die, die es gibt, sind sowas von lecker!
Ich habe zweierlei Konfitüre gekocht: Einmal Kirsche pur und einmal Kirsche mit schwarzer Johannisbeere.

Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre

Für etwa 5 mittelgroße Gläser Kirsch-Konfitüre braucht ihr:
  • 1 kg entsteinte Kirschen
  • 500 g Gelierzucker 1:2
  • 2 Vanilleschoten
  • 2 Zimtstangen
Gebt die Kirschen in einen hohen Topf, die Vanilleschoten und Zimtstangen hinzu und gebt dann den Gelierzucker hinzu. Verrührt alles gut miteinander und lasst die Kirschen dann etwa 10 Minuten vorgelieren. Bringt die Kirschmasse dann zum Kochen und lasst sie mindestens 2 Minuten sprudelnd köcheln. Umrühren, am besten mit einem Holzkochlöffel, nicht vergessen. Den Schaum abschöpfen und dann die Gelierprobe machen. Sollte die Konfitüre noch nicht gelieren, dann lasst sie noch etwas köcheln. Füllt die Konfitüre dann in gereinigte und desinfizierte Gläser. Ich koche Gläser immer aus, um sie zu desinfizieren.
Gebt dann 1 TL Schnaps auf die Konfitüre in den Gläsern, zündet diesen mit einem Streichholz an und schraubt die Gläser sofort zu. Aber seid vorsichtig und verbrennt euch nicht. Stellt die Gläser dann noch 5 Minuten auf den Kopf und sie sind auf jeden Fall zu. Die Konfitüre hält sich so ewig.
Ja, und so einfach ist es, leckere Konfitüre zu machen.

Selbstgemachte Konfitüre

Ähnlich macht ihr auch die Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre.
Ihr braucht:
  • 500 g entsteinte Kirschen
  • 500 g geputzte schwarze Johannisbeeren
  • 500 g Gelierzucker 1:2
Mehr habe ich hier nicht hinzugefügt, da diese Cherry-Cassis-Mischung schon wahnsinnig aromatisch ist. Dann geht ihr genauso vor, wie bei der Kirsch-Konfitüre beschrieben. Schwarze Johannisbeeren gelieren super, daher müsst ihr euch hier gar keine Sorgen machen.
Ich mag es gerne, wenn in der Konfitüre Fruchtstücke sind. Wer das nicht mag, kann die Konfitüre entweder mit dem Pürierstab pürieren oder durch ein Leinentuch passieren, um Gelee daraus zu machen.

Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre

Ach, alleine schon die Farbe ist ein Traum, oder?
Die Konfitüren schmecken übrigens auch super zu Hefezopf, wie z.B. dem Mohnzopf, den ich neulich gebacken habe. Das Rezept reiche ich in Kürze nach. 

Mohnzopf mit Kirsch-Konfitüre

Aus Kirschen und schwarzen Johannisbeeren kann man auch tollen Sirup kochen - und mit dem kann man dann herrliche Sommerdrinks zaubern, wie z.B. meinen Sommer-Gin-Tonic mit Kirsche.

Welche Konfitüre mögt ihr besonders?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit decorize und Freutag