Sonntag, 29. Januar 2017

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Ihr Lieben,

als ich noch ganz klein war, habe ich sehr viel Zeit bei meiner Oma verbracht. Ich kann mich natürlich nicht mehr an alles erinnern, was wir gemeinsam gemacht haben - ist das nicht schade, dass man so vieles aus der Kindheit dann doch nicht mehr weiß?
Aber an eine Sache erinnere ich mich so gut. Und völlig überraschend hat das mal wieder etwas mit Essen zu tun. Ein absolutes Highlight bei den Oma-Tagen war der Milchreis, den sie für mich gekocht hat. Der Geruch und der Geschmack von Milchreis, das ist für mich Kindheit pur, und Geborgenheit, und Glück, und einfach Zuhause. Sie hat ihn mir noch ganz heiß in eine Schüssel gefüllt und ich durfte selbst Zucker hinzugeben - und zwar so viel wie ich wollte! Und sie hat auch mit gemacht. Wir saßen also zu zweit in der Küche, in der Mitte stand der Zuckerspender, den man gefühlt 1000mal kippen musste, bis endlich genug Zucker im Milchreis war. Ach war das schön!
Ich werde immer an meine Oma denken, wenn ich Milchreis esse...

Heute habe ich eine kleine Milchreis-Inspiration für euch - denn ich habe diesmal keinen ganz klassischen Milchreis gekocht, sondern Mandelmilch verwendet. Und glaubt mir: Das macht glücklich!

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Für eine Schüssel voll leckerem Milchreis braucht ihr - je nach Milchreis (auf die Beschreibung auf der Verpackung achten!):

  • 2oo g Milchreis
  • 500 ml Milch - ich habe 350 ml ungesüßte Mandelmilch mit 150 ml laktosefreier Milch gemischt (zwecks der Konsistenz)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Ahornsirup - oder mehr, wenn ihr es gerne süßer mögt
Für das Kompott braucht ihr:
  • 2 Äpfel
  • 50 g Mandelstifte
  • eine Handvoll Cranberries
  • 200 ml Johanissbeersaft
  • 1 Päckchen Gelatine
Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Bringt die Milch zum Kochen und gebt den Milchreis, Salz, den Zimt und die in der Mitte aufgeschnittene Vanilleschote hinzu. Stellt dann die Hitze zurück und lasst den Milchreis vor sich hin köcheln. Vergesst dabei nicht, immer wieder umzurühren, den angebrannter Milchreis ist nicht ganz so lecker. Nun dauert es etwa 20 bis 30 Minuten, bis der Milchreis schön "schlontzig" und gar ist - das hängt aber von der Sorte ab - deshalb kocht ihr ihn am besten nach Verpackungsangabe.
Gebt dann kurz vor Ende der Garzeit den Ahornsirup hinzu und schmeckt den Milchreis ab. Ihr könnt natürlich auch Honig oder Zucker verwenden.
In der Zwischenzeit schält ihr die Äpfel und schneidet sie in kleine Stücke.
Gebt sie zusammen mit den Mandelstiften, den Cranberries und dem Johannisbeersaft in einen Topf und kocht sie etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze. Rührt in der Zwischenzeit die Gelatine an. Lasst die Apfelmischung dann etwas abkühlen, dann dickt ihr sie mit der Gelatine etwas ein.

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Ich liebe Milchreis ja besonders, wenn er heiß ist. Deswegen habe ich den Reis zusammen mit dem Kompott gleich probieren müssen. Aber auch kalt schmeckt beides lecker.

Was ist eure Glücksrezept? Was ist euer #sonntagsglück?
Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 22. Januar 2017

Ein großer Topf voll Seelenfutter: Boeuf Bourguignon

Ihr Lieben,

es gibt diese bestimmte Gerichte, die einem so rundherum gut tun. Es gibt Essen, das einen in die Vergangenheit katapultiert, es gibt Essen, dass einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, es gibt Essen, das tröstet, es gibt Essen, von dem man einfach nicht genug kriegen kann.
Ich habe einige dieser Leibspeisen - und seit ich 2015 das erste Mal Boeuf Bourguignon ausprobiert habe (und auch auf dem "alten" Blog vorgestellt hatte), gehört dieses Gericht definitiv dazu.
Es schmeckt so intensiv, so reich und einfach nach der Liebe, mit der ich es koche.
Wie alle Gulasch-Gerichte fordert auch dieses Zeit- die sich aber lohnt! Die Zubereitung dauert etwa 45 Minuten, die Garzeit beträgt mindestens 3 Stunden. Der Genuss hält aber auch lange an. Und da man davon am besten gleich einen großen Topf voll zubereitet, hat man nicht nur einmal ein leckeres Essen auf dem Teller.
Bitte achtet auf wirklich gute Lebensmittel, auf hochwertiges Fleisch und guten Wein -  dann schmeckt es gleich dreimal so gut!

Boeuf Bourguignon


Für einen großen Topf Boeuf Bourguignon braucht ihr:
  • 2,5g Rindfleisch aus der Schulter, schneidet es i  etwa 6cm große Würfel
  • 1 kg Möhren
  • 3 Pastinaken
  • 1 Bunde Petersilie - gehackt
  • 300 g rote Zwiebeln
  • 200 g Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Stiele Rosmarin
  • 3 Stiele Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca. 60 ml Portwein
  • 1 El brauner Zucker
  • 80 g Tomatenmark
  • 1 Flasche trockenen Rotwein. Ich habe einen französischen aus dem Modell genommen
  • 300 ml Rinderfond
  • 300 g Champignons
  • 11/2 EL Butter
  • 11/2 EL Mehl
Boeuf Bourguignon

Putzt das Gemüse, schneidet die Pastinaken und Möhren in Würfel, halbiert die Champignons und schneidet Knoblauch und Zwiebeln in Würfel.
Gebt den Rosmarin, den Thymian und die Lorbeerblätter in ein Teebeutelchen und bindet es mit Garn zu.
Gebt reichlich Olivenöl in einen hohen Topf oder Bräter, salzt das Fleisch und bratet es portionsweise an. Nehmt das Fleisch aus dem Topf und löscht den Bratensatz mit dem Portwein ab. Den Sud gebt ihr zum Fleisch. Gebt etwa 2 EL Olivenöl in den Topf, bratet den Knoblauch, die Zwiebeln und etwa 300 g Möhren- und Pastinaken an. Dann kommen Zucker und Tomatenmark hinzu. Das Ganze löscht ihr dann mit dem Rotwein ab. Kocht alles auf und gebt dann den Rinderfond hinzu. Gebt dann das Fleisch wieder in den Topf - das Kräutersäckchen kommt auch hinzu. Würzt gut mit Pfeffer, lasst alles noch mal aufkochen und lasst es dann zugedeckt bei leichter Hitze mindestens 3 Stunden köcheln.
In der Zwischenzeit bratet ihr das restliche Gemüse, zunächst die Möhren und Pastinaken, dann die Champignons, an - salzen, pfeffern und die Petersilie hinzugeben. Nach etwa 3 Stunden nehmt ihr das Fleisch aus der Soße und passiert die Soße durch ein feines Sieb in eine Schüssel. Drückt das Gemüse gut mit einem Schöpflöffel durch. Gebt dann die Soße zurück in den Topf und lasst sie aufkochen. Schmeckt die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Verrührt das Mehl mit der Butter und rührt die Masse mit einem Schneebesen in die Soße ein. Dann gebt ihr Fleisch und Gemüse in den Topf und lasst das Boeuf Bourguignon noch etwa 15 Minuten zu Ende garen.
Dazu schmecken Rosmarin-Kartoffeln oder einfach Baguette - Hauptsache etwas, was die leckere Soße aufsaugt. Und aufgewärmt schmeckt es noch mal so gut!

Boeuf Bourguignon

Nach einem langen Winterspaziergang freue ich mich heute auf einen großen Teller heißes Boeuf Bourguignon - meine heutiges #sonntagsglück!

Viel Freude beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

p.s. verlinkt mit soulsistermeetsfriends und 

Mittwoch, 18. Januar 2017

Manchmal sind die einfachsten Rezepte die besten: Hühnersuppe mit Nudeln

Ihr Lieben,

vor Kurzem hatte mich eine Erkältung so richtig fies erwischt. Natürlich ist eine Erkältung nichts Schlimmes, aber sind wir doch mal ehrlich: Man fühlt sich damit einfach elend. Man hängt nur rum, ist irgendwie eklig und alles tut weh und nervt. Richtig krank bin ich immer erst, wenn ich auch keinen Appetit mehr habe - denn eigentlich habe ich immer Appetit. Aber diesmal war der tatsächlich auch weg. Bis meine Mama mir eine selbstgekochte Hühnersuppe vorbei gebracht hat. Die hat mir so sehr gut geschmeckt und so gut getan. Danach habe ich mich gefragt: Warum koche ich mir eigentlich nie selbst eine Hühnersuppe? Ich habe mir tatsächlich noch nie eine selbst gekocht. Wahrscheinlich weil mir ein ganzes Suppenhuhn dann doch zu viel ist. Aber es müsste doch eigentlich auch mit Hühnerklein oder Hühnchenbrust klappen. Naja, was soll ich sagen: Ich habe es ausprobiert und für sehr lecker befunden! Und ich habe in meine Hühnersuppe noch ein paar Glasnudeln hinzugefügt, auch das kann ich absolut empfehlen!

Hühnersuppe mit Glasnudeln

Für 2 gute Portionen Hühnersuppe braucht ihr:
  • 1 Bund Suppengemüse (Lauch, Karotte, Sellerie, Petersilie)
  • 2 kleine Hähnchenbrustfilets
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL gerebeltes Zitronen gras oder eine Stange Zitronengras
  • 1 cm Ingwer, geschält und geschnitten
  • Eine Hand voll Glasnudeln, die ihr am besten zerbrecht - so isst es sich leichter
Hühnersuppe mit Glasnudeln

Putzt das Gemüse und schneidet es in Stücke. Gebt den Ingwer und das Zitronengras in einen Teebeutel und bindet diesen zu. Die Petersilie hackt ihr grob. Wascht die Hähnchenbrustfilets und reibt sie etwas trocken.
Bratet das Gemüse in einem Topf in Olivenöl kurz an, gebt dann auch die Filets dazu. Löscht dann alles mit etwa 1 L Wasser ab. Gebt Salz, Pfeffer und Petersilie hinzu (hebt aber etwas Petersilie zum Dekorieren auf) und lasst die Suppe mindestens 30 Minuten köcheln. Nehmt dann die Hähnchenfilets heraus und schneidet sie in Stücke, dann gebt ihr sie zurück in die Suppe. Gebt dann die Glasnudeln hinzu und lasst sie quellen. Nehmt den Teebeutel heraus, schmeckt noch mal mit Salz und Pfeffer ab - und genießt dann einen Teller Seelentröster-Suppe.
Die Suppe hält sich ein paar Tage im Kühlschrank, lässt sich aber auch prima einfrieren. Ihr solltet aber die Nudeln erst hinzufügen, wenn ihr die Suppe esst.
Wenn ihr doch ein ganzes Suppenhuhn verarbeiten möchtet, verlängert sich die Kochzeit entsprechend und ihr solltet auch etwas mehr Wasser und Gemüse verwenden.

Hühnersuppe

Ihr Lieben, bleibt aber dennoch lieber gesund und esst lieber mal ein Teller Süppchen zur Vorbeugung. Die Suppe eignet sich übrigens auch prima für "im neuen Jahr achte ich wieder besser auf meine Ernährung und mache auch ma ne Runde Detox"-Vorsätze.
Liebste Grüße von Martina

Hühnersuppe

Verlinkt mit Frollein Pfau
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Freitag, 13. Januar 2017

[Buchrezension] AROMEN FEUERWERK - Gerichte mit Gewürzen, Kräutern & Früchten

Ihr Lieben,

heute darf ich euch wieder ein ganz wunderbares Kochbuch vorstellen: AROMEN FEUERWERK - Gerichte mit Gewürzen. Kräutern & Früchten von Katharina Küllmer. Herzlichen Dank an den EMF-Verlag für das Rezensionsexemplar!
Es ist wieder eines dieser Bücher, die man einfach so gerne im Küchenregal stehen hat, weil es einfach wunderschön aussieht! Jedoch braucht man Platz für das Buch, denn man hält hier schon einen ganz schönen Wälzer in der Hand - aber ich persönlich mag das ja sehr.

Buchrezension AROMEN FEUERWERK

Nach einem schönen und inspirierenden Vorwort teilt Katharina Küllmer das Buch in aromenreiche Begleiter wie Salze, Butter und Marmeladen, aufregende Durstlöscher wie Tees und Lassis, würzige Leckereien wie Salate, Gemüse und Brote, eisiges Naschwerk wie Granitas und Eis, süße Köstlichkeiten wie Pies, Kuchen und Cookies und schließlich in Inspirationen, also Ideen für Frühstück, Dinner und Co ein.
Die Einteilung gefällt mir gut, wobei für mich das Kapitel mit den würzigen Leckereien gerne etwas umfangreicher hätte ausfallen können. Jedes Rezept wird mit einer kleinen Anekdote eingeleitet, was ich sehr herzlich finde.
Zunächst einmal kann ich euch die eventuelle Angst vor zu schrägen Aromen nehmen. Die Aromen, die im Buch eingesetzt werden, sind in jeder Küche umsetzbar, man braucht dazu nicht einen ganzen Schrank voller neuer Gewürze, Kräuter oder ähnlichem. Die Aromen sind schön, zum Teil überraschend, aber nicht völlig abgefahren.

Buchrezension AROMEN FEUERWERK - Fotos aus dem Buch


Es sind wirklich schöne Rezepte, die zum Teil etwas Zeit erfordern. Es handelt sich hier nicht um Fast Food, auch wenn durchaus mal ein Burger vorgestellt wird.
Die Fotos im Buch sind fantastisch und absolut nach meinem Geschmack.
Es handelt sich um ein für mich rundherum schönes Buch, in dem ich super gerne schmökere, von dem ich mich gerne inspirieren lasse, das aber durchaus etwas außergewöhnlicher und kein Standard-Kochbuch ist.

Buchrezension AROMEN FEUERWERK - Fotos aus dem Buch


Ich möchte euch heute 3 Rezepte aus dem Buch vorstellen - einen Tee, ein Lassi und eine süße Leckerei.

Fangen wir mal mit dem Tee an - ich habe den Ingwer-Minz-Tee ausprobiert, denn ich liebe Ingwer und ich liebe Minze.
Für 2 große Tassen benötigt ihr:
  • 1 Bio-Zitrone
  • 3 große Stängel frische Minze
  • Einige Blätter Minze zum Dekorieren
  • 40 g Ingwer
  • Ahornsirup oder Honig zum Süßen
Kocht für den Tee 500 ml Wasser auf. Schält von der gewaschenen Zitrone 3 dicke Scheiben Schale mit dem Sparschäler ab. Presst die Zitrone dann aus. Die Minze wascht ihr, den Ingwer schält und schneidet ihr in feine Scheiben.
Gebt die Hälfte des Ingwers, die Zitronenschale und die Minzstängel in einen Topf, übergießt alles mit dem heißen Wasser und lasst es etwa 10 Minuten ziehen. Den Tee gießt ihr dann durch ein Sieb ab und gebt den Zitronensaft hinzu. Kocht den Tee erneut kurz auf, gebt in jede Tasse ein paar Scheiben vom Ingwer und ein paar Blätter Minze, dann füllt ihr den Tee in die Tassen. Bei Bedarf könnt ihr den Tee mit Honig oder Ahornsirup süßen, das schmeckt besser als mit Zucker.
Ein toller Tee, gerade in der kalten Jahreszeit, der gleichzeitig ein toller Immunbooster ist.

Ingwer-Minz-Tee

Als nächstes stelle ich euch ein super leckeres Lassi vor - ein Chocolate Lassi.
Für etwa 750 ml braucht ihr:
  • 400 ml Vollmilch
  • 2 zerstoßene Kardamom-Kapseln
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 1 Nelke
  • 1/2 TL Pumpkin Spice (mein Rezept findet ihr HIER)
  • Salz
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre oder Schokolade
  • 220 g kalter Joghurt - ich habe Minus L Griechische Art genommen
  • 2 EL Ahornsirup
  • 3 TL Kakaopulver
  • 3 TL Zimtpulver
Chocolate Lassi

Erhitzt die Milch zusammen mit den Kardamomkapseln, Zimt, Nelke, Pumpkin Spice und einer Prise Salz. Nehmt den Topf dann vom Herd und lasst die Gewürze etwa 5 Minuten in der Milch ziehen, dann entfernt ihr die Nelke und die Kardamomkapseln. Erwärmt die Milch dann erneut und schmelzt darin nach und nach die Schokolade/Kuvertüre unter Rühren. Lasst die Schokoladenmilch dann abkühlen. Die kalte Schokomilch gebt ihr zusammen mit dem Joghurt und dem Ahornsirup in den Mixer und mixt solange, bis sich alles schön verbindet. Füllt das Chocolate Lassi dann in Gläser und verteilt die Kakaopulver-Zimt-Mischung auf den Lassis. 
Herrlich schokoladig-würzig-lecker!

Chocolate Lassi


Und zu guter Letzt stelle ich euch noch eine Leckerei vor, die ich schon längst ausprobieren wollte - es wurde langsam mal Zeit für Cinnamon Rolls, und zwar mit einem Earl-Grey-Frosting.
Für 12 Rolls braucht ihr:
  • 240 ml Milch
  • 115 g Zucker
  • 30 g frische Hefe
  • 520 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 225 g Butter plus etwas zum Einfetten der Auflaufform
  • 2 Eier
  • 225 g Rohrzucker
  • 4 EL Zimt
  • Salz
Für das Earl Grey Frosting
  • 2 TL Earl Grey
  • 1 Sternanis
  • 1 TL Zimt
  • 1 Nelke
  • 1/2 TL geriebener Ingwer
  • 500 g Frischkäse
  • 120 g Puderzucker
Cinnamon Rolls

Erwärmt die Milch, gebt den Zucker hinzu und bröckelt die Hefe hinein. Rührt alles gut um und lasst es zugedeckt etwa 10 Minuten stehen bis die Hefe anfängt, zu arbeiten und Blasen wirft. 
Vermischt in einer Schüssel das Mehl mit dem Salz, gebt 75 g Butter, die Eier und die Hefemilch hinzu und vermengt alles zu einem glatten Teig, den ihr dann richtig gut knetet für etwa 5 Minuten, bis er schön geschmeidig ist. Evtl. müsst ihr noch etwas Mehl hinzufügen. Lasst ihn dann zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen. 

Für das Frostig übergießt ihr den Tee die Gewürze und den Ingwer mit 150 ml kochendem Wasser und lasst den Tee 30 Minuten ziehen. Rührt den Frischkäse mit dem Puderzucker und 3 EL vom abgekühlten Tee glatt, bis die Konsistenz schön cremig ist.

Für die Füllung der Zimtrollen vermengt ihr 150 g Butter mit dem Rohrzucker, dem Zimt und 1 Prise Salz.
Rollt den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck aus und bestreicht den Teig komplett mit der Zimtbutter. Dann rollt ihr ihn der Länge nach auf und schneidet die Rolle dann in etwa 5 cm dicke Scheiben. Gebt diese dann in eine eingefettete Auflaufform und backt die Rollen im auf 200°C vorgeheizten Backofen.
Im Rezept stand 8 Minuten, aber bei mir waren es eher 18 Minuten - das müsst ihr wohl ausprobieren.
Lasst die Cinnamon Rolls dann abkühlen und beträufelt sie vor dem Servieren mit dem Frosting. Im ursprünglichen Rezept wird dazu noch Orangen-Kardamom-Marmelade gereicht. Da ich das nicht so mag, habe ich darauf verzichtet. War aber auch so super lecker.

Cinnamon Rolls mit Earl-Grey-Frosting

Wie ist das bei euch? Probiert ihr gerne neue Aromen und Gewürze aus? Dann ist das Buch definitiv was für euch!

Aromatische Grüße von Martina

verlinkt mit Freutag

Sonntag, 8. Januar 2017

Bucket List 2017

Ihr Lieben,

ein paar Tage hat das Jahr nun schon wieder hinter sich. Aber es ist noch nicht zu spät, sich zu überlegen, was für ein Jahr man sich wünscht, was man machen möchte, ändern möchte, erleben möchte oder eben auch nicht mehr möchte.
Ich nutze die Zeit zwischen den Jahren immer, um zu reflektieren, mir das vergangene Jahr anzusehen und mir Gedanken über das neue Jahr zu machen.
Und das hier ist nun meine Bucket List 2017, meine Wunsch- oder Vorhaben-Liste, meine guten Vorsätze.

Bucket List 2017
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1. Das Übliche - gesünder leben
Wie wahrscheinlich der Großteil von euch, nehme auch ich mir vor, gesünder zu leben, mehr Sport zu treiben, besser auf mich zu achten usw.
Ja, das nehme ich mir jedes Jahr vor - das klappt mal besser, mal schlechter. Aber dieses Jahr habe ich schon mal richtig gestartet, nämlich mit einer 3-Tages-Detox-Saftkur. Das hat wirklich hervorragend geklappt, ich habe drei Tage lang nichts gegessen, sondern alle 2 Stunden einen Saft getrunken, insgesamt 6 Säfte am Tag. Natürlich habe ich auch viel Tee und Wasser getrunken und ja, ich hatte immer mal Hunger. Aber eigentlich gar nicht so sehr, wie befürchtet. Vor Jahren habe ich schon einmal Heilfasten ausprobiert. Aber mit dem Abführen und dem Ganzen vorbereiten - naja, es ging mir letztlich nicht wirklich gut damit. Aber diese Saftkur mache ich definitiv wieder! Es gibt verschiedene Anbieter, die euch damit helfen und kaltgepresste Säfte liefern. Das ist nicht ganz günstig, aber gute Säfte kosten nun mal etwas. Und ihr tut euch und eurem Körper ja was wirklich Gutes damit. Ich habe mich für die Säfte von KALEANDME entschieden, was aber auch eher Zufall war. Die Säfte sind lecker und haben auch noch witzige Namen. Also, absolute Empfehlung (und nein, ich habe diese Säfte nicht umsonst bekommen, ich war ein ganz normaler Kunde).

2. Weniger konsumieren
Konsumieren ist an dieser Stelle ein Sammelbegriff für mich.
Darunter verstehe ich natürlich zum einen den regulären Konsum, also das WAS kaufe ich WO und WIE ein und WIEVIEL davon. 2017 möchte ich noch bewusster einkaufen. Das betrifft bei Lebensmitteln natürlich die Themen regional und saisonal. Das ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, aber ich kann da schon noch etwas besser werden. Ich möchte aber auch nicht mehr so "blind" einkaufen, wie ich das bislang oft mache. Ich bin extrem durch Aussehen, Werbung und auch Empfehlungen getriggert. Ich muss etwas haben, wenn es schön aussieht, jemand positiv davon berichtet hat, die Werbung spannend/lustig/schön ist. Das ist ja alles schön und gut - aber ich möchte mir mehr überlegen, ob ich das, was ich da gerade so unbedingt haben möchte, auch wirklich brauche. Das betrifft Lebensmittel, Kleidung, Schnickschnack - und auch Kochzeitschriften! Natürlich möchte ich mir jetzt nicht jede Freude verkneifen, aber ein wenig bewusster einkaufen, das muss klappen.
Unter Konsumieren verstehe ich aber zum anderen auch, was ich in mich aufnehme, wovon ich mich berieseln lasse und auch beeinflussen lasse. Da steht momentan allen voran das Thema Fernsehen bei mir an erster Stelle. Ich bin sehr bequem geworden: Nach einem anstrengenden Arbeitstag komme ich nach Hause und mache die Glotze an. Und meistens, wirklich meistens, kommt doch wirklich Schmarrn. Stört aber nicht, ich sehe es mir trotzdem an, lasse mich einfach berieseln. Selbst wenn ich meine Yogaübungen mache, habe ich den Apparat an. Er läuft einfach so nebenbei mit. Und das möchte ich ändern. Es spricht ja nichts gegen fernsehen - aber wenn, dann möchte ich es wieder bewusst machen, mir eine schöne Serie oder einen Film ansehen. Andernfalls bleibt die Kiste aus, die Musik wird angemacht, Bücher in die Hand genommen und beim Yoga die Ruhe genossen.
Und es wird auch wieder mehr nach draußen gegangen - die Natur gibt einem doch so viel mehr als TV, Facebook und Co.

Winterspaziergang

Dieses Foto ist heute bei einem Winterspaziergang mit meinen Eltern entstanden. Und ist mein persönliches #sonntagsglück für heute!

3. Ordnung ist das halbe Leben
Ich würde mich selbst nun nicht als unordentlich bezeichnen. Aber leichte Tendenzen sind doch festzustellen. Was aber oft in direktem Zusammenhang mit Punkt 2 meiner Liste steht. Wenn ich eine Übersicht der Dinge mache, die ich habe, alles ausmiste und ordne, gelingt es mir ganz sicher auch besser, nur die Dinge einzukaufen, die ich brauche. Dann stapelt sich nicht die 5. Mehlpackung im Vorratsraum, weil ich mir sicher war, dass Mehl gerade zu Hause fehlt. Dann habe ich alles im Überblick, weil alles aufgeräumt und übersichtlich ist. Und das nehme ich mir nun für die nächsten Tage vor - Tabula rasa!

4. Mehr Me-Time
Ich glaube, das nehmen sich viele von euch vor. Und das ist so schwer. Aber auch so wichtig.
Wir lassen uns so schnell vereinnahmen: Von stressigen Jobs, einer fordernden Familie, Freunden, Pflichten, Aufgaben. Und manchmal bleibt man selbst dabei ziemlich auf der Strecke. Ich habe das gerade zum Jahresende hin gemerkt, ich habe funktioniert und war dabei völlig ausgelaugt. Das passiert nicht so schnell, wenn man sich immer wieder Freiräume schafft, etwas für sich tut, sich selbst etwas Gutes tut. Das kann ein gutes Buch sein, mit dem man sich schon um 20 Uhr in sein Bett zurück zieht. Ein heißes Bad mit ganz viel Schaum und einem Glas Prosecco. Ein Spaziergang, ganz alleine. Oder ein Mädelsabend mit den Besten, an dem man um die Häuser zieht und mal wieder ausgelassen tanzt, lacht und flirtet. Natürlich sind wir alle eingebunden. Und das ist ja auch gut und wichtig. Aber wir brauchen auch mal me-time. Denn wir dürfen uns selbst doch nicht verlieren.

Do What You Love


5. Spontan - harmonisch - schwungvoll - magisch
Ich habe mir kurz vor Ende des Jahres im wunderschönen LetterpressShop von Poule Folle eine dieser Karten gekauft, die auf den ersten Blick nur aus willkürlich zusammen gewürfelten Buchstaben bestehen, bei genauerem Hinsehen werden dann aber einzelne Worte sichtbar. Die ersten 3 Worte, die man sieht, beschreiben, wie das Jahr wird. Ich habe aber auf einen Blick 4 Worte entdeckt. Und diese finde ich wunderbar! Ich wünsche mir, dass ich am Ende des Jahres zu jedem Wort eine Geschichte haben werde.

So wird mein 2017


6. Reisen und Wandern
Das mit dem Wandern hat 2016 ja schon Fahrt aufgenommen. Aber das darf 2017 gerne so weiter gehen. Denn Wandern ist etwas, was mir wirklich Freude bereitet. Bewegung an der frischen Luft in wunderschöner Natur, das ist genau meins. Da geht mein Herz auf. Und vielleicht finde ich 2017 auch wieder mehr Zeit zum Reisen. Das ist die letzten Jahre sehr auf der Strecke geblieben. Aber ich möchte das gerne wieder ändern. Jobbedingt habe ich schon zwei tolle Reisen vor mir, nach Riga und nach Marrakesch. Aber Job ist eben Job - privat zu reisen ist etwas anderes. Mal sehen, was sich so ergibt, ob es dieses Jahr mit einem Winter-Ausflug in die Berge, einem Roadtrip in Rumänien und Genuss&Entspannung am Gardasee klappt

7. Mein MEHR sein 
Kennt ihr die Geschichte von Alice im Wunderland? Und kennt ihr auch die Verfilmung von Tim Burton? Da sagt der verrückte Hutmacher zu Alice: "Du hast dein Mehr-sein verloren".
Und manchmal habe ich das Gefühl, das ist mir auch passiert. Oder war ich nie mehr? Wer bin ich eigentlich? Das möchte ich 2017 herausfinden. Was ist mein Mehr sein? Was macht mich wirklich aus? Wer möchte ich sein? Und wie möchte ich wirklich leben? Das ist keine leichte Aufgabe. Aber es wird allmählich Zeit, mich dieser zu stellen.

Mein Mehr sein

Meine Lieben, das war heute einer dieser wenigen persönlichen Posts meinerseits. Ab dem nächsten Post wird wieder gekocht - denn bei dieser Leidenschaft werde ich auch 2017 bleiben!
Wie sieht denn eure Bucket List aus?

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg, Freude und Durchhaltevermögen bei all euren Vorhaben! Und auf jeden Fall noch:

Happy New Year

Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit soulsistermeetsfriends
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Mittwoch, 4. Januar 2017

Winterlicher Nachtisch mit Mascarpone und Glühweingelee

Ihr Lieben,

nun steht der letzte weihnachtliche Feiertag vor der Tür - zumindest bei uns in Bayern. Traditionell wird bei uns der Christbaum dann abgeräumt und verabschiedet. So sehr ich ihn liebe, aber an Heilig Dreikönig freue ich mich dann doch auch immer, wenn die Wohnung wieder "entweihnachtet" wird.
Nichtsdestotrotz darf an diesem Feiertag noch mal richtig geschlemmt werden. Deshalb habe ich heute einen leckeren Nachtisch für euch, der den tollen Nebeneffekt hat, dass die restlichen Plätzchen und mein selbstgemachtes Glühwein-Gelee zum Einsatz kommen.

Winternachtisch mit Mascarpone

Für 4 Portionen meines winterlichen Desserts braucht ihr:
  • 2 Handvoll übrig gebliebene Plätzchen - z.B. Cantuccini
  • 1 Becher Mascarpone
  • 1 Becher Magerquark
  • Ca. 2 EL Milch
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 2 EL Rohrzucker
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 Glas Glühweingelee
Gebt die Plätzchen in einen Gefrierbeutel, verschließt ihn gut und zerbröselt die Plätzchen dann mit dem Nudelholz.
Gebt die Mascarpone und den Quark zusammen mit der Milch, dem Vanillinzucker, dem Rohrzucker, dem Mark der Vanilleschote und dem Zimtpulver in eine Schüssel und verrührt alles zu einer geschmeidigen Creme. Gebt noch Milch hinzu, wenn euch die Masse zu fest ist.
Nun füllt ihr alles schichtweise in Gläser - ich habe jeweils zwei Schichten eingefüllt: Zuerst kommen ein paar Plätzchenbrösel, dann die Mascarpone-Creme und dann eine dünne Schicht Glühweingelee. Mit dem Gelee solltet ihr auch abschließen.
Sieht das nicht lecker aus? Und es schmeckt fantastisch!

Winternachtisch mit Mascarpone

Wie ist das bei euch? Wie lange darf bei euch der Christbaum wohnen bleiben?
Liebste Grüße von Martina

Winternachtisch mit Mascarpone