Freitag, 28. Juli 2017

Kirsch-Chutney - ein toller Gruß aus der Küche

Ihr Lieben,

dass ich so eine gewisse Leidenschaft für Chutneys habe, habt ihr vielleicht schon mitbekommen. Ich habe schon einiges ausprobiert: Mango-Chutney, Mango-Blaubeer-Chutney, Apfel-Walnuss-Chutney usw. Was ich bislang nicht eingekocht habe, war Kirsch-Chutney. Höchste Zeit also, es mit den leckeren Kirschen, die es dieses Jahr gibt, endlich zu versuchen!
Eigentlich bin ich ja allergisch auf Kirschen - was für mich wirklich schrecklich ist, weil ich Kirschen liebe. Das war auch nicht immer so. Aber vor ein paar Jahren hat es angefangen, auf meiner Zunge zu kribbeln, wenn ich Kirschen esse. Und das ist leider mit der Zeit schlimmer geworden. Nicht so schlimm, dass ich keine Luft mehr bekomme, aber schön ist es dennoch nicht. Das Gute ist: Sobald ich Kirschen verarbeite, also koche, backe, einmache etc. passiert das nicht mehr. Also ab ins Glas mit den Kirschen und alles ist gut.

Kirsch-Chutney

Für 5 Gläser braucht ihr etwa:
  • 1 Pfund entsteinte Kirschen
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Senfkörner
  • 1 EL rote Pfefferbeeren
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Muskat
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 3 EL Rotweinessig
  • 150 g Rohrzucker
  • 1 gute Prise Salz
Kirsch-Chutney

Viertelt die entsteinten Kirschen. Die Zwiebeln schält und würfelt ihr.
Erhitzt das Öl in einem großen, hohen Topf und gebt zunächst die Senfkörner hinein, dann die Gewürze und die Pfefferbeeren. Schwitzt alles kurz an und gebt dann die Zwiebeln hinzu. Ebenfalls kurz anschwitzen, dann kommen auch schon die Kirschen in den Topf. Lasst alles etwas köcheln und gebt dann den Zucker hinzu. Gut 20 Minuten köcheln lassen, dann schmeckt ihr das Chutney mit Essig und Salz ab - lasst es nochmal 10 Minuten köcheln und eindicken und füllt es dann in saubere Gläser ab.

Kirsch-Chutney

Verschließt sie mit Alkohol (siehe Konfitürenrezept HIER) und/oder stellt sie nach Verschließen etwa 5 Minuten auf den Kopf. Jetzt noch schön beschriften und schon habt ihr ein schönes Mitbringsel für die nächste Grillparty. Aber auch zu Käse schmeckt auch dieses Chutney hervorragend!

Kirsch-Chutney

Habt ihr ein Lieblingschutney?

Da Chutneys gerne in der indischen Küche zum Einsatz kommen, ist das doch ein tolles Rezept für das WORLD WIDE SUMMERFOOD-Blog-Event von 1xUMRÜHREN BITTE.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit Freutagdecorize und #sonntagsglück

Freitag, 21. Juli 2017

Kirsch-Konfitüre und Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre

Ihr Lieben,

eines der Dinge, die ich am Sommer so sehr liebe: es gibt so unglaublich leckeres Obst und Gemüse, aus dem man unglaublich leckere Sachen machen kann!
Der einzige Nachteil ist dann immer, dass man unter Umständen bei schönstem Wetter in der Küche steht und noch mehr schwitzt, als eh schon. Aber das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich danach wieder einen leckeren Gruß aus der Küche als Vorrat habe.
Dieses Jahr habe ich mich an die Kirschen gemacht. Denn es gibt dieses Jahr zwar nicht viele, da viele Blüten dem Frost zum Opfer gefallen sind. Doch die, die es gibt, sind sowas von lecker!
Ich habe zweierlei Konfitüre gekocht: Einmal Kirsche pur und einmal Kirsche mit schwarzer Johannisbeere.

Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre

Für etwa 5 mittelgroße Gläser Kirsch-Konfitüre braucht ihr:
  • 1 kg entsteinte Kirschen
  • 500 g Gelierzucker 1:2
  • 2 Vanilleschoten
  • 2 Zimtstangen
Gebt die Kirschen in einen hohen Topf, die Vanilleschoten und Zimtstangen hinzu und gebt dann den Gelierzucker hinzu. Verrührt alles gut miteinander und lasst die Kirschen dann etwa 10 Minuten vorgelieren. Bringt die Kirschmasse dann zum Kochen und lasst sie mindestens 2 Minuten sprudelnd köcheln. Umrühren, am besten mit einem Holzkochlöffel, nicht vergessen. Den Schaum abschöpfen und dann die Gelierprobe machen. Sollte die Konfitüre noch nicht gelieren, dann lasst sie noch etwas köcheln. Füllt die Konfitüre dann in gereinigte und desinfizierte Gläser. Ich koche Gläser immer aus, um sie zu desinfizieren.
Gebt dann 1 TL Schnaps auf die Konfitüre in den Gläsern, zündet diesen mit einem Streichholz an und schraubt die Gläser sofort zu. Aber seid vorsichtig und verbrennt euch nicht. Stellt die Gläser dann noch 5 Minuten auf den Kopf und sie sind auf jeden Fall zu. Die Konfitüre hält sich so ewig.
Ja, und so einfach ist es, leckere Konfitüre zu machen.

Selbstgemachte Konfitüre

Ähnlich macht ihr auch die Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre.
Ihr braucht:
  • 500 g entsteinte Kirschen
  • 500 g geputzte schwarze Johannisbeeren
  • 500 g Gelierzucker 1:2
Mehr habe ich hier nicht hinzugefügt, da diese Cherry-Cassis-Mischung schon wahnsinnig aromatisch ist. Dann geht ihr genauso vor, wie bei der Kirsch-Konfitüre beschrieben. Schwarze Johannisbeeren gelieren super, daher müsst ihr euch hier gar keine Sorgen machen.
Ich mag es gerne, wenn in der Konfitüre Fruchtstücke sind. Wer das nicht mag, kann die Konfitüre entweder mit dem Pürierstab pürieren oder durch ein Leinentuch passieren, um Gelee daraus zu machen.

Kirsch-Johannisbeer-Konfitüre

Ach, alleine schon die Farbe ist ein Traum, oder?
Die Konfitüren schmecken übrigens auch super zu Hefezopf, wie z.B. dem Mohnzopf, den ich neulich gebacken habe. Das Rezept reiche ich in Kürze nach. 

Mohnzopf mit Kirsch-Konfitüre

Aus Kirschen und schwarzen Johannisbeeren kann man auch tollen Sirup kochen - und mit dem kann man dann herrliche Sommerdrinks zaubern, wie z.B. meinen Sommer-Gin-Tonic mit Kirsche.

Welche Konfitüre mögt ihr besonders?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit decorize und Freutag

Freitag, 14. Juli 2017

Sommer-Gin-Tonic mit Kirsche

Ihr Lieben,

die große Einmachzeit hat wieder begonnen. Ich bin schon fleißig am Konfitüre einkochen und auch den ersten Sirup habe ich bereits gemacht.
Ein paar leckere Rezepte habe ich euch hier ja schon gezeigt -  Rhabarber-Konfitüre, Blaubeerkonfitüre oder auch Erdbeersirup.
Gerade Sirup hat es mir sehr angetan. Egal ob man sein Wasser damit pimpt, Eis verfeinert oder Drinks das gewisse Etwas verleiht - Sirup geht irgendwie immer.
Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. (Fast) Jedes Obst lässt sich zu Sirup verarbeiten. Die Grundregel, die ich dabei anwende: Auf 1 Liter Flüssigkeit kommt mindestens 500 g Zucker. Das ist nun mal so: Sirup braucht Zucker. Aber da man ja in der Regel immer nur sehr wenig Sirup für Getränke oder Speisen verwendet, ist das schon ok.

Ich habe dieses Jahr Kirsch-Johannisbeer-Marmelade eingekocht - das Rezept folgt sicher noch später. Da ich noch ein paar Früchte übrig hatte, habe ich daraus etwas Kirsch-Johannisbeer-Sirup gekocht. Leider war es nicht genug, um es in Flaschen abzufüllen und für euch zu fotografieren. Aber ich habe euch stattdessen eine leckere Sommer-Drink-Idee mitgebracht: einen sommerlichen Gin Tonic mit Kirsch-Johannisbeer-Sirup und gefrorenen Kirschen.

Sommer-Gin-Tonic

Was ihr dazu braucht (pro Glas):
  • 2 TL Sirup nach Geschmack, am besten aber eben einen auf Kirsch-Basis
  • 2 - 4 cl Gin -  je nachdem, wie stark ihr es mögt
  • 1 kleine Flasche Tonic Water
  • Eiswürfel
  • 3 bis 5 gefrorene Kirschen
Gebt Sirup, Gin und Tonic Water in ein Glas, rührt gut um und gebt dann die Eiswürfel und die gefrorenen Kirschen hinzu. Verziert, wenn ihr mögt, das Glas noch mit Kirschen. Ich habe übrigens an den gefrorenen Kirschen die Stiele dran gelassen, so kann man sie sich nach und nach aus dem Glas klauen.

Sommer-Gin-Tonic

Und ich habe einen ganz tollen neuen Gin entdeckt - und das ist übrigens keine bezahlte Werbung, sondern einfach Verzückung: Madame Geneva Gin Blanc. Nicht nur die Flasche sieht super schick aus - der Gin schmeckt köstlich! Auch wenn es nicht so klingt - er kommt aus Deutschland und konzentriert sich auf das Wesentliche in Gin: Auf Wacholder. Ausbalanciert wird er durch Koriander und Ingwer. Klingt verrückt, schmeckt aber lecker.

Sommer-Gin-Tonic

Habt ihr einen Lieblingsdrink? Oder sogar einen Lieblings-Gin?
Liebste Grüße von Martina

Sommer-Gin-Tonic

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Montag, 3. Juli 2017

[Buchrezension] Eiszeit - Über 50 Rezepte für Eiscreme und Co. - und ein Rezept für cremiges Erdbeereis

Ihr Lieben,

was gibt es an einem heißen Sommertag besseres, als ein leckeres, cremiges Eis?
Doof ist dann nur, wenn man wie ich laktoseintollerant ist. Da wird die Auswahl dann schon ganz schön dünn. Man kann dann Fruchteis auswählen und hoffe, dass wirklich keine Milch oder Sahne beigemischt ist. Oder man hat Glück und es gibt eine Eisdiele mit veganem Eis in der Nähe. Oder man nimmt eben seine Laktrase-Tabletten. Sind wir mal ehrlich: Alles eher suboptimal.
Am besten ist es doch wieder, man macht sein Eis selbst!
Und so schwierig ist das tatsächlich auch gar nicht - zumindest nicht, wenn man eine Eismaschine zu Hause hat. Und wenn man dann auch noch ein Buch mit tollen Rezepten sein Eigen nennen kann, kann so gut wie nichts mehr schief gehen.
Ich stelle euch heute ein Buch mit leckeren Eisrezepten vor: Eiszeit von Shelly Kaldunski.

Eiszeit von Shelly Kaldunski

Vielen Dank an dieser Stelle an den südwest Verlag und die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Überblick über verschiedene Eissorten (Cremeeis, Softeis, Sorbet, etc.), dann folgt ein Eis-ABC zu Zutaten. Hierzu möchte ich noch ein paar Worte verlieren. wenn ihr euch schon die Mühe macht, selbst Eis herzustellen, dann achtet auf gute Zutaten - das schmeckt man einfach! Nehmt Obst, das gerade Saison hat, verwendet richtig frische Eier, am besten direkt vom Bauernhof und spart nicht bei Gewürzen oder Schokolade.
Ich habe mich bislang immer gescheut, Eisrezepte mit Ei auszuprobieren. Doch wenn die Eier frisch sind, müsst ihr euch keine Sorgen machen - und das Eis schmeckt wirklich herrlich cremig.

Im Buch folgt dann ein Kapitel zum richtigen Zubehör, bevor es zu Tipps und Tricks und schließlich zu den tollen Rezepten geht.
Man hat hier wirklich die Qual der Wahl, was man zuerst ausprobieren möchte: Das frische Minzeis mit Schokosplittern? Oder doch das Mango-Ingwer-Sorbet? Oder vielleicht doch lieber einen Eis-Shake?
Im Buch kommen auch Waffel- und Topping-Rezepte nicht zu kurz.
Hier geht's zur Leseprobe.

Was man vor dem Erwerb des Buches wissen sollte: Bei den meisten Rezepten kommt die Eismaschine zum Einsatz. Sicherlich kann man die Rezepte auch ohne Eismaschine herstellen, aber natürlich mit mehr Aufwand. 
Ich muss aber sagen: Wenn man hin und wieder ein Eis zubereitet, dann lohnt sich die Anschaffung einer Eismaschine schon. Man muss ja nicht gleich mit dem Profigerät starten. Und selbstgemachtes Eis kommt eben doch immer gut an.

Da jetzt gerade Erdbeeren Saison haben, habe ich mich entschieden, das Rezept für Erdbeereis auszuprobieren. Ich bin jetzt eigentlich nicht der große Erdbeereis-Fan. Ich würde mir nie eine Kugel Erdbeereis in der Eisdiele bestellen.
Aber selbstgemacht, mit frischen, aromatischen Erdbeeren, ist dieses Eis wirklich ein Traum!

Erdbeereis

Für etwa 1,5 Liter Erdbeereis braucht ihr:
  • 375 g geputzte und halbierte Erdbeeren
  • 155 g Zucker plus 2 EL Zucker (da ich es nicht so super süß mag, habe ich etwas weniger Zucker verwendet
  • 2 TL frischer Zitronensaft
  • 250 g Sahne (für mich natürlich laktosefreie)
  • 250 ml aus halb Sahne, halb Milch (auch hier für mich: laktosefrei)
  • 3 Eigelb von sehr frischen Eiern (Größe L)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Vanillestange (nicht im Original-Rezept)
  • Ich habe noch ein paar Blätter Basilikum gehackt

Erdbeereis

Vermischt die Erdbeeren in einer Schüssel mit dem Basilikum, 2 EL Zucker und dem Zitronensaft. Zerdrückt die Erdbeeren mit einer Gabel oder dem Kartoffelstampfer und lasst die Mischung etwa eine Stunde abgedeckt ziehen.
Erhitzt die Sahne und die Sahne-Milch-Mischung in einem Topf bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren etwa 5 Minuten, bis die Mischung zu köcheln beginnt. Gebt von Anfang an die Vanilleschote hinzu, die ihr der Länge nach aufgeritzt habt. Währenddessen schlagt ihr in einer hitzebeständigen Schüssel die Eigelbe, den restlichen Zucker und das Salz mit einem Schneebesen etwa 2 Minuten kräftig auf, bis die Masse hellgelb und dickcremig wird.
Hebt dann vorsichtig etwa 250 g der Sahnemischung unter die Eimasse und rührt die Mischung glatt. Gebt sie dann zurück in den Kochtopf und erhitzt sie unter ständigem Rühren (am besten mit einem Holzkochlöffel) 1-2 Minuten, bis die Masse eindickt und am Kochlöffel haften bleibt. Die Masse dabei nicht aufkochen.
Bereitet währenddessen ein Eisbad in einer Schüssel vor. Setzt eine kleinere, hitzebeständige Schüssel hinein und gießt in diese dann die Sahne-Ei-Mischung durch ein feines Sieb. Lasst die Masse abkühlen, rührt hin und wieder um, nehmt die Schüssel dann aus dem Eisbad und gebt die Mischung zu den Erdbeeren. Hebt alles gut unter, deckt die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und stellt sie mindestens für 4 Stunden - besser noch länger - in den Kühlschrank.

Buchrezension Eiszeit - und Erdbeereis

Dann gebt ihr die Masse in die Eismaschine und rührt sie nach Bedienungsanleitung cremig. Wenn euch die Konsistenz gefällt, könnt ihr das Eis direkt servieren und/oder vernaschen. Oder ihr gebt es in einen gefriergeeigneten Behälter und stellt das Eis gut abgedeckt mindestens 2 Stunden oder bis zu 3 Tagen in den Gefrierschrank.
Vor dem Servieren spült ihr den Eisportionierter mit heißem Wasser ab und lasst das Eis evtl. etwas antauen - so tut ihr euch leichter.

Buchrezension Eiszeit - und Erdbeereis

Mmmmh.... so lecker! Schön cremig ist das Eis, und die Erdbeerstückchen darin sind super lecker.
Habt ihr schon mal Eis selbst gemacht?
Ich kann euch das Buch Eiszeit auf jeden Fall empfehlen: Tolle Rezepte, Fotos, die Lust auf Eis machen, und gute Schritt-für-Schritt-Erklärungen, mit denen euch jedes Eis sicher gelingt. Und zu vielen Rezepten gibt es noch einen Extra-Tipp, mit dem man sein Eis noch mehr pimpen kann. 
Also dann mal ran an die Eismaschine!

Liebste Grüße von Martina

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

Verlinkt mit Montagsfreuden und Dienstagsdinge