Sonntag, 18. Februar 2018

[Buchrezension] Goodbye Zucker - Für immer

Ihr Lieben,

ich habe ein Vorhaben für das neue Jahr tatsächlich schon ganz gut umgesetzt: Ich esse wieder bewusster und gesünder. Mein Waschbärbäuchlein zieht sich auch schon ein wenig zurück und ich fühle mich insgesamt besser und fitter.
Aber ich habe ein großes Laster. Wenn ich Stress habe oder nervös bin, dann esse ich. Und was liegt dann, gerade im Büro, meistens griffbereit zur Seite? Schokozeugs und andere Süßigkeiten. Und das stopfe ich dann gerne mal gedankenlos in mich hinein. Hinterher tut es mir dann leid - und wenn ich ehrlich bin, merke ich auch, dass mir das nicht wirklich gut tut. Also wird es mal Zeit, sich mit dieser Zuckersucht zu beschäftigen. Da kam mir das Buch "Goodbye Zucker - Für immer" von Sarah Wilson gerade recht. Vielen Dank an dieser Stelle an den Goldmann-Verlag und die Verlagsgruppe Random House für das Rezension-Exemplar!
148 zuckerfreie Rezepte und ein 4-Wochen-Wellness-Programm - das hat mich neugierig gemacht. Ich kenne das erste Buch von Sarah Wilson "Goodbye Zucker - Zuckerfrei glücklich in 8 Wochen" leider nicht. Aber man kann auch mit ihrem zweiten Buch super in das Thema einsteigen. Und gerade jetzt, da die Fastenzeit beginnt, beschäftigt man sich ja eh mit dem Thema "Verzicht".

"Goodbye Zucker - Für immer" von Sarah Wilson


"Goodbye Zucker - Für immer" von Sarah Wilson


Das Buch beginnt mit einer Einladung an die Leserinnen, sich auf das Experiment vom zuckerfreien Leben einzulassen. Das finde ich wirklich sehr nett und persönlich. Die Autorin macht hier auch noch mal klar, dass es ihr nicht darum geht, auf jegliche Süße zu verzichten - es geht um industriell verarbeitete Lebensmittel. Wie sie selbst sagt: es geht darum "keinen Mist mehr" zu essen. Sprich, dieser Lebensstil schließt fast alle fertig verpackten Gerichte aus. Es geht also darum, vollwertige und unverfälschte Lebensmittel zu sich zu nehmen. 
Wenn man sich mal überlegt, dass wir in Deutschland im Durchschnitt 35 kg Zucker im Jahr zu uns nehmen... das ist doch Wahnsinn! Und natürlich sind das nicht nur die Löffel Zucker im Kaffee oder die Schokolade. Es sind vor allem auch die versteckten Zucker in sogenannten Convenience-Produkten. Also, da wird man schon nachdenklich, oder?

Nach dieser schockierenden Einsicht geht es weiter mit einer Einführung und dann mit einem Kodex. Hier wird erklärt, wie viel Zucker wir eigentlich brauchen, welche Zuckerarten es gibt, welche Ersatz-Süßungsmittel wir stattdessen verwenden können, was es mit Fett auf sich hat und mit Diäten. Es folgt eine kurze Einführung in ayurvedische Ernährung, bevor es weitergeht mit den Themen nährstoffreiche Ernährung, Morgenroutine, Sport, Snacks, Einkaufen und schließlich Kochen. 
Alle Themen sind leicht verständlich geschrieben, es macht Spaß, sie zu lesen. 
Das Herzstück des Buches sind die 148 abwechslungsreichen Rezepte. Es geht dabei nicht nur um süße Sachen. Da wir ja gelernt haben, wie viel Zucker in industriell verarbeiteten Lebensmitteln steckt, geht es vor allem darum, selbst zu kochen, Lebensmittel mit Bedacht auszuwählen und sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Hier bin ich im Prinzip schon recht gut aufgestellt, bedingt durch meine Laktoseintoleranz. Aber es sind wirklich tolle Rezepte, die Lust auf Nachkochen machen.
Das Buch endet dann mit einem Vier-Wochen-Wellness-Programm und drei Menüplänen.
Am meisten haben mich natürlich die Rezepte interessiert - und zwei davon habe ich für euch ausprobiert - ein Brot und eine Süßigkeit.


Gehaltvolles Paleo-Brot


Gehaltvolles Paleo-Brot


Der Clou an diesem Brot ist: Man braucht keinen Belag mehr, denn alles ist schon im Brot enthalten!

Zutaten für eine Kastenform:

  • 150 g Mandelmehl
  • 100 g Pfeilwurzelmehl (da ich dieses Mehl nicht bekommen habe, habe ich Buchweizenmehl verwendet)
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/2 TL Natron
  • 5 Eier
  • 1 1/2 TL Apfelessig
  • 1 El fein gehackte Petersilie
  • 50 g entsteinte Oliven, halbiert
  • 125 g geraspelte Zucchini
  • 50 g fein geschnittener Schinken (da das hier nun Raum zur Interpretation ließ, habe ich gekochten Schinken genommen - auch wenn das nicht ganz Paleo ist. Schmeckt aber sicher auch mit rohem Schinken)
  • 50 g fein geriebener Parmesan
  • 2 EL Kürbiskerne

Gehaltvolles Paleo-Brot

So geht's:

Heizt den Backofen auf 160°C auf. Legt eine Kastenform mit Backpapier aus. Vermengt in einer großen Schüssel die Mehle, Salz und Natron. In einer anderen Schüssel verquirlt ihr die Eier mit dem Apfelessig. Fügt Petersilie, Oliven, Zucchini, Schinken und Parmesan hinzu und verrührt alles gut. Gebt dann die Mischung zur Mehlmischung, vermengt alles gut und füllt die Masse dann in die Backform. Bestreut das Brot mit den Kürbiskernen. 
Nun gebt ihr das Brot für etwa 35 Minuten in den Backofen. Vor dem Anschneiden auskühlen lassen.
Das Brot eignet sich übrigens auch gut zum Einfrieren.
Es schmeckt lecker und macht richtig satt. Also auch eine super Sache, wenn ihr auf Reisen seid, da ihr ja in einer Scheibe Brot alles drin habt, was man so braucht.

Gehaltvolles Paleo-Brot


Wenn man nun überlegt, auf Zucker zu verzichten, denkt man ja vor allem an die süßen Sachen, auf die man dann so verzichten muss. Dass man das aber gar nicht muss, zeigt das nächste Rezept.


Rote-Bete-Cupcakes


Rote-Bete-Cupcakes


Zutaten für 12 Stück

  • 2 große Rote Bete, gesäubert und geraspelt (ich habe vorgekochte verwendet und das hat auch super geklappt)
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Vanillepulver (ich habe eine Vanilleschote verwendet)
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mandelmehl
  • 40 g rohes Kakaopulver
  • 4 EL Kokos- oder Olivenöl
  • 4 EL Reissirup
  • 1 TL Backpulver

Rote-Bete-Cupcakes


Und so geht's:

Heizt den Backofen auf 160°C vor. 
Verrührt alle Zutaten mit dem Mixer oder Stabiler zu einem weichen Teig. Füllt diesen in Cupcake/Muffinförmchen und backt die kleinen Küchlein etwa 40 Minuten.
Die Cupcakes sind super saftig und auch wirklich süß genug. Wenn ihr mögt, könnt ihr natürlich noch ein Topping machen, zum Beispiel aus Frischkäse, Butter, Zitrone und Reissirup. Aber die Kalorien habe ich mir gespart. Ich habe die kleinen Küchlein dafür mit Kokosflocken verziert. 


Rote-Bete-Cupcakes


Mein Fazit zum Buch


Das Buch hat mir gut gefallen. Es macht Spaß, es zu lesen, schon alleine durch seine farbenfrohe Aufmachung. Ich habe einige Anregungen erhalten und tolle Rezepte. Und vielleicht wage ich mich auch mal an das Vier-Wochen-Wellness-Programm. Aber nie wieder Zucker? Also wirklich zuckerfrei - und das für immer? Das möchte ich mir nicht auferlegen. Reduzieren, ja, da bin ich absolut dabei! Aber wenn ich im Sommer an einer Eisdiele vorbei komme, wird mir der Zucker wirklich einfach egal sein.
Trotzdem ist es wirklich nicht verkehrt, über seinen Zuckerkonsum nachzudenken und dabei unterstützt einen das Buch. Und ich werde es ganz sicher noch öfter in die Hand nehmen und weitere Rezepte daraus probieren.
Für meine Attacken im Büro habe ich noch keine wirkliche Lösung. Aber ich werde es versuchen, dann eher mal Nüsse zu knabbern - oder auch Gemüse-Sticks. Aber ab und zu wird es sicher auch Schokolade sein - aber dann eben dunkle Schokolade mit einem hohen Kakao-Anteil.

Wie ist das bei euch mit dem Zucker? Lebt ihr schon zuckerfrei oder habt ihr es vor?

Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit #sonntagsglück

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

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Samstag, 10. Februar 2018

Gerolltes Fingerfood - Leckere Pizza-Schnecken

Ihr Lieben,

wenn man mit einem Essen nie etwas falsch machen kann, dann ist es wohl Pizza. Ich kenne tatsächlich niemanden, dem Pizza nicht schmeckt. Natürlich mag nicht jeder den gleichen Belag. Aber Pizza an sich mag doch wirklich jeder. Also wäre Pizza eigentlich auch das perfekte Party-Essen. Eigentlich. Denn kaum einer von uns hat wohl einen riesigen Holzofen zu Hause. Und so muss man in Etappen essen, wenn man Pizza zur Party backt. Und zu einer Feier mitbringen lässt sich Pizza auch so schlecht. Was sich aber super mitbringen lässt, sind Pizzaschnecken. Die sehen gut aus, lassen sich nach Belieben belegen und schmecken warm und kalt lecker.
Wenn es besonders schnell gehen muss, dann mache ich meine Pizzaschnecken mit Blätterteig. Aber wenn ich Zeit habe, mache ich sie gerne mit Hefeteig. Und das Rezept zeige ich euch heute.

Rezept für Pizza-Schnecken


Pizza-Schnecken

Zutaten für 12 Schnecken


  • 350 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 80 ml Sahne
  • 20 ml Milch
  • 1 Ei


Bei der Füllung sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich entschieden für:

  • 100 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • Entsteinte, schwarze Oliven
  • 100 g gekochten Schinken
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 8 Scheiben Käse - ich habe Gauda genommen
  • 50 g Parmesan
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Pizza-Gewürzmischung - ihr könnt aber auch frische Kräuter nehmen: Thymian, Rosmarin, Majoran - was euch gut schmeckt.


Pizza-Schnecken


Und so geht's:

Vermischt das Mehl, das Salz, den Zucker und die Trockenhefe in einer Schüssel. Verquirlt 150 ml lauwarmes Wasser mit Sahne, Milch und Ei. Gebt die Mischung zur Mehlmischung und verknetet alles zu einem glatten Teig. Wie immer gilt: Hefeteig mag es, kräftig geknetet zu werden.
Gebt dann etwas Olivenöl in die Schüssel und lasst den Teig 1 bis 2 Stunden an einem warmen Ort gehen.
Gebt dann etwas Öl der getrockneten Tomaten in ein Schälchen und vermischt das Öl mit dem Tomatenmark und dem Pizzagewürz.
Knetet den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gut durch und rollt ihn dann zu einem Rechteck aus (ca. 40 x 30 cm).
Bestreicht den Teig mit der Ölmischung und verteilt die anderen Zutaten gleichmäßig darauf. Lasst dabei etwa 1/4 des Teiges frei, dann rollt es sich leichter.
Rollt den Teig dann von der Längsseite her fest auf. Dann schneidet ihr die Rolle in 12 Teile. Die Schnecken legt ihr auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und bestreicht sie mit etwas Öl. Dann kommen sie in den auf 180°C vorgeheizten Backofen, für etwa 30 Minuten.
Die Schnecken kommen sicher auf jeder Party gut an! Wenn ihr sie am Vortag zubereitet, dann backt sie einfach am Tag der Feier nochmal kurz im Ofen auf.

Pizza-Schnecken


Viel Spaß beim Rollen und lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit Samstagsplausch und #sonntagsglück

Sonntag, 4. Februar 2018

Ein guter Start in den Tag - mit Zimtbrötchen

Ihr Lieben,

wenn es ums Frühstück geht, bin ich ja eigentlich nicht so die Süße. Ich frühstücke wirklich sehr gerne herzhaft - egal ob mit Ei, Käse, Schinken. Auch eine Butterbreze zum Frühstück finde ich traumhaft. Wenn es mal nicht herzhaft ist, dann frühstücke ich gerne Joghurt mit selbstgemachtem Granola. Aber was ich ganz selten zum Frühstück esse, ist das klassische Brötchen mit Marmelade. Da wundert ihr euch jetzt vielleicht etwas, weil ich doch so gerne Marmelade koche. Aber tatsächlich koche ich die meistens nicht für mich, ich verschenke sie lieber.
Aber manchmal, vielleicht so 4 Mal im Jahr, da überkommt es mich, da möchte ich gerne richtig süß frühstücken. Und wenn ich dann auch noch ein süßes Brötchen dazu habe, dann ist mein süßes Glück perfekt.
Deswegen habe ich heute ein Rezept für euch, zu dem mich die Zeitschrift essen&trinken inspiriert hat. Aber wie so oft habe ich mein eigenes Rezept daraus entwickelt.

Rezept für süße Zimtbrötchen


Zimtbrötchen

Für etwa 8 kleine Brötchen braucht ihr:

  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL Zimt
  • Etwas Tonkabohnenabrieb
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 200 ml Milch
  • 1 1/2 EL Schmand
  • 1 1/2 EL Rapsöl
  • Zum Bestreuen noch 1 TL Kokosblätenzucker und 1/3 TL Zimt

Zimtbrötchen


So geht's:

Vermischt das Mehl mit mit dem Salz, dem Zucker, der Trockenhefe, dem Tonkabohnenabrieb und dem Zimt in einer Schüssel. Gebt dann Rapsöl, Milch und Schwand dazu und verarbeitet alles zu einem geschmeidigen Teig.
Diesen lasst ihr nun in der mit Frischhaltefolie zugedeckten Schüssel am besten über Nacht im Kühlschrank gehen.
Am nächsten Morgen knetet ihr den Teig noch einmal kurz durch und gebt dann, am besten mit zwei Löffeln, Teigstücke auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Bestreut die Teigstücke mit der Zimt-Zucker-Mischung. Heizt den Ofen auf 220°C vor und lasst die Brötchen darin in etwa 20 Minuten goldbraun backen.

Zimtbrötchen

Die Brötchen sind außen schön kross und Ihnen herrlich fluffig.
Reicht die Brötchen mit Quark oder Schmand und selbstgemachter Marmelade und ihr seid der Held/die Heldin am Frühstückstisch!

Zimtbrötchen mit Schmand und Marmelade


Was frühstückt ihr am liebsten?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit #sonntagsglück